Schlagwort-Archive: Feier

Läuterfest

This entry is part 1 of 21 in the series Pressemeldungen

Zum ersten Mal waren am 26. August 2017 alle Läuter des Kirchspiels Kapellendorf zu einem Läuterfest nach Kapellendorf eingeladen. 18:00 hatten sie noch in den einzelnen Dörfern den Sonntag eingeläutet. Gegen 18:15 eröffnete Pfr. Robscheit die Runde und erklärte Details zur Läuteordnung von 1979. Damals hatte der GKR sich ausgiebig mit dem Thema beschäftigt und unter anderem festgelegt, mit welchen Glocken beispielsweise bei einem Sterbefall wie geläutet werden soll. Sehr schnell entwickelte sich ein Gespräch unter den Läutern, was denn eigentlich in welchem Dorf üblich sei. Es wurde gefachsimpelt über das richtige Anschlagen und die Vor- & Nachteile des elektrischen Läutens. Derweil hatte Pfr. Robscheit den Rost angezündet. Mit einem Tischgebet begann das gemeinsame Abendessen, bei dem das Thema Glocken natürlich alles beherrschte. „Das war eine gute Idee!“, verabschiedeten sich die Ehrenamtlichen und nahmen dem Pfarrer das Versprechen ab, auch im nächsten Jahr wieder so ein kleines Fest für sie zu organisieren.

Schulanfang 2017

Am Sonntag, 13.08., fand der Gottesdienst zum Schulanfang 2017 in Oberndorf statt. Inzwischen ist es schon gute Tradition geworden, dass dieser besondere Tag in dem „Zu Gast in…“ – Gottesdienst in Oberndorf aufgenommen wird. Im Gottesdienst konnten sich die Schulanfänger ebenso wie alle Kinder den Segen Gottes für das neue Schuljahr zusprechen lassen.

Im Anschluß waren alle herzlich zu Kaffee und sehr leckerem Kuchen auf den Winterhof, gleich gegenüber der Kirche eingeladen.

Mehr lesen sie auf der Oberndorf-Seite.

Was das wieder kostet!

This entry is part 82 of 84 in the series geistliches Wort
Was das wieder kostet!

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie haben diesen Satz auch schon gesagt oder zumindest gehört: „Was das wieder kostet! Muss das denn sein?“ Und oft ist die ehrliche Antwort: „Nein, das muss eigentlich nicht sein.“

Mir ging es so im Urlaub. Wir waren in Frankreich unterwegs, Paris war nicht so weit weg. Soll man da mal hinfahren? 70 km hin, 70 km wieder zurück? Einfach so, um durch die Stadt zu latschen? Von den fälligen Parkgebühren kann ich in Apolda eine Woche lang parken! Und beim Espresso hatte man den Eindruck, man kauft den halben Laden gleich mit. Muss das sein? – nein, muss nicht.

Es gibt unzählige weitere Beispiele, wo Geld einfach so ausgegeben wird, im privaten wie im öffentlichen Bereich: Die Gartenschau! War das nötig? Wohl kaum. Und das kostet nicht nur Geld. Denken Sie an die Zeit der ehren-und hauptamtlichen Mitarbeiter!

Muss das denn sein? – muss es nicht. Aber dieses unnötig ausgegebene Geld, die investierte Zeit ist keineswegs sinnlos vertan oder gar vergeudet! Denn das Leben gewinnt an Qualität. An die Besuche auf der Gartenschau werden sich die meisten noch Jahrzehnte erinnern und einen warmen Nachhall in Ihrer Seele spüren.

Ich kann Ihnen nur Mut machen: Vergeuden Sie hin und wieder Zeit oder Geld, es lohnt sich! Die Stunden mit meiner Frau in Paris werde ich sicherlich bis zu meinem Lebensende nicht vergessen. Das Geld schon.

Ihr Pfr. Th.-M. Robscheit

Erstmals veröffentlich in der Thüringer Allgemeinen, Weimarer Land; 22. 07. 2017

Kirche St Anna Oberndorf

Kirche St Anna Oberndorf

In der Kirche St Anna Oberndorf gibt es drei Glocken. In diesem Jahr wird eine der drei 500 Jahre alt. Diese Glocke wurde im Jahr 1517 vermutlich für die Kirche in Dieterstedt vom Erfurter Glockengießer Heinrich Ziegler gegossen. Nach der Auflösung des Ortes Dieterstedt wurde sie nach Oberndorf verbracht und hängt gegenwärtig als dritte Bronzeglocke an der südlichen Seite der Glockenstube. Als in den Kriegsjahren die anderen Glocken eingeschmolzen wurden, überdauerte sie.

