Schlagwort-Archive: Chaos

Hagel in Kapellendorf

Hagel in Kapellendorf

2017-05-19 Hagel in Kapellendorf

Am Freitag, 19.05. 2017  am frühen Abend gab es Hagel in Kapellendorf. Noch etwa 30 Minuten nach dem heftigen Hagelsturm waren die Hagelkörner die überall auf dem Boden lagen  Tischtennisball groß. Am Pfarrhaus sind etwa die Hälfte der Fensterscheiben zerschlagen und die Solaranlage hat eine Scheibe eingebüßt. Leider ist auch das neu gedeckte Dach wieder in Mitleidenschaft gezogen worden. Über die ganze Dachfläche verteilt sind einzelne Ziegel zerbrochen.
Andere Häuser und die Burg hat es noch heftiger erwischt. Bei der Burg sind wohl 50 Scheiben zu Bruch gegangen, bei einigen Häuseren ist die Fassade stark in Mitleidenschaft gezogen worden.
Autos, die im Freien standen haben an der Wetterseite deutlich sichtbare Dellen.

Trotz dieser Schäden ist Kapellendorf glimpflich davon gekommen. In Hammerstedt hat der Regen massenhaft Schlamm ins Dorf gespült und auch einige Keller dabei nicht verschont. Die Felder sehen aus wie abgemäht.

Die Kirchen in Hammerstedt, Großromstedt und Kapellendorf haben alle einige Schäden an den Ziegeln.

Wenige Tage später hat bei einem erneuten Unwetter in kapellendorf der Blitz in einen masten der telekom eingeschlagen, was dazu führte, dass im halben Dorf die Router zerstört waren. Das Pfarramt war 10 Tage von der digitalen Welt abgeschnitten.

HAMSTERRAD-NEIN DANKE

This entry is part 1 of 84 in the series geistliches Wort

HAMSTERRAD-NEIN DANKE

Ein Hamsterrad sieht von innen auch aus wie eine Karriereleiter.“ Kennen Sie diesen Spruch? Ich habe ihn das erste Mal im Urlaub auf einer Internetseite gelesen und dachte bei mir: „Betrifft mich nicht und im Urlaub schon mal gar nicht“. Nun ist der Urlaub vorbei, die Kinder sind wieder in der Schule und ich merke, wie mein Rad sich wieder zu drehen beginnt. Die Termine häufen sich, die Aufgaben vervielfältigen sich und das Handy ist wieder mehr in der Hand als in der Jacke. Scheinbar betrifft mich dieser Spruch doch, obwohl ich gar keine Karriereleiter weiter besteigen möchte. Aber wenn ich aus der Karriere eine Alltagsleiter mache, dann stecke ich wohl mittendrin im Hamsterrad des Lebens. Kommt Ihnen das bekannt vor? Im Urlaub schwärmt man noch von der südländischen Gelassenheit und nimmt sich fest vor, diese beizubehalten. Man genießt die Ruhe in den Bergen oder am Meer und spürt wie sehr Körper und Seele diese Momente der Besinnung brauchen. Doch kaum ist der Alltag zurück, überfallen uns all die Verpflichtungen, Aufgaben und Alltagsarbeiten wieder. Eh man sich versieht, hat das Alltagshamsterrad einen fest im Griff. Der Wochenspruch für die kommende Woche lautet: „Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.“ (Jesaja 42, 3) Gott möchte nicht, dass unser Rad sich so schnell dreht, dass wir Schaden nehmen. Gönnen Sie sich doch ab und zu mal einfach eine Pause. In einer geöffneten Kirche zur Ruhe kommen, ein gutes Buch lesen (Ja, die Bibel ist zu empfehlen. Sie werden staunen wie viele gute Lebensweisheiten darin zu finden sind.) oder bei einem Spaziergang die Natur genießen. Halten Sie inne und sagen sich: HAMESTERRAD-NEIN DANKE. Gutes Gelingen wünscht

Ihr Torsten Christ (Lektor)

Der Beitrag erschien am 13. August 2016 in der Thüringer Allgemeinen, Ausgabe Weimarer Land

Anmerkung: Torsten Christ ist ehrenamtlicher Lektor in unserem Kirchspiel

Als gäbe es kein morgen mehr…

This entry is part 61 of 84 in the series geistliches Wort

Liebe Leserinnen & Leser!

