Zu Gast in Kleinromstedt 2016

Zu Gast in Kleinromstedt 2016
Am vergangenen Sonntag, den 18. April, war das ganze Kirchspiel Kapellendorf eingeladen nach Kleinromstedt. 40 Besucher waren „Zu Gast in Kleinromstedt“, erst beim Gottesdienst und dann bei Kaffee, Kuchen und Wurststulle im Dorfgemeinschaftshaus. „Ich dachte, hier sind so zehn Leute!“, wundert sich überrascht ein Apoldaer: „Erst so ein überraschender und mitreißender Gottesdienst, und dann das Paradies für jeden Kuchenfreund!“
Sowohl in der Kirche als auch beim Kaffee war viel Vergnügen zu erleben. Der Gottesdienst hatte das Thema „Vertrauen“ und war besonders abwechslungsreich gestaltet. Es gab ein Anspiel von Torsten Christ und Musik von Fam. Lüpke. Die Darbietungen fanden reichen und sehr verdienten Applaus. An der Orgel begleitete Ingo Reimannden fröhlichen Gemeindegesang. In der Predigt stellte Pfr. Robscheit die Frage, wenn wir einem Busfahrer vertrauen, dann können wir erst recht Gott in den Stürmen unseres Lebens vertrauen.
Zum Abendmahl waren auch die Kinder eingeladen – der Gemeindekirchenrat hat erst vor kurzem den Beschluss dazu gefasst.
Danach bewiesen die Kleinromstedter mal wieder, dass sie echte Künstler sind im Backen und im Wurstmachen. Der Nachmittag war eine rundum gelungene Darbietung für viele Sinne – den religiösen Sinn, das Sehen, das Hören und das Schmecken.

eigentlich

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Eigentlich,

liebe Leserinnen und Leser, wollte ich längst fällige Gartenarbeit verrichten. Doch dann kam ein Besuch dazwischen, den ich eigentlich schon letzte Woche machen wollte. Das hatte aber nicht geklappt, denn ein geplantes Gespräch hatte sich verschoben.

Ist Ihnen schon aufgefallen, wie oft wir das Wort „eigentlich“ verwenden? “Eigentlich ist die Stelle genau richtig für Sie…“, den Satz brauchen wir gar nicht zu Ende hören, denn wir wissen sofort, dass es nicht mit der Bewerbung geklappt hat.

Nun raten Sie mal, ob „eigentlich“ in der Bibel vorkommt? – fällt Ihnen eine Stelle ein? In der Erzählung vom Paradies vielleicht: “ Eigentlich ist es im Paradies ganz nett, aber Adam und Eva wollten lieber…“? Oder bei Jesu Taufe: „Du bist eigentlich mein lieber Sohn…!“?
Doch andererseits wird in der Bibel wird von Menschen berichtet, Ihrem Glauben, Hoffen und auch Versagen: ein Spiegel unserer Realität, Jahrtausende später. Also eigentlich müßte… Richtig! Das Wort taucht durchaus im Text auf. Je nach Übersetzung schwankt die Zahl allerdings. So lesen wir beispielsweise: „Eigentlich sollte es bei dir gar keine Armen geben; denn der Herr wird dich reich segnen in dem Land“ (Dtn. 15,4). Aber wissen Sie, liebe Leserinnen und Leser in welchem Zusammenhang „eigentlich“ nie vorkommt?

Dort wo es um Gottes Verhältnis zu uns Menschen geht. Dort sind Ausflüchte oder Beschönigungen nicht nötig! Gott liebt Dich, Du bist sein liebes Kind, ganz ohne Einschränkungen.

Ihr Pfarrer Th.-M. Robscheit

April 2016

Der Beitrag erschien am 16. April 2016 in der Thüringer Allgemeinen, Ausgabe Weimarer Land

3. Tagung der II. Landessynode der EKM

3. Tagung der II. Landessynode der EKM

Vom 7.-9. April findet im  Kloster Drübeck die 3. Tagung der II. Landessynode der EKM statt. Neben dem Bericht der Bischöfin Junkermann wird sich die Synode mit der Rolle der evangelischen Schulen beschäftigen. Ein weiterer Schwerpunkt wird die die Haltung Martin Luthers zu den Juden sein. Alle Unterlagen sind auf der Seite der EKM nachzulesen: Syondenunterlagen Außerdem können Sie wichtige Referate per live-Stream verfolgen, diskutieren und in den sozialen Medien verfolgen.

Dieser Artikel wird in den nächsten Tagen vervollständigt werden (es gibt also nur einen Artikel zur Synodaltagung).