2017-06-17 500 Jahre Diederstedter Glocke

Am  17. Juni 2017 fand das Glockenjubiläum der Kirche St. Anna Oberndorf statt.

14.00 Uhr begannen die Feierlichkeiten in der Oberndorfer Kirche mit einem festlichen Gottesdienst. Zumindest war das so geplant. Aber als es losgehen sollte schwieg -wie 1517 – die Orgel. Damals, weil sie noch nicht gebaut war, diesmal, weil der Organist nicht gekommen war. Der Gemeinde blieb nichts anderes übrig, als aus der Not eine Tugend zu machen und den Gottesdienst a capella zu gestalten. Das gelang den Besuchern in der sehr gut besuchten Kirche auch! Ab der Hälfte des Gottesdienstes war die Orgel dann doch zu hören. Das lag aber nicht daran, dass der Organist vielleicht später gekommen wäre, nein. Willi Wild hat sich spontan und zwangsläufig unvorbereitet auf die Orgelbank gesetzt und die Gemeinde begleitet!

In der Predigt erläuterte Pfr. Robscheit, bei welchen für Oberndorf wichtigen Ereignissen die Glocke geläutet hat: da waren Plünderungen und Massakrierungen der Bevölkerung in den verschiedensten Kriegen, aber auch hunderte Hochzeiten und Taufen. Die Glocke wurde zu mehreren tausend Gottesdiensten geläutet. Auch sicherlich am 11. 11. 1883, als die Luthereiche im Kirchgarten gepflanzt worden ist. Damit schließt sich auch der Bogen ins Reformationsjahr, denn damals bei Stotternheim hatte der junge Luther ebenfalls Anna um Hilfe angerufen.

Das Jubiläum wird zum Anlass genommen, der Kirche den Namen „Sankt Anna“ auch offiziell zu geben. Seit längerem ist er gebräuchlich, nun mit einem festen Datum versehen: 17. Juni oder 1. Sonntag nach Trinitatis.St Anna Oberndorf

Zu einem gemütlichen Zusammensein bei Kaffee und Kuchen war bei schönstem Sommerwetter anschließend in den Kirchgarten eingeladen worden. Ein großes Lob und Dankeschön geht an alle Helferinnen und Helfer, die sich um das Gelingen des Festes so sehr bemüht hatten.

Den Abschluss des Nachmittags bildete ein Konzert für vier Saxophone. „Da muss man so alt werden, um dann sowas Schönes zu erleben!“, schwärmte noch zwei Tage später eine 92-jährige Frau. Das Pruck-Quartett brachte neben Musik aus der Renaissance und einigen Pop-Balladen vor allem Jazz und Swing Klassiker zu Gehör, und zwar sehr beeindruckend!

Zum Abschluss des gelungenen Festes gab es das Thüringer Abendbrot: Bratwurst.

Am 19. Juni berichtete die Thüringer Allgemeine:

 

Thüringentag Apolda

This entry is part 3 of 3 in the series Landesgartenschau 2017
Thüringentag Apolda

2017-06-11 Thüringentag

Vom 9. -11. Juni war in Apolda der Thüringentag. Es waren etwas über 100.000 Besucher (bei etwa 20.000 Einwohnern); da kann man sich vorstellen, was in der Stadt los war. Die Innenstadt war von Donnerstag früh bis Monatg Abend für den Verkehr weitgehend gesperrt.

Am Freitag Nachmittag fand der Eröffnungsgottesdienst für den Thüringentag Apolda in der Lutherkirche statt. Zu den Mitwirkenden gehörten die Bischöfin der EKM Ilse Junkermann, der Bischof des Bistums Erfurt Ulrich Neymeyr, Superintendentin Bärbel Hertel, Gemeindediakon Daniel Pomm. Nicht zu sehen, aber dafür gut & schön anzuhören waren unser Chor und der Posaunenchor unter Leitung von Mike Nych.