Erinnern Sie sich an den Weltuntergang Ende 2012? Der Maya-Kalender ist ausgelaufen, und manch einer vermutete dahinter ein geheimes Wissen um das Ende der Welt. War aber nicht so, die Erde drehte sich weiter, die Mayas hätten, so wie wir am 31. 12., einen neuen Kalender begonnen. Anders als bei uns gibt es in diesem Kalendarium neben den einzelnen Jahren auch 50-Jahres Abschnitte. Ein weiterer Unterschied ist, dass am Jahresende 10 kalenderlose Tage vorgesehen sind. Damit wird u.a. auch das Schaltjahr ausgeglichen. Zehn besondere Tage, die als gefährlich empfunden wurden. Da war der Gedanke an ein Weltende also auch nicht völlig abwegig. Solche besonderen Tage erleben wir auch gerade! Diesen Eindruck muss man jedenfalls haben, wenn man heute (Freitag) Mittag in Weimar oder Apolda unterwegs ist: Die Leute kaufen ein, als gäbe es am Montag nichts mehr.
Aber, liebe Leserinnen & Leser, tatsächlich erleben wir gerade 10 besondere Tage! Eigenartigerweise spielen sie im christlichen Feiertagskalender aber keine Rolle. Es sind die Tage zwischen Himmelfahrt und Pfingsten. Jesus ist nicht mehr unter seinen Jüngern, und der Heilige Geist ist noch nicht auf sie gekommen. Das ist doch durchaus eine kritische Zeit!? So ohne göttlichen Beistand!
Warum werden diese Tage nicht als eine bedrohliche, gar gottverlassene, Zeit begangen? Besonders ruhig zum Beispiel?
Ganz einfach, wir sind nicht gottverlassen! Himmelfahrt und Pfingsten erklären, wie die irdische Wirksamkeit Jesu ein zeitliches Ende fand, und wie es dazu kam, dass aus einem verängstigten kleinen Häuflein, in kürzester Zeit eine gewaltige religiöse Bewegung entstand. Aber ganz gewiss sind sie nicht Anzeichen eines baldigen Weltunterganges! Sie können, den Samstag also genießen, am Montag werden die Geschäfte auch wieder öffnen.

Ihr Pfr. Robscheit

Mai 2015

Chaos

This entry is part 32 of 84 in the series geistliches Wort

Diesmal, liebe Leserinnen und Leser, passt es mir gar nicht, dass ich Ihnen schreiben soll! Im Moment weiß ich nicht, wo mir der Kopf steht! Dabei war das letzte Wochenende so schön. Doch mit der guten Laune war es schnell vorbei: aus unerfindlichen Gründen funktioniert der Rechner im Pfarramt nicht richtig. Also alles überprüfen. Besonders frustrierend ist dann, wenn es eigentlich gar keinen Fehler gibt. Es geht nur nicht! Da könnte ich fast wahnsinnig werden. Doch nicht immer lässt sich alles verschieben um den Rechner zu reparieren: da braucht ein Mann ein dringendes Gespräch, Schule und Bauberatung lassen sich nicht vertrösten. Also bleibt der Rechner erst mal aus. Gestern dann eine Nachtschicht, nun geht der Computer wieder. Es kommen auch wieder e-Mails an, unter anderem die, dass ich mit dem geistliche Wort dran bin. Prima! Als hätte sich nicht genug angesammelt! Wahrscheinlich kennen Sie ähnliche Situationen auch: Plötzlich kommt alles, was wir geplant haben durcheinander. Glücklich kann man dann sein, wenn das Chaos mit einer Nachtschicht zu erledigen ist. Aber manchmal bricht es auch so auf uns herein, dass wir fast darin zu ertrinken drohen. Das Bild, im Chaos zu ertrinken, steckt hinter dem so oft belächelten Weltbild der „Käseglocke“: Die Glocke ist der Himmel. Innerhalb der Käseglocke herrscht Ordnung. In der Bibel lesen wir, dass Gott diese Ordnung schafft und das Chaos nach außen aus dieser Welt drängt. Wenige Kapitel später stürzen die Wasser des Himmels in die „Käseglocke“ hinein, auf der Erde bricht Chaos aus: die Sintflut. Wir Menschen brauchen Ordnung und Verlässlichkeit, aber unser Leben ist immer vom Chaos bedroht. Für die Verfasser des biblischen Schöpfungsberichtes war klar: Gott ist es, der das Chaos zurückhalten kann. Und so wünsche ich Ihnen (und auch mir selber) Gottes behütenden Segen an diesem Wochenende und allen anderen Tagen!

Ihr Th.-M. Robscheit, Pfr. in Kapellendorf

Oktober 2011