6. Tagung der II. Landessynode der EKM

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Vom 22. -25. November 2017 war die 6. Tagung der II. Landessynode der EKM  in Erfurt. Diese Synode hatte mehrere gewichtige Themen. Die Tagesordnung und alle Unterlagen sind auf der Webseite der EKM unter Landesynode zu finden.

6. Tagung der II. Landessynode der EKM

Die gesamte Tagung hier zusammenzufassen ist natürlich nicht möglich, deswegen nur einige Streiflichter.

Amtszeit der Landesbischöfin Ilse Junkermann

Obwohl gar nicht Thema der 6. Tagung der II. Landessynode, fand das in zwei Jahren anstehende Ende der Amtszeit der Landesbischöfin Ilse Junkermann breites Medienecho. Darauf hat die Landesbischöfin Junkermann mit einem Wort an die Gemeinden reagiert.
Die Amtszeit aller Leitungsämter der EKM ist auf 10 Jahre begrenzt; Wiederwahl ist möglich. Wenn der Ruhestand weniger als fünf Jahre nach dieser 10-Jahres-Frist eintritt, kann auf Antrag des Landeskirchenrates die Synode eine Verlängerung der Amtszeit beschließen. Diesen Antrag hat der Landeskirchenrat nicht gestellt. Damit beginnt das übliche Prozedere um eine neue Bischöfin bzw. einen neuen Bischof zu finden. Zunächst wird der Bischofswahlausschuß berufen.
Über die Hintergründe des Nichtstellens dieses Antrages könnte nur spekuliert werden. Da Ilse Junkermann die erste Bischöfin der EKM ist, gibt es auch keine „historischen“ Erfahrungen oder Normalitäten.

Kinder-, Jugend-und Familienarbeit in der EKM
Die Kinder-, Jugend-und Familienarbeit in der EKM nahm eine weiten Raum ein. Ausführlich wurden die Erfahrungen von drei Modellregionen, in denen in den letzten Jahren ein Schwerpunkt auf diese Arbeit gelegt worden war, vorgestellt. Daneben wurde auch ausführlich über die Schulseelsorge diskutiert.
Die Unterlagen sind unter TOP 6 zusammengefaßt
Überarbeitung der Verfassung der EKM
Die bisherigen Rückmeldungen zur Überarbeitung der Verfassung wurden vorgestellt. Es wurde darüber aber wenig inhaltlich diskutiert. Das wird seinen Raum in der Frühjahrssynode haben. Diesmal ging es um die Grundsatzentscheidung, ob der Verfassungstext in geschlechtergerechter Sprache verfaßt werden soll oder nicht. Dieses Thema wirkt oft wie ein rotes Tuch, bei Befürwortern ebenso wie bei Gegnern. Während die einen zu recht darauf hinweisen, dass Sprache Denken prägt und umgekehrt, sehen die anderen nur völlig unverständliche Texte vor ihrem geistigen Auge. Es war für die Meinungsbildung und Entscheidung der Synode sehr hilfreich, dass Frau Dr. Hallik von der Gesellschaft für Deutsche Sprache ein Einführungsreferat zur geschlechtergerechten Sprache in Gesetztestext hielt. Dadurch konnte die Diskussion sehr sachlich geführt werden. In geheimer Abstimmung votierte schließlich eine große Mehrheit für die Verwendung der geschlechtergerechten Sprache in der überarbeiteten Fassung der Verfassung der EKM.
Haushaltsplan 2019
Traditionell wird auf der Herbstsynode der Haushaltsplan beschlossen, ebenso die Höhe des von den Gemeindegliedern erbetenen Kirchgeldes und die Höhe der Kirchensteuer.
Das Kirchgeld ist eine Spende und daher freiwillig. Allerdings sind die Kirchengemeinden verpflichtet, ihre Gemeindeglieder um diese Spende zu bitten. Diese Bitte ist Voraussetzung für alle kirchlichen Fördermittel einer Kirchengemeinde.
Die Kirchensteuer wird von den Mitgliedern der Kirche auf Lohn- und Einkommenssteuer erhoben. Sie ist im folgenden Kalenderjahr steuerlich absetzbar. Die Kirchensteuer wird durch das Finanzamt einbehalten. Diese Dienstleistung wird den Finazämtern durch die Kirchen vergütet; es ist also kein Geschenk des Staates, wie gelegentlich kolportiert wird.
Die Höhe von Kirchgeld und Kirchensteuersatz sind seit Jahren unverändert.
Änderung der Perikopenordnung
Hinter diesem etwas ungebräuchlichen Begriff verbirgt sich die Auswahl der Bibeltexte, die an einem Sonntag gelesen werden, bzw. über die gepredigt werden soll. In der überarbeiteten Version (die derzeit gültige ist seit 1958 in Benutzung) ist der Anteil der alttestamentlichen Texte höher, außerdem gehören auch Psalmen und andere weisheitliche Texte zu den Predigttexten. Für die Gottesdienste werden nun zwei Wochenlieder zur Auswahl vorgeschlegen. Die neue Perikopenordnung tritt am ersten Advent 2018 in Kraft.

 

 

Wort der Landesbischöfin an die Gemeinden

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Wort der Landesbischöfin an die Gemeinden
vom 25. November 2017

Liebe Schwestern und Brüder in den Gemeinden!

Einige von Ihnen haben es möglicherweise bereits aus der Presse entnommen: Meine Amts­zeit als Landesbischöfin endet nach Ablauf der zehn Jahre, für die ich gewählt bin, Ende August 2019. Diese Nachricht hat in der Öffentlichkeit einige Unruhe hervorgerufen. Deshalb möchte ich Ihnen einige Erläuterungen dazu geben:

Die Verfassung unserer Landeskirche sieht die Möglichkeit vor, die Amtszeit zu verlängern, wenn das Ruhestandsalter nach der Ablauf der Amtszeit nicht weiter als fünf Jahre entfernt ist. Beschließen kann diese Amtszeitverlängerung die Landessynode, den Antrag hierfür muss der Landeskirchenrat stellen. Darüber hat der Landeskirchenrat im Oktober beraten. Er ist nach ausführlicher und sehr gründlicher Beratung zu dem Ergebnis gekommen, dass er einen solchen Antrag nicht stellt.

Er stellt damit nicht meinen bisherigen Dienst infrage, sondern verbindet diesen Beschluss ausdrücklich mit dem Dank für meinen Dienst, gerade in der Phase des Zusammenwachsens sehr unterschiedlicher geistlicher und struktureller Traditionen unserer noch jungen Kirche. Wort der Landesbischöfin an die Gemeinden

Ich war gerne zu einer Verlängerung meiner Amtszeit bereit. Ich tue meinen Dienst in unserer Kirche wirklich gerne. Insofern, das will ich nicht verschweigen, schmerzt mich diese Ent­scheidung. Zugleich respektiere ich sie.

Als erste Landesbischöfin der EKM stehe ich für den Wegabschnitt des Zusammenwachsens unserer beiden Vorgänger-Kirchen. So sehe ich diese Entscheidung auch unter dem Horizont, dass der Landeskirchenrat diese Phase als bald abgeschlossen sieht. Ich bin gewiss, der Landeskirchenrat hat seine Verantwortung mit Ernst und im geschwisterlichen Austausch wahrgenommen. Wir werden in den kommenden zwei Jahren gut zusammenarbeiten.

Liebe Geschwister, ich bitte Sie: Tragen Sie zu Nüchternheit und Respekt für diese Entschei­dung bei. Damit stärken Sie auch unser evangelisches Amtsverständnis. Die leitenden Dienste sind aus gutem Grund befristet.

Und ich bitte Sie: Tragen Sie mit dazu bei, dass wir im geschwisterlichen Dienst verbunden bleiben. Ich danke Ihnen für alle Verbundenheit im Gebet.

Das Wort Jesu aus Lukas 12,35 für die letzte Woche im Kirchenjahr mahnt uns an die Hoff­nung, die uns verbindet: „Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen.“

Mit herzlichen geschwisterlichen Grüßen und guten Wünschen für einen gesegneten Über­gang vom alten ins neue Kirchenjahr bin ich Ihre

Landesbischöfin

der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM)

EKM

Lesen sie auch den Bericht von der Tagung der Landessynode

Reformationstag 2017 Kapellendorf: Lutherbaum gepflanzt

Lutherbaum gepflanzt

Zum Reformationstag 2017 wurde in Kapellendorf ein Lutherbaum gepflanzt. Getreu dem (angeblichen) Luther-Zitat „Wenn ich wüßte, dass morgen die Welt unterginge, so würde ich doch heute ein Apfelbäumchen pflanzen!“, wurde am Nachmittag des 31. Oktober 2017 vor der Kapellendorfer Kirche ein Lutherbäumchen gepflanzt: ein Apfelbaum der Sorte Discovery. Bei der Auswahl der Sorte spielte neben dem Standort und der Bodenbeschaffenheit auch die Robustheit der Sorte und natürlich seine Früchte eine Rolle. Die Äpfel sind im Sommer reif und können frisch verzehrt werden. So wird hoffentlich manch ein Friedhofsbesucher in den nächsten Jahren diese süßen Früchte genießen können.

Während es zum letzten großen Reformationsjubiläum vor 100 Jahren eher üblich war, Eichen zu pflanzen, scheint heute der Apfelbaum die geeignetere Wahl zu sein: ein Zeichen der Hoffnung angesichts drückender Sorgen um die Zukunft unseres Planeten.

Der Baum war von J. Köhler aus Kleinromstedt gezogen und veredelt worden. E. Frankenhäuser und Th.-M. Robscheit haben den Boden vorbereitet und das Bäumchen schließlich im Rahmen einer Andacht gepflanzt. Bei dieser Andacht brannte auch eine Reformationskerze. Diese Kerze war am Vorabend in einem festlichen Zentralgottesdienst des Kirchenkreises an alle Gemeinden weitergegeben worden. In diesem Gottesdienst in Buttstädt stand für jede Kirche des Kirchenkreises eine solche Kerze auf einer riesigen Landkarte. In fast allen Kirchen des Kirchenkreises brannten dann diese Kerzen am Reformationstag 2017.

Mehr über die Tradition der Lutherbäume und deren Standorte erfährt man auf dieser Webseite. Hier in unserem Kirchspiel gibt es eine Luthereiche in Oberndorf.

Reformationstag 2017 Herressen

Reformationstag 2017 Herressen

Der für die Evangelischen Christen so besondere 31.10.2017 ist ja nun „auch Geschichte“. In Herressen wurde aus dem Gottesdienst ein Reformationsfest!

Wir von der Sprengelgemeinde Herressen können auf einen sehr schönen Tag zurückblicken. Uns ist es gelungen Christen und Nichtchristen aus dem Kirchenspiel Kapellendorf in und um die Kirche Herressen zu Gesprächen zusammenzubringen. Nach dem recht kurzweiligen Gottesdienst mit Pfarrer Vogel blieben „Jung und Alt“ noch auf dem Kirchplatz zusammen, die Kinder konnten basteln, bei einem kleinen Quiz war Kenntnis über Martin Luther gefragt. Unser kleiner Reformationsmarkt wurde von allen Besuchern sehr gut angenommen – die Mühen des Vorbereitungsteams haben sich also wirklich gelohnt.

Herzlichen Dank an alle, die uns tatkräftig, egal in welcher Form auch immer, unterstützt haben.

Uta Lobenstein

Hier auch ein Bericht zum Reformationsfest 2017 von Wolfgang Winter aus Oberndorf mit weiteren Bildern.

 

Reformationsfest 2017

Martinstag 2017

Inzwischen gehört der Martinstag zu den festen Traditionen in Kapellendorf. So war der Martinstag 2017 einerseits alt bewährt, und doch andererseits wieder etwas ganz Neues.

Martinstag 2017

Martinstag 2017

Der Kapellendorfer Kinderchor hat das Martinsspiel in der Kirche aufgeführt. Unter Leitung von J. Heurtel und E. Frankenhäuser haben die Kinder die Legende von der Mantelteilung gespielt. Das Stück war in versform verfaßt, so dass es auch den kleineren Kindern gut gelungen ist, ihren Text zu lernen. Dass nicht jedes Wort in der großen, sehr gut besuchten Kirchen zu verstehen war, ließ sich verschmerzen, zumal die Legende ja allgemein bekannt ist. Wer möchte kann sie hier im ökumenischen Heiligenlexikon nachlesen!
Erstmals war eine komplette Theaterkulisse im Altarraum aufgebaut. Frau Frankenhäuser hatte diese mit viel Engagement gestaltet.Martinstag 2017

Nach dem Martinsspiel, Fürbittgebet und dem Martinslied sind Kinder und Erwachsene mit Lampions und Fackeln durch das Dorf zur Wasserburg gelaufen.  Dankenswerterweise hat die Kapellendorfer Feuerwehr die Sicherung des Umzuges übernommen und die Straße gesperrt, so dass alle unbeschadet in der Dunkelheit zur Wasserburg kamen. Dort wurden Hörnchen geteilt, die von Eltern und Großeltern gebacken worden waren, es gab Kinderpunsch und Glühwein für die Erwachsenen.

Martinstag 2017

 

Reformationsfest und Halloween

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Reformationsfest und Halloween

Kaum ein Fest erregt die Gemüter so wie Halloween. Da sind auf der einen Seite die Kinder, die sich gruselig verkleiden wollen und um Süßigkeiten betteln. Und auf der anderen Seite die, die diesen Brauch ablehnen, entweder weil er aus Amerika kommt, weil er offensichtlich aus kommerziellem Interesse forciert wurde oder weil er für das ehrwürdige Reformationsfest Konkurrenz ist und dieses in den Hintergrund drängt. Selbst 2017!

Ich mag Halloween auch nicht. Allerdings, als Kinder sind wir auch bettelnd durch Eisenach gezogen. Nicht am 31. 10. sondern zu Luthers Geburtstag: Märzelmännchen hieß das. Dieser Brauch bezieht sich auf Luthers Schulzeit. Luther war damals mit anderen Schülern durch Eisenach gezogen, sie haben vor den Häusern gesungen und dafür etwas Geld oder Essen bekommen. Folgerichtig haben wir auch als Kinder gesungen, sonst gab es die begehrten Süßigkeiten nicht. Nicht viel anders als Halloween. Und gruselig war das auch – vielleicht unser Gesang, ganz sicher aber im Dunkeln bei irgendwelchen Fremden klingeln!

Liebe Leserinnen und Leser, wie halten Sie´s mit dem neuen Brauch? Wie positionieren Sie sich in diesem „Kulturkampf“? Gibt es Süßigkeiten, verkleiden sich Ihre Kinder oder Enkel? Oder ignorieren Sie die Klingel?

Für alle, die besorgt sind, dass unser wichtiger Reformationstag von Halloween verdrängt wird und so das Abendland wieder ein Stück weiter untergeht, eine wahre Begebenheit. Heute in der Grundschule: „Was feiert Ihr denn eigentlich zu Halloween?“, fragt die Lehrerin. Ein Erstklässler: „Na, dass Martin Luther die Thesen angenagelt hat!“

Ihr Th.-M. Robscheit

 

Erschienen am 4.11.2017 in der Apoldaer Ausgabe der Thüringer Allgemeinen

Stellenausschreibung für Sekretärin/Sekretär im Kirchenkreis Apolda-Buttstädt

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Stellenausschreibung Kirchenkreis Apolda-Buttstädt

Der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Apolda-Buttstädt besetzt befristet vom 1.1.2018 bis 30.6.2019 die Stelle einer Sekretärin/ eines Sekretärs.

 

Ausbildungsvoraussetzungen:

abgeschlossene Berufsausbildung als Kaufmann/frau für Bürokommunikation, Sekretär/in oder ein vergleichbarer Abschluss

Aufgabenprofil:
  • Termin- und Büroorganisation, Repräsentation nach innen und außen
  • Erledigung der Geschäftskorrespondenz
  • Arbeit mit Wiedervorlagen, Aktenführung
  • Protokollführung
  • Personalsachbearbeitung
  • Sachbearbeitende Tätigkeit im Auftrag
  • Verwaltungstechnische und organisatorische Tätigkeiten
  • aufgabenorientierter Einsatz von Informations- und Kommunikationstechniken
Erwartet werden:
  • offene, freundliche, serviceorientierte und belastbare Persönlichkeit mit sehr guten kommunikativen Fähigkeiten
  • eigenständige Bearbeitung von Sachverhalten, Leistungsbereitschaft, verantwortungsbewusste Handlungsweise
  • professioneller Umgang mit Microsoft-Office, Bereitschaft, sich in vergleichbare Systeme einzuarbeiten, Erfahrung mit moderner Bürotechnik und Internet
  • Organisationsgeschick
  • enge Bindung zur evangelischen Kirche

 

Die Stelle hat einen Umfang von 50 Prozent (20 Wochenstunden) des Beschäftigungsumfangs eines vergleichbaren vollbeschäftigten Mitarbeiters und ist befristet bis zum 30.06.2019.

Die Vergütung erfolgt nach der Kirchlichen Arbeitsvertragsordnung (EG 6).

Es wird auf die in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland geltende Besetzungs- und Ausschreibungs-VerwAO verwiesen, nachzulesen unter www.kirchenrecht-ekm.de.

Eine Einarbeitungszeit ab 01.01.2018 wird angeboten.

Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen, einschließlich eines pfarramtlichen Zeugnisses wird bis zum 30.11.2017 (Datum des Poststempels) erbeten an das Büro der Superintendentur des Kirchenkreises Apolda-Buttstädt, 99510 Apolda, Lessingstraße 32.

Rückfragen richten Sie bitte an:

Superintendentin Bärbel Hertel, Tel.:03644/ 651624 buero@suptur-apolda.de.

Oder an:

Th.-M. Robscheit(Stellv. Sup.), 03642522352
robscheit@kirche-apolda.de

Stellenbörse der EKM

Kirchenkreis Apolda-Buttstädt