Rund um die Lutherkirche war das „Kirchendorf“, ähnlich wie der berühmte „Markt der Möglichkeiten“ bei einem Kirchentag. Es lief alles bestens, die Leute hatten gute Laune und bei uns war immer genügend Betrieb. Das Kirchendorf mit seinen Ständen aus dem diakonischen und kirchlichem Bereich, mit sozial engagierten Vereinen und dem Glockengießer war maßgeblich durch den Beauftragten der EKM für solche Großprojekte, René Thumser, organisiert worden. Die Kirchengemeinde und der Förderverein Lutherkirche waren hauptsächlich verantwortlich für die Führungen in der Lutherkirche, die Turmbesteigung und vor allem Kaffee & Kuchen. Ausgeschenkt wurde fair gehandelter Kaffee. Am „Kuchenbuffet“ haben sich zahlreiche Kirchengemeinden aus unserem Kirchenkreis beteiligt. Allen Helfern gilt dieser Dank:

Liebe Helferinnen und Helfer im Kirchencafe, liebe Backfrauen und Backherren,
 inzwischen ist der Thüringen Tag 2017 in Apolda Geschichte.
Das Wetter hat bis auf den Freitagabend wunderbar mitgespielt. Die Einrichtung “ Kirchencafe“ war ein voller Erfolg und wurde sehr gut angenommen. Insgesamt wurden rund 1700 Tassen Kaffee ausgeschenkt und circa 900 vorbereitete Kuchentabletts ausgegeben. Nicht alle wurden gegen eine Spende an Besucher abgegeben , sondern auch unentgeltlich an Helfer verteilt, die im Kirchendorf die Stände betreut haben. Auch das Sicherheitspersonal des Ministerpräsidenten und anwesenden Polizisten haben sich über Kuchen- und Kaffeespenden gefreut. 
Insgesamt sind fast 200 Kuchen aus den verschiedenen Gemeinden zusammen gekommen. Auch einige Bäckereien aus dem Umkreis von Apolda haben sich mit einer Kuchenspende beteiligt. 
Trotz der überwältigenden Zahl an Kuchen waren wir am Sonntagnachmittag nahezu „aufgegessen“. 
Lediglich 10 1/2 Rührkuchen waren übrig geblieben. Diese haben wir an das Carolinenheim gegeben, damit auch die dortigen Bewohner noch vom Thüringen Tag profitieren können.
 Durch ihre Hilfedienste beziehungsweise das Backen der ganzen Kuchen haben Sie erheblich zu diesem Erfolg beigetragen.
Dafür möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen allen bedanken. Bitte geben Sie meinen Dank auch an die anderen fleißigen Helfer aus den Gemeinden weiter, die uns tatkräftig mit Kuchen versorgt haben.
 Viele liebe Grüße, Britta Rehder-Geßner
Höhepunkt war der Umzug am Sonntag. Neben den Bläsern, der Kirchengemeinde Apolda, der Evangelischen Grundschule und dem Diakoniewerk Apolda war auch die Kirchgemeinde Oberndorf vertreten. Wolfgang Winter hat einen Wagen mit dem Model der Oberndorfer Kirche und einer Nachbildung der 500-jährigen Oberndorfer Glocke „Anna hilf!“ geschmückt. Über dem Ensemble schwebt der Engel. Dieser wagen word auch am 17 Juni 2017 in Oberndorf zu bewundern sein, wenn wir ab 14:00 das 500-jährige Glockenjubiläum feiern werden.
Das Video beginnt dort, wo unsere wagen ins Bild kommen.

Kapellendorf Unser Dorf hat Wochenende

Kapellendorf Unser Dorf hat Wochenende

im Rahmen dieser Sendereihe des MDR wurde Kapellendorf am 12. März 2017 vorgestellt. Neben den zahlreichen Künstlern & Kunst-Handwerkern, wurden auch die Kirche und der Kapellendorf Verein vorgestellt. Aus Sicht der Läuter und des Pfarrers wird die Bedeutung des samstäglichen Läutens und der kleinen Ruhepause im Altarraum beschrieben. Kapellendorf Unser Dorf hat Wochenende
In den letzten Jahren hat das Einläuten des Sonntags (und der kirchlichen Feiertage) für die Ehrenamtlichen an Bedeutung gewonnen & ist ein manchmal sperriger, aber immer wichtiger Termin am Samstag 18:00: der Sonntag beginnt, es wird auf die vergangene Woche zurückgeblickt und manches ausgewertet und besprochen. Neben dem eigentlichen Läuten ist auch das Aufziehen der Kirchturmuhr nötig. Das Uhrwerk muss spätestens nach acht Tagen aufgezogen werden, sonst bleibt die Uhr stehen und der Stundenschlag verstummt.

Unser Dorf hat Wochenende wird jeweils sonntags 09:00 im MDR ausgestrahlt und in der darauffolgenden Woche samstags wiederholt.

Bei youtube findet man die Sendung hier:

Unser Dorf hat Wochenende: Kapellendorf

oder in der ARD Mediathek

 

Adventsmarkt in Oberndorf 2016

Adventsmarkt in Oberndorf 2016

Bereits zum 13. Mal fand am Vorabend des 2. Advent in Oberndorf ein kleiner Adventsnachmittag statt. Mit einer musikalischen Andacht, die durch die vereinigten Bläser des Weimarer Landes gestaltet und pfr. Robscheit wurde, begann der Nachmittag in der Oberndorfer Kirche. Anschließend waren alle auf den Winterhof neben der Kirche eingeladen. Wem es kalt war, der konnte im „Kuhstall“ im Warmen sitzen, die Atraktionen aber warteten draußen: eine riesige Pyramide, Garteneisenbahn und Modelle lokal bedeutender Gebäude.

Fam. Winter hat mit fleißigen Helfern den Hof herausgeputzt und alle bestens bewirtet.

2016-12-Adventsmarkt Oberndorf

Weiter Bilder & ein kleines Video gibt es auf der Oberndorfer Seite

Diederstedter Glocke

Diederstedter Glocke wird 500 Jahre

Am 17. Juni 2017 feiert die Oberndorfer Kirche den 500. Geburtstag der Diederstedter Glocke.

Diese Glocke stammt aus der Kirche der Wüstung Diederstedt bei Oberndorf (Apolda). Wolfgang Winter hat ein Modell der Glocke angefertig, das man bei youtube bewundern kann.

Am 17. Juni 2017 wird in einem festlichen Nachmittag mit Gottesdienst, Kaffeetrinken & Konzert das denkwürdige Jubiläum gefeiert. Merken Sie sich den Termin jetzt schon vor!!!

Zwiebelmarkt Apolda 2016

Zwiebelmarkt Apolda 2016

Zum Zwiebelmarkt Apolda 2016 gab es auch wieder einen Gottesdienst. Er fand am 25. September 10:00 vor der Lutherkirche auf der Bühne des Melanchthonplatzes statt.

Die Gottesdienste auf dem Zwiebelmarkt sind immer etwas Besonderes, und zwar sowohl im positiven, wie auch im negativen Sinne. Bereits etwa ab der Hälfte der Veranstaltung kommen Eltern mit ihren Kindern, die allerdings mit dem Gottesdienst nichts am Hut haben, sondern sich auf ihren eigenen späteren Auftritt vorbereiten. Außerdem hat der Bierstand geöffnet und so mancher Gast nutzt dieses Angebot auch gleich am Morgen.

Doch ungeachtet dessen war der Gottesdienst zum Zwiebelmarkt auch in diesem Jahr mit etwas über 100 Besuchern sehr gut besucht. Musikalisch wurde er unter der Leitung von Mike Nych durch den Kapellendorfer Chor mit Band besonders vielfältig ausgestaltet. Die beiden biblischen Lesungen (1. Schöpfungsbericht & Sturmstillung nach Lukas) beschäftigten sich mir der ordnenden Kraft Gottes und der Bedrohung des Lebens ohne diesen Schutz. Das machte auch Pfr. Th.-M. Robscheit zum Thema seiner Predigt. Er machte deutlich, dass die Vorstellung der Erde als Scheibe mit einer Käseglocke keineswegs von besonderer Dummheit gekennzeichnet ist. Dafür baute er auf einer Platte mit Playmobil-Figuren eine kleine „Welt“ auf einer Scheibe auf:

Predigt (Auszug)

„Der Schöpfungsbericht beschreibt nicht, wie die Erde ist, sondern welches Verhältnis Gott zu seiner Schöpfung und den Menschen hat. Das Leben droht immer im Chaos zu versinken. Wir brauchen aber eine gewisse Ordnung und Verläßlichkeit. Im Schöpfungsbericht heißt es, dass Gott eine Feste zwischen den Wassern macht: darüber das Urmeer, das Chaos, darunter unsere weitgehend geordnete Welt. Gottes Segen ist diese Feste, ist unsere Käseglocke. Ohne ihn reicht schon ein kleiner Wasserstrahl um alles durcheinander zu bringen (mit einer Blumegießkanne wurde Wasser auf die Playmobil-Figuren gegossen, die daraufhin natürlich umfielen), Gottes Schutz kann aber das Chaos abhalten, wir dürfen darauf vertrauen (nun wurde erst die Käseglocke auf die Platte gestellt und dann mit einer richtigen Gießkanne reichlich Wasser darauf gekippt. Die Welt unterm Glas blieb heil.) und dankbar unser Lebens mit allen seinen schönen Momenten als Geschenk annehmen.

2016 - Zwiebelmarkt

Schulanfang 2016

This entry is part 15 of 21 in the series Pressemeldungen
Schulanfang 2016

Mit dem sehr gut besuchten „Zu Gast in…“ – Gottesdienst wurde der Schulanfang 2016 des Kirchspiels in Oberndorf gefeiert. Die Oberndorfer hatten ihre Kirche liebevoll geschmückt, auch ein Zuckertütenbaum, der am Ende geplündert wurde, zierte den Raum.
In der Predigt wurde auf den neuen Lebensabschnitt der Schulkinder und das damit vielleicht verbundene mulmige Gefühl eingegangen. Pfr. Robscheit hatte sich eine kleine Geschichte ausgedacht und mit einer Handpuppe erzählt:

Als die Menschen das Paradies verließen und das Tor offen stand, haben sich auch die Tiere auf den Weg gemacht. Nur ein kleiner Hund, eine Katze, ein Spatz und eine Kröte blieben. Gott ermutigte die vier, in die Welt aufzubrechen. Aber ihnen war mulmig. Wer weiß, was da alles sein wird!
Doch der kleine Hund besann sich seiner Zähne und stürmte bellend davon, die Katze wollte dem nicht nachstehen und dachte bei sich: Ich habe auch Zähne, und Krallen und kann klettern! Und sie verschwand in der Dämmerung. Der Spatz und die Kröte blieben ängstlich und versteckten sich in Mauerritzen. Doch in der Morgendämmerung hatte der Spatz so ein Ziehen in seinen Flügel und kurz darauf war er über die Mauer verschwunden.
Die Kröte blieb. Am Abend frage Gott: Was ist mit Dir? Willst Du nicht auch die Welt erkunden? Die Kröte: Ich habe keine Zähne, keine Krallen, bin nicht schnell, kann nicht klettern und nicht fliegen, das ist mir alles zu unsicher, ich will in meiner Schutzhöhle bleiben.
Nun gut, dacht sich Gott, dann sollst Du eben Deine Höhle mit Dir herumtragen. Und so brach auch die Kröte auf in die Welt, als Schildkröte.

So wie die Vier brechen auch Schulkinder auf, um eine neue Welt zu erkunden. Aber sie haben keinen Panzer, können nicht fliegen und mit Beißen oder Kratzen ist es auch nicht weit her. Gott schenkt ihnen etwas anders: seinen Segen: kein Schutzschild, keine Waffe, sondern eine Kraft, die Gutes bewirken kann: So wie Abram in die Welt geschickt wurde, so werden auch die Kinder losgeschickt: Geh in das Land, das ich Dir zeigen werde. Ich will Dich segnen und Du sollst ein Segen sein.

Alle Kinder waren nach der Predigt zum Altar gekommen und jedem wurde einzeln dieser Segen Gottes zugesprochen.
Und nach dem Gottesdienst in dem viel und fröhlich gesungen wurde, wartenen bereits Kaffee und Kuchen auf dem Winterhof, direkt der Kirche gegenüber.

Noch mehr Bilder gibt es auf der Oberndorf-Seite von Wolfgang Winter!