 

Bischofsbericht

3. Tagung der II. Landessynode der EKMNach den Formalien steht am Anfang einer Synodaltagung traditionell der Bericht der Bischöfin und die Aussprache dazu. Besonders hervorgehoben bzw. nachgefragt wurde die Aussage: „Aus diesem Grund sind Mehrheitsabstimmungen in der Kirche als Nachfolgegemeinschaft Christi nicht angemessen und angebracht und immer zu hinterfragen. Vielmehr soll Einmütigkeit gesucht werden.“ In ihrer Antwort auf die Nachfrage machte die Bischöfin deutlich, dass knappe Entscheidungen für die Einheit der Kirche schädlich sind. Es müssen keine 100% Abstimmungen sein, aber es ist wichtig, dass auf alle gehört wird und alle mitgenommen werden.

In diesem Sinne ist es für einen GKR, einen KKR, eine Kreissynode und natürlich auch für die Landeskirche ein schlechtes Zeichen, wenn nicht nur ausnahmsweise Beschlüsse mit Kampfabstimmungen herbei geführt werden.

Das Thema Bedrängnisse und Optimierungsdruck spielte in der Aussprache häufiger eine Rolle. Im Bericht hatte Frau Junkermann dieses Thema in Zusammenhang mit dem Streben des Menschen nach Unsterblichkeit gebracht. Das Fehlen eines Glaubens an Unendlichkeit zwingt den Menschen geradezu, möglichst schnell zu sein, weil dann mehr Zeit „genutzt“ wird.

Auch das Thema Visitation spielte nicht nur im Bericht eine Rolle, sondern wurde von mehreren Beiträgen aufgegriffen. Erstaunlich (erschreckend) ist die Tatsache, dass in der ganzen EKM jährlich nichtmal ein Halbesdutzend Visitationen durchgeführt werden. In einer Antwort machte Bischöfin Junkermann deutlich, dass Visitation zum Kern des Superintendentenamtes gehört.

„Evangelische Schulen in der EKM – Bericht zu aktuellen Entwicklungen und Perspektiven“

Sehr ausführlich wird die Situation der Schulen in christlicher Trägerschaft gesprochen. Ein schriftlicher Bericht liegt auch hier vor: Evangelische Schulen in der EKM. In einer umfangreichen Ausstellung präsentierten sich alle Schulen der EKM; etliche Vertreter (-innen) der Schulen standen für Fragen zur Verfügung, ebenso die Vorsitzenden der Stiftungen Eberl und Bartsch. Neben der Darstellung der Schulen geht es auch um Geld. Nach wie vor werden Schüler an privaten Schulen durch den Freistaat schlechter finanziert, als Schüler an staatlichen Schulen. Deswegen muß u.a. Schulgeld gezahlt werden. Allerdings werden, so Herr Ziller aus dem Ausbildungsdezernat, jährlich 600.000,- € Schulgeld für Familien, die sich das nicht leisten können, übernommen.

Kollektenplan

Seit einigen Jahren wird der Kollektenplan für das folgende Jahr bereits in der Frühjahrssynode beraten und beschlossen. Er ist dann Bestandteil des Haushaltsplanes, der in der Herbstsynode beschlossen werden wird. Es wurden für 63 Kollekten über 80 Anträge abgegeben. Es wird wieder 12 Kollekten für die jeweiligen Ortskirche und sechs Kollekten für den Kirchenkreis geben. Auch ist vorgesehen, dass die Kollekte am 29. 01. 2017 für den Kirchenkreis Apolda-Buttstädt für die Landesgartenschau gesammelt wird. Heute (Donnerstag) wurde der Plan eingebracht, es fand eine kurze Diskussion statt, dann wurde er zur Beratung in den Ausschuß für ökumenische, gesamtkirchliche und Öffentlichkeitsfragen verwiesen. Am Samstag wird er dann beschlossen.

Nachtrag: Der Kollektenplan wurde unverändert übernommen, für die LGS in Apolda wird also am 29. Jauar gesammelt werden.

 

Luther und die Juden

Die Synode hat sich mit der problematischen Sicht Luthers auf die Juden befaßt. In einem umfangreichen Referat wurden die Synodalen in das Thema eingeführt. Dies dient als Grundlage für einen fundiertes Wort der Landessynode zur Herbstsitzung. Vorgestellt wurde auch die sehr informative Ausstellung „Ertragen können wir sie nicht – Martin Luther und die Juden“, die 2017 in unserer Landeskirche unterwegs sein wird.