Adventsmarkt Kapellendorf

Adventsmarkt

Schon zum 14. Mal wurde in diesem Jahr der Advent in Kapellendorf mit einem kleinen Adventsmarkt eröffnet. Alle Vereine in Kapellendorf beteiligten sich liebevoll an der Vorbereitung und Durchführung des Adventsmarktes. 16:00 kam eine Puppenspielerin; es gab Kaffee, Kuchen und jede Menge anderer Leckereien, u.a auch Handbrot aus dem Backofen. Der Kapellendorf e.V. hat mit der Spendensammlung für eine der beiden neu anzuschaffenden Glocken für die Kapellendorfer Kirche begonnen.

Adventsandacht

17.30 war die Andacht in der Kapellendorfer Kirche. Sie wurde musikalisch durch die Vereinigten Bläser des Weimaer Landes unter Leitung von Landesposaunenwart Plewka und dem KapellenDorfChor unter Leitung von Kreiskantor Nych gestaltet. In einer kurzen Predigtmeditation über eine (jetzt kahle) kleine Birke machte Pfr. Robscheit kindgerecht deutlich, was Advent bedeutet. Am heiligen Abend wird dieser Baum dann wieder eine Rolle spielen.
18:00 wurde pünktlich der Advent eingeleitet und zum festlichen Geläut konnte man wieder auf den Adventsmarkt gehen.

Presse

Die Thüringer Allgemeine berichtete am Montag (30.11.) über den Kapellendorfer Adventsmarkt (unten bei den Bildern ist auch der Ausschnitt):

„Zu einem echten Geheimtipp hat sich in den letzten Jahren der kleine, aber gemütliche Weihnachtsmarkt in Kapellendorf entwickelt. Zahlreiche Helfer und die Vereine im Dorf sowie die Kirmesjugend packen dafür jedes Jahr kräftig an. Auch die kleinen Burggeister sangen Adventslieder Für das leibliche Wohl gab es nicht nur Holzofenbrot, sondern auch andere Leckereien. An verschiedenen Ständen konnte man sich mit Weihnachtlichem eindecken. Nach der Andacht mit Posaunenklängen in der Kirche mit Pfarrer Thomas-Michael Robscheit kam der Weihnachtsmann und verteile kleine Geschenke an die Kinder.“

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Was kommt nach dem Tod?

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Was kommt nach dem Tod?

Liebe Leserinnen & Leser!

„Was kommt nach dem Tod?“, diese Frage beschäftigt uns um den Ewigkeitssonntag, oder wie viele auch sagen: Totensonntag, herum besonders. Welche Antwort geben wir uns selber, wie reagieren wir auf die Frage von Kindern? Kaum ein Vater wird auf die Frage seines Kindes, wo denn nun die verstorbene Oma sei antworten: „Die haben wir erst verbrannt, dann die Asche in eine kleine Dose gefüllt und diese vergraben.“ Keine Mutter wird ihren Sohn versuchen zu trösten: „Der Opa liegt im Sarg, zwei Meter tief eingegraben, dort kann er in Ruhe verrotten!“ Sondern die Antwort läuft fast immer darauf hinaus zu sagen, die Oma sei jetzt im Himmel und schaue auf ihr liebes Enkelchen hinab. Paradoxerweise wird dieses Bild auch von eigentlich Nichtgläubigen verwendet! Der Gedanke dahinter: wenn ein Mensch stirbt, kommt unmittelbar darauf seine Seele in den Himmel.
Jesus ist da anderer Meinung (Joh. 5,24ff).
Es ist keineswegs so, dass der Tod ein seeliges Tuch des Vergessens über unser Handeln im Leben breitet. Alles was wir tun oder lassen hat Folgen, manchmal nebensächlich, schnell vergessen, manchmal sehr weitreichend. Immer werden wir dabei auch schuldig werden.
Wir haben keinen Anspruch auf ein schönes Leben & auch nicht auf den Himmel danach!

Beides kann uns nur geschenkt werden; so ernsthaft sollte man auch zu seinen Kindern sein.

 

Ihr Th.-M. Robscheit

November 2015

2. Tagung der II. Landessynode der EKM (2. Tag)

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2. Tagung der II. Landessynode der EKM
Ministerpräsident Ramelow
2. Tagung der II. Landessynode der EKM

Die Sitzung am 20. November wurde durch ein sehr engagiertes Grußwort des Minsiterpräsidenten B. Ramelow eröffnet. Ramelow unterstrich ausdrücklich, dass er hinter der Entscheidung der Bundeskanzlerin, Flüchtlinge aufzunehmen steht. Die Zusage Merkels sei aber nicht der Anlaß gewesen, die Fluchtbewegung hat schon davor eingesetzt.

Bericht des Diakonischen Werkes: TOP 04

OKR Grüneberg berichtete anschließend aus dem Diakonischen Werk. Im ersten Teil des Berichtes ging er unter anderm auf die logistischen Probleme, die mit den Flüchtlingen verbunden sind, ein und bezog sich auf die Zahlen der tatsächlich hier unterzubringenden Menschen:

„Das sind knapp 30.000 Menschen. Dies bedeutet in der Verteilung im Land zum Beispiel für Erfurt rund 2.600 Menschen und für Eisenach gut 500. Insgesamt erhöht sich damit der Ausländeranteil im Freistaat von 2,2 auf 3,2 Prozent.“

„Die gestiegene Zahl von Flüchtlingen und Asylbewerbern fordert auch die diakonischen Einrichtungen stärker als bisher heraus, ihre Dienste und Einrichtungen interkulturell zu öffnen.
Konzeptionell heißt das, allen Menschen, unabhängig von kultureller, religiöser und weltanschaulicher Prägung, Zugang zu Hilfe- und Dienstleistungsangeboten zu gewähren. Praktisch heißt das: Wie gehen wir damit um, wenn Flüchtlinge und Asylbewerber an die Türen von Beratungsstellen klopfen oder sich in die Schlange der Tafeln einreihen? Zunächst ist überall die Sprache eine Barriere. Die Beratungsstellen sind dabei, zur Zeit eher durch private Initiativen, ihre Hilfsmöglichkeiten mehrsprachig auf Formulare zu bringen, wenigstens inEnglisch, Französisch und Arabisch. Fachkräfte werden in allen Bereichen mit dem Spracherfordernis „Arabisch“ gesucht und entsprechend rar ist das Angebot. Erschwerend kommt hinzu, dass ein Teil der Flüchtlinge zwar Arabisch spricht, aber nicht lesen kann. Das macht die Klärung von Bedarfen und Angeboten schwierig.

In den letzten Tagen mehren sich Meldungen über Kapazitätsgrenzen bei den Tafeln. Einige Tafeln haben Aufnahmestopps für neue Bedürftige ausgesprochen. Auch hier gibt es das Thema Kommunikation. Natürlich haben Asylsuchende und Flüchtlinge mit einem Aufenthaltsstatus auch Anspruch auf Versorgung durch die Tafeln. Aber es ist ihnen mitunter schwer zu vermitteln, was eine Tafel ist und wie die Gepflogenheiten sind. Auch hier muss mehrsprachiges Informationsmaterial her.“

Deutlich wurde auch, dass Sprachprobleme in Kindergärten u.ä. nicht nur die Kinder, sondern noch viel mehr die Eltern betreffen, mit denen wichtige Absprachen getroffen werden müssen.

Im zweiten Teil bezog er sich ausführlich auf arbeitsrechtliche Regelungen in der Diakonie. Tarife werden in der Diakonie über den sogenannten Dritten Weg ausgehandelt. Die Arbeitnehmerseite wird dabei durch den GAMAV vertreten. Seit einigen Jahren stockt diese Zusammenarbeit. Nach Grünebergs Darstellung ist die Schuld dafür bei der GAMAV und der Gewerkschaft ver.di zu sehen.

Ver.di & die GAMAV möchte u.a. das Streikrecht einführen. Dazu im Bericht Grünebergs:

Und wofür wollen eigentlich die ver.di-Aktivisten in unserem GAMAV streiken? Für bessere Löhne? Die Diakonie und die Caritas liegen im Vergleich der Löhne mit allen anderen Trägern in der sozialen Arbeit im oberen Feld. In manchen Regionen bezahlen diakonische Einrichtungen bis zu 30 % höhere Löhne als Einrichtungen anderer Wohlfahrtsverbände, vonprivaten Leistungserbringern einmal ganz abgesehen. Das ist auch der Grund, warum sich
zum Beispiel in Thüringen die anderen Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege gegen einen allgemeinverbindlichen gemeinsamen Sozialtarif ausgesprochen haben. Sie befürchten, dann ihre Löhne auf das Niveau der Diakonie anheben zu müssen.

Und wie sich hieraus eine unterstützende Rolle von ver.di ableiten lassen sollte, ist rätselhaft. Es gibt nirgendwo in Mitteldeutschland den Nachweis, dass ein mit ver.di herbeigeführter Tarifvertrag Lohn- und Arbeitsbedingungen im sozialen Bereich für eine Einrichtung erzielt hat, die – wenn es sie überhaupt gibt – auch nur annähernd an das Lohnniveau der Diakonie herankommt. Dabei kann ich mir aber auch nicht die Bemerkung verkneifen, dass es schon seltsam anmutet, wenn ver.di und die ver.di-Mitglieder im GAMAV die Fahne der Forderung nach Tarifverträgen in der Diakonie vor sich hertragen, ver.di selbst seinen Mitarbeitenden allerdings keinen Tarifvertrag zugesteht – mit dem Hinweis darauf, ein Tendenzbetrieb zu sein. Das hat einen gewissen Unterhaltungswert, wie ich finde, zumal ein Tendenzbetrieb rechtlich einen geringeren Schutz genießt als Diakonie und Kirche.“

Zum Verfassungszeitpunkt ist der komplette Bericht noch nicht veröffentlicht, sollte aber in den nächsten Stunden unter der der Adresse: http://www.ekmd.de/kirche/landessynode/tagungen/ zu finden sein.

Haushalt & Finanzen: TOP 09 & 10

OKR Große hat in der 2. Tagung der II. Landessynode der EKM (2. Tag) den Haushaltsplan 2016 eingebracht. In der anschließenden Diskussion wurde nicht auf einzelne Haushaltsposten eingegangen, allerdings entbrannte eine Diskussion darüber, wie zukünftig landeskirchliche Stellen bewertet werden sollen. In die Kritik war das Landesjugendpfarramt gekommen, dem mangelnde Wirksamkeit in den Kirchenkreisen unterstellt wurde. Es läßt sich absehen, dass bis 2019, wenn es erneut zu deutlichen Kürzungen kommen wird, immer wieder einzelne Arbeitsbereiche hinterfragt werden. Aus meiner Sicht ist das grundsätzlich wünschenswert.

Pachtvergabeverfahren: TOP 11

Wenig spektakulär wurde die Evaluierung des Pachtvergabeverfahrens eingebracht. Im Vorfeld der Synode war es dazu zu einer kleinen, aber anschaulichen Demonstration gekommen. Dazu auch im Artikel der Thüringer Allgemeine von heute.

Die letzte Synode hatte angeregt, die Kriterien, nach denen Kirchenland verpachtet wird, zu überarbeiten. Es ist naheliegend, dass mit dem Anspruch, die Schöpfung zu bewahren, Land nicht nur unter ökonomischenGesichtspunkten verpachtet werden kann. In den nächsten drei Monaten ist eine breite Stellungnahme, an denen sich neben den Kirchengemeinden, auch Pächter, und alle juristischen und natürlichen Personen beteiligen können, geplant. Dabei ist allerdings daran gedacht das Privatpersonen ihre Stellungnahme über die entsprechende Kirchengemeinde abgeben.

Eine entsprechende Vorlage finden Sie hier: http://www.ekmd.de/attachment/aa234c91bdabf36adbf227d333e5305b/591e48f7a2df4e4bbd88460920b3a844/ds_11-3_pacht.pdf

Die kompletten Unterlagen der 2. Tagung der II. Landessynode der EKM (2. Tag) sind auch online verfügbar.

2. Tagung II. Landessynode der EKM

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Landessynode EKM2. Tagung der II. Landessynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschlandvom 19. bis 21. November 2015 in Erfurt

 

Heute hat mit einem Abendmahlsgottesdienst die 2. Tagung der  II. Landessynode unserer Landeskirche begonnen. In diesem Gottesdienst hat Probst Kamm in seiner Predigt betont, dass es immerwieder neu nötig sei, umzukehren, umzudenken.

 

Traditionell wurde die eigentliche Sitzung mit dem Bericht der Bischöfin Junkermann eröffnet. Unter dem Wort, „Du stellst meine Füße in einen weiten Raum“ wurde an verschiedenen Aspekten beleuchtet, was diesen weiten Raum  ausmacht.

Landessynode: Bischöfin„Du stellst meine Füße auf weiten Raum.“ Was dieses Wort bedeutet, können wir in diesen Tagen in besonderer Weise nachvollziehen. Erleben wir doch angesichts der kaltblütigen Anschläge religiöser Fanatiker in Paris, wie islamistischer Terror nun auch für Menschen in Europa den Raum eng zu machen sucht. Ja, sie wollen die Menschen in die Enge treiben, sie beherrschen, bis nur noch ihre enge Weltsicht und nur ihr so verengtes Verständnis vom Islam im Raum ist. Und die Menschen sollen sie am eigenen Leib erfahren, diese Angst, indem sie sich z. B. nicht mehr auf die Straße trauen, indem ihre alltäglichen Wege immer von Angst begleitet sind. Der Terror soll Einzug im Alltag halten, nun auch in Europa. Insbesondere auch die Muslime, die ihren Glauben anders verstehen und leben als die Fundamentalisten des IS, sollen sich bedroht fühlen. Und wir Christen, alle Menschen in Europa sollen Angst vor jedem Muslim und jeder Muslima haben, dass wir Muslime in Bausch und Bogen ablehnen, weil wir den Islam nur noch unter diesem terroristischen Vorzeichen wahrnehmen. Verengung in jeder Hinsicht. Wer so kaltblütig und herzlos Schrecken und Angst verbreitet, will bewusst und strebt ganz gezielt an, dass die Menschen in die Enge getrieben sind. Genau vor diesem Terror fliehen die Menschen aus Syrien und dem Irak, auch aus Afghanistan und Pakistan zu uns. Wie furchtbar wäre es, wenn dieser Terror auch bei uns im freien Europa obsiegen würde, so dass wir den Raum der Freiheit und Rettung verschließen, dass wir aus Angst vor ihnen die Grenzen dicht machen für die Menschen in größter Not – aus Angst vor diesem Terror. Wenn wir dies täten, dann würden wir uns die Logik des Terrors aufzwingen lassen und dann hätten wir die notwendige Auseinandersetzung mit dem Terror bereits verloren.“

Im  den sehr umfangreichen weiteren Bericht plädierte die Bischöfin Junkermann u.a. nachdrücklich dafür, dass Kirchen in der Regel geöffnet sein sollten. Dazu wurde in der Aussprache dann auch die zu erwartende kritische Nachfrage, wie der Interessenskonflikt zwischen Versicherungsschutz (z.B. der Auflage, dass Kirchen nicht unbeaufsichtigt geöffnet sein dürfen) und dem löblichen Anspruch, Kirchen geöffnet zu haben, aufgelöst werden soll. Eine Lösung konnte in der Kürze nicht vorgestellt werden. Die Idee der Bischöfin, Kirchenwächter zu gewinnen, ist sicherlich in größeren Gemeinden vorstellbar, für die breite Masse der Kirchen dürfte dieses ehrenamtliche Engagement aber eher unrealistisch sein.

Der komplette Bericht und alle anderen Synodalunterlagen sind unter dem folgenden Link abrufbar: http://www.ekmd.de/kirche/landessynode/tagungen/

Requiem in Apolda

Requiem von W. A. Mozart

Am Volkstrauertag hat die Kirchengemeinde Apolda unter der Leitung ihres Kantors Mike Nych das Requiem von Mozart aufgeführt. Die Aufführung wurde mit einer Schweigeminute und stillem Gebet eröffnet. Die Musik und deren gekonnte Inszenierung wirkten an diesem Tag noch ergreifender, als es bei dem Requiem ohnehin der Fall ist.
Am Ende wurde nicht geklatscht. Das war ausdrücklich so gewünscht worden; doch still die Kirche zu verlassen, war nicht einfach. Denn obwohl die Aufführung ein Gottesdienst ist, eine Totenmesse, versinkt die Musik nicht in bodenloser Trauer, sondern führt den Hörer im Glauben aus der Finsternis ins Licht. Für dieses von Trauer & Fassungslosigkeit geprägte Wochenende war diese Aufführung der tröstliche Kontrapunkt. Für mich ein Sieg der Kultur über die Barbarei!

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Mitwirkende

Heike Hardt (Frankfurt/Oder) – Sopran
Cornelia Rosenthal (Leipzig) – Alt
Thomas Seidel (Dresden) – Tenor
Stefan Puppe (Weimar) – Bass

Kantorei Apolda
Universitäts- und Studentenchor der FSU Jena
Akademisches Orchester Erfurt e.V.

Leitung: Mike Nych

Hintergrund

Zu den bedeutenden Chorprojekten der Apoldaer Kantorei zählt in diesem Jahr die Einstudierung und Aufführung des Requiems von W. A. Mozart (KV 626). Am Volkstrauertag wird es um 17.00 Uhr in der Lutherkirche erklingen. Das Requiem, die Vertonung der Totenmesse, ist Mozarts Schwanengesang und zählt zu seinen beeindruckendsten Kompositionen. Viele Mythen und Legenden ranken sich darum.

Mozart selber konnte es vor seinem Tod nur etwa zu zwei Dritteln fertig stellen. Die Komposition wurde von seinem Schüler Xaver Süßmayr im Auftrag von Mozarts Witwe fertig gestellt.

Weiterführende Informationen zum Werk finden sie bei Wikipedia.

Martinstag

Martinstag

Am 11. 11. wird in Kapellendorf traditionell der Martinstag gefeiert. Jeweils 17:00 treffen sich Kinder & Erwachsene in der Kapellendorfer Kirche.

In der Kirche wird eine Andacht gefeiert, bei der Martin von Tours und sein Handeln in Nächstenliebe eine besondere Rolle spielen. Die legendäre Teilung des Mantels als ein Werk praktischer Nächstenliebe ist auch für Kinder verständlich: gib denen ab, die nichts haben. In der Andacht hat der Kapellendorfer Kinderchor ein Martinslied vorgetragen. Der Martinstag wird am Todestag des martin von Tours begangen. Martin Luther, der am 10. 11. 1483 geboren worden war, wurde am 11. 11. 1483, dem Martinstag getauft (& daher auch sein Vorname!)

Nach der Andacht gab es einen Lampionumzug durch das Dorf bis in die Wasserburg. Der Umzug wurde freundlicherweise durch die Freiwillige Feuerwehr Kapellendorf abgesichert.

In der Burg konnte man sich bei Kinderpunsch und Glühwein aufwärmen & Hörnchen miteinander teilen, wie das am Martinstag  üblich ist. In diesem Jahr hatten sich nur wenige Eltern am Backen beteiligt, so dass die Hörnchen beizeiten alle waren. Auch eine Erfahrung, dass man nicht immer nur Überfluß hat!

Hier einige Bilder vom Martinstag 2015:

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Hintergrund: Martin & Kapellendorf

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Friedensgebet an der Lutherkirche

Friedensgebet an der Lutherkirche

Am 9. 11. fand an der Lutherkirche ein Friedensgebet statt. Bei diesem Gedenken am 9. November predigte Sup. Hertel und mahnte die besondere, wechselhafte Geschichte dieses Tages an. Im offenen Friedensgebet konnten von den Anwesenden eigene Gebetsanliegen vorgetragen werden. das reichte von den Bitten um Aufrichtigkeit & Verstand bis zu ganz persönlichen, dass doch in einer zerstrittenen Familie wieder Friede sein möge. Der Apoldaer Posaunenchor gestaltete die Andacht musikalisch aus.

Etwas sekptisch war ich, ob 200 Bratwürste gegessen werden würden, aber sie haben nicht gereicht. Zur Andacht waren mit etwa 150 Besuchern mehr gekommen, als ich gedacht hatte.

Apolda bleibt bunt

Die Andacht fand im Rahmen des Aktionsbündnisses „Apolda bleibt bunt“ statt. Daran dürften insgesamt etwa 700 Personen teilgenommen haben.

Mehr dazu auch in der heutigen Ausgabe der TA unter dem Titel: 

Kerzen, Trillerpfeifen und Sprechchöre für Apolda

Dort wird u.a. auch berichtet, dass in der Stobraer Straße 700 Menschen zusammengekommen waren, um für ein vielfältiges Apolda zu demonstrieren.

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9.11.; 19:00 Friedensgebet an der Lutherkirche

Am geschichtsträchtigen 9. November laden wir gemeinsam mit der Kirchengemeinde Apolda 19:00 zum Friedensgebet an der Lutherkirche ein.

Wegen der vielen, wechselvollen Ereignisse, die an 9. Novembern geschahen, wird dieser Tag auch als Schicksalstag der Deutschen bezeichnet. Lesen Sie mehr dazu bei der Bundeszentrale für politische Bildung oder bei Wikipedia: 9. November (Deutschland)

Apolda bleibt bunt
Apolda bleibt bunt

„Braucht es gute Werke?“ – Dialogpredigt im Gottesdienst

„Braucht es gute Werke?“

Unter diesem Motto fand am Reformationstag eine Dialogpredigt im Gottesdienst in Herressen statt. Vikar Neubert und Pfr. Robscheit diskutierten darüber, ob Christen gute Werke vollbringen müssen.

Über diesen Gottesdienst berichtet auch die Thüringer Allgemeine ausführlich in ihrer heutigen Ausgabe. Der Artikel von Dirk Lorenz-Bauer ist auch als .pdf lesbar: Artikel TA

Der Reformationstagsgottesdienst fand am 31. 10., 17:00 in Herressen statt. Etwa 20 Gottesdienstbesucher waren gekommen, um an den Thesenanschlag 1517 und die damit beginnende Entwicklung in der Kirche zu denken, die letztlich zur Abspaltung der Protestanten von der katholischen Kirche führte. Anlaß war Luthers Kritik am Ablaßhandel. Zentrale Bibelstelle ist dabei ein vers aus dem Römerbrief: „So halten wir nun dafür, daß der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben“ (Röm. 3, 28).

In der Predigt wurde ausdiskutiert, ob nach dieser Erkenntnis „gute Werke“ nun überhaupt nötig seien, welche Rolle Mitmenschlichkeit spielt und was das alles mit unserem Verhalten (& dem unserer Politiker) angesichts der Flüchtlinge zu tun hat.

Hintergrund (Auszug aus der Pressemeldung der EKM)

Laut Überlieferung soll der Mönch und Theologieprofessor Martin Luther am Tag vor Allerheiligen im Jahr 1517 an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg 95 Thesen zu den Themen Ablass und Buße angeschlagen haben, um eine akademische Diskussion darüber herbeizuführen. Damit leitete er die Reformation ein. Im Kern bestritt er die herrschende Ansicht, der Ablass sei die Voraussetzung, den Menschen von der Sünde zu erlösen.

Die Reformation hatte weitreichende Folgen. So ist es gemäß dem „Priestertum aller Gläubigen“ für evangelische Gemeinden selbstverständlich, dass auch Laien nach einer Ausbildung Gottesdienste halten können sowie Mitglied der Kirchenleitung sind. Außerdem werden Frauen zu Pastorinnen ordiniert. Unmittelbar mit der reformatorischen Bewegung ist das evangelische Pfarrhaus entstanden und Pfarrer gründeten Familien. Luther hatte selbst durch seine Heirat mit Katharina von Bora das Ende des Zölibates für die evangelischen Geistlichen eingeleitet. Weltlichen Bezug erlangte Luthers Wirken, indem er dafür gesorgt hatte, dass Kommunen eigene Sozialhaushalte bekamen.