Hätte der Hund nicht…

This entry is part 99 of 98 in the series geistliches Wort
Hätte der Hund nicht…

Sie kennen, liebe Leserinnen und Leser, diesen Spruch vom Hund und seiner Notdurft: Hätte der Hund nicht… hätte er den Hasen gehabt. Früher, als wir selber noch keinen Dackel hatten, konnte ich mir das nicht vorstellen: dass ein Hund auf der Jagd plötzlich innehält und sein Geschäft verrichtet. Nun weiß ich es besser. Bei unserer Frieda ist es tatsächlich so, dass sie nach wenigen Metern Rennen erstmal innehält. Hätte der Hund nicht… hätte er den Hasen gehabt.

Nein, hätte er trotzdem nicht! Aber er läßt sich natürlich trefflich darüber diskutieren, was alles wäre, wenn die Umstände anders gewesen wären. Sie kennen das aus den verschiedensten Lebensbereichen: Hätte ich andere Lehrer gehabt, dann… oder: wäre ich wegen meines Hauses nicht ortsgebunden, dann wäre ich…; wäre der Gottesdienst nicht 10:30, dann …

Was bringt das, dieses „Wenn“ & „Hätte“? Gar nichts! Im Gegenteil! Es lähmt uns. Wir verbeißen uns (wieder ein Hundebild!) in Belanglosigkeit und verlieren das Ziel aus den Augen. Nichts anderes meint Jesus: „Wer die Hand an den Pflug legt und schaut zurück, der ist nicht gemacht für das Reich Gottes.“ Blicke nach vorn und mach das Beste aus Deiner jetzigen Situation, ganz gleich, wie sie entstanden ist! Dir ist Lebenszeit geschenkt, Du bist verantwortlich dafür, laß Dich von Widrigkeiten und Rückschlägen nicht entmutigen! Das Reich Gottes ist vor dir! Dein Leben hat ein Ziel, verliere es nicht aus den Augen!

Und Frieda? Frieda ist entspannt, sie weiß wie der Hase läuft: „Den Hasen bekomme ich sowieso nicht; aber ich rieche ganz genau, ob er von links nach rechts oder umgekehr gehoppelt kam!“ Und fröhlich bellend zeigt sie mir die Richtung und folgt unbeirrbar ihrem Ziel.

Ein spannendes Wochenende wünscht Ihnen Ihr Pfr. Th.-M. Robscheit

Erschienen in leicht gekürzter Version als geistliches Wort am 22. 03. 2019  in der Apoldaer Ausgabe der Thüringer Allgemeinen.

Autofasten der Schludrian bei der PVG

This entry is part 4 of 4 in the series 2019 - Autofasten

Diesmal kam das „Fastenbrechen“ von ganz unerwarteter Seite; jedenfalls für mich als in Deutschland sozialisiertem Menschen!

Ich stand pünktlich am Bus, eine ältere Dame aus Kapellendorf kam dazu. Wir haben über die Pflege ihres Mannes geplaudert; zunächst aber über meinen Plan, möglichst viel mit dem öffentlichen Nahverkehr und wenig mit dem eigenen Auto zu fahren. Das brachte sie dazu, mir zu berichten, wie schwierig es manchmal ist, wenn man täglich den Bus benutzen muss und dann auch noch umsteigen. „Manchmal laufe ich dann ach einfach über´s Feld“, berichtete sie. „Aber ein bißchen komisch ist mir da schon!“,  kann ich mir denken. So plätscherte das Gespräch dahin, doch irgendwann kam es uns doch eigenartig vor, dass der Bus nicht pünktlich war. Wie kann man von Frankendorf bis Kapellendorf 10 Minuten Verspätung haben?
„Vielleicht parkt einer die Straße zu?“ Nur eine vage Hoffnung, während die Gewissheit immer mehr Gestalt annahm.
Schließlich der Anruf bei der PVG in Apolda. Die Bitte, kurz zu warten; dann: „Ja, der Bus ist heute ausgefallen.“
„Das finde ich aber nicht lustig!“
„Beschweren Sie sich gleich in Weimar, die sind zuständig.“
„Hm.“
„Wenn da einer seinen Dienstplan nicht lesen kann…“, hörte ich noch brummeln.

Dass der Bus ausgefallen ist,  war scheinbar erst durch unseren Anruf überhaupt aufgefallen. An die PVG & die Dachorganistaion VMT habe ich geschrieben & meinen Unmut darüber geäußert, dass der o.g. Bus  nicht gefahren ist.

Wenn man wirbt, muss man auch das Produkt liefern!

Die PVG  beteiligt sich als Mitglied des VMT an der Aktion Autofasten (https://www.vmt-thueringen.de/aktion-autofasten-2019/) & wollen Menschen zum Umsteigen auf den öffentlichen Personennahverkehr ermutigen und animieren. Zumindest während des Aktionszeitraumes sollte dann aber auch die nötige Professionalität gegeben sein & alles klappen. Von dieser Seite hatte ich jedenfalls eigentlich keine Problem erwartet.

Ich habe schließlich das Auto geholt und die Frau nach Apolda gefahren und dann meine Dinge erledigt.

 

PS: Bis jetzt habe ich pbrigens noch keine Antwort auf meine Mail bekommen, weder von der PVG noch von VMT

 

Autofasten – Ungleichzeitigkeiten

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Mit einigen Schwierigkeiten beim Verzicht auf´s Auto hatte ich ja schon gerechnet: Gottesdienste und Passionsandachten. Auch der ganz private Wocheneinkauf gehörte schon zu den Ereignissen, bei denen ich von vornherein gar nicht die Illusion hatte, ich würde das Auto stehen lassen.

Doch gestern mußte ich zur Verwaltungsgemeinschaft nach Mellingen. Das gab unerwartete Probleme.

07:19 der Schulbus wäre eine günstige Verbindung gewesen, aber vor der Verwaltungsgemeinschaft hätte ich dann knapp 1 1/2 Stunden bis zur Öffnung selbiger warten müssen.Sie können sich vorstellen, dass ich dazu keine Lust & auch nicht die nötige Zeit hatte.

Mit einer „passenden“ Verbindung  wäre meine Reise mit drei Mal Umsteigen über Jena gegangen und hätte (nur Hinfahrt!) etwas über zwei Stunden gedauert. In dieser Zeit wäre ich locker die zehn Kilometer gelaufen und es wäre auch noch Luft für ein Picknick gewesen. Diese Variante kam also auch nicht in Frage. Zumal jede Strecke mit zehn Euro alles andere als günstig ist.

Erfreulicherweise muss man in dieser Behörde selten lange warten, der Besuch mit dem Nahverkehr wäre trozdem eine gute Halbtagesreise geworden. Das hat dann meine Motivation ausgebremst & ich bin die insgesamt 20 km mit dem Auto gefahren; nach weniger als einer Stunde war alles erledigt.

Autofasten – der lange Schatten

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Autofasten – der lange Schatten

Heute mußte ich schon ziemlich mit meinem inneren Schweinehund kämpfen. Zwei Besuche in Hammerstedt und einer in Frankendorf standen außer der bequemen Büroarbeit auf dem Vormittagsprogramm. Damit ich 09:00 in Hammerstedt sein kann, bin ich kurz nach 08:00 los. Eigentlich hätte ich da noch getrost eine gute halbe Stunde am Schreibtisch arbeiten und Mails beantworten können. Mir kamen unglaublich viele gute Gründe in den Sinn, warum es heute bei dem vollen Terminkalender auf alle Fälle besser sei, mit dem Auto zu fahren. Aber irgendwie ist es mir dann doch gelungen, Schuhe anzuziehen, den kleinen Rucksack zu packen und loszulaufen.

Der anbrechende Tag belohnt mit leuchtenden Farben und zwitschernden Vögeln. In der aufgehenden Sonnen dann mein langer Schatten: sieben Wochen!

Letztendlich hat alles gar nicht so lange gedauert, wie ich gedacht hatte. Der Weg über die Felder ist erheblich kürzer als die Straße; knapp 8 km dauern wenn man zügig läuft auch keine Ewigkeit.

Konzert mit dem Kammerchor Collegium Canticum

Konzert mit dem Kammerchor Collegium Canticum
„Der Winter ist vergangen … – des ist mein Herz erfreut“,
Lieder und Gedichte über den Frühling und die Liebe.
7. April 2019; 16:00 Kirche Kapellendorf:
Konzert mit dem Kammerchor Collegium Canticum aus Weimar unter Leitung von Frau Annette Schicha.

Konzert mit dem Kammerchor Collegium Canticum

Collegium Canticum Weimar – Chormusik der feinen Art

Hervorgegangen aus einem Kreis sangesfreudiger Leute, die Chorleiterin Annette Schicha vor allem unter der Lehrerschaft Weimars fand, gründete sich 1986 der „Lehrerchor“.

Schnell wuchs er zu einem leistungsfähigem Ensemble heran, das mit einem breitgefächertem Repertoire zu den verschiedensten Anlässen in Weimar und Umgebung seinen festen Platz in der städtischen Kulturszene fand.

Der seit Anfang 1991 unter dem Namen Collegium Canticum Weimar singende gemischte Chor kann auf erfolgreiche Konzerte zurück blicken. In besonderer Erinnerung bleiben den Chormitgliedern die Konzertreisen in die europäischen Kulturstädte Krakow (2000), Stavanger (2008) und Barcelona (2016). Als Beitrag zur Luther-Dekade erarbeiteten wir ein Programm zum Themenjahr (2012) „Reformation und Musik“ als klingende Hommage an den Dichter und Reformator Martin Luther. Die nahe Verbindung von Lyrik und Chormusik stellen wir in unterhaltsamen Themenprogrammen, wie z. B. „Fabelhafte Tierwelt“ oder „All meine Herzgedanken“ unter Beweis. Geistliche Chormusik mit Motetten aus verschiedenen Jahrhunderten erklingt alljährlich am 1. Advent in unserem traditionellen Konzert in der Herz-Jesu-Kirche Weimar.

Gern möchten wir unsere singende Gemeinschaft um einige Männerstimmen erweitern und laden Tenöre und Bässe ganz herzlich zu den Proben ein, die mittwochs von 20 Uhr – 21.45 Uhr im Weimarer Goethegymnasium stattfinden.

Weitere Informationen zum Chor gibt es hier:

Collegium-Canticum-Weimar

Autofasten

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Autofasten

– geht das, wenn man auf dem  Dorf lebt? Und was ist das überhaupt: Autofasten? Nun, in Tagen, in denen Hinz & Kunz populistisch auf den Zug nach einem Autobahn-Tempolimit aufspringt, geht es mir nicht um irgendwelche Symbolpolitik, sondern darum die Emmission von klimaschädlichen Gasen zu vermeiden. Das geht am besten, wenn ich gar nicht Auto fahre (am zweitbesten wäre möglichst viel auf der Autobahn zu fahren; selbst bei 150 km/h, denn da verbrauche ich pro hundert Kilometer immernoch deutlich weniger als mit den Fahrten hier über die Dörfer). Es ist klar, dass ich nicht gänzlich ohne PKW auskommen werde. Die Sonntagsgottesdienste erreiche ich ohne Auto nicht, vor allem ist die Zeit zwischen den Gottesdiensten zu knapp, um mit dem Rad zu fahren. Zu Terminen nach 16:00 könnte ich in Apolda auch nur mit dem Rad. Schwierig ist es auch, einige der acht Dörfer zu erreichen. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nur Richtung Apolda. Manches kann ich vielleicht laufen, anderes mit dem Rad fahren; aber es wird auch Grenzen geben. Mein Ziel ist es, möglichst häufig auf das Auto zu verzichten. Ich bin gespannt, wie gut das gelingt und an welchen Stellen ich scheitern werde.

Autofasten
Mein neuer Begleiter: der Busfahrplan.

Heute, am Aschermittwoch bin ich zur Dienstberatung nach Apolda mit dem Schulbus gefahren. Dann durch die Stadt gelaufen und vorhin wieder zurück. Während ich sonst mit dem Auto etwa 20 min einplanen muss, hatte ich nun einen Hinweg von gut 45 Minuten (& da fuhr der Bus schon zu einer für mich perfekten Zeit!). Nachmittags will ich zu einem Geburtstagsbesuch nach Frankendorf, die vier Kilometer werde ich wohl zu Fuß gehen. Der Reisezeit-Aufwand wird ganz erheblich steigen!

Nachtrag:

in Frankendorf war ich nun auch. In der leider falschen Hoffnung, ein mitleidiger Autofahrer könnte mich ein Stück mitnehmen, war ich an der Straße entlang gelaufen.

Was für eine Herausforderung! Sanierung der Kirche in Kapellendorf

This entry is part 4 of 4 in the series 2018-Sanierung Kirche Kapellendorf
Was für eine Herausforderung! Sanierung der Kirche in Kapellendorf

Stehe ich jetzt im Schiff der Kapellendorfer Kirche, muss ich das vergangene Jahr immer noch einmal Revue passieren lassen: Was für eine Herausforderung! Sanierung der Kirche in Kapellendorf!

Nachdem alle Beschlüsse gefasst, Sanierungs- und Fördermittelanträge gestellt und Begehungen mit dem Kreiskirchen- und Denkmalamt erfolgt waren, haben wir am 10. März 2018 mit der Sanierung der Kirchendecke im Schiff der Kapellendorfer Kirche begonnen. Die Sanierung sollte weitestgehend im ehrenamtlichen Engagement erfolgen. Unermüdliche Unterstützung war hier also gefragt.

Was für eine Herausforderung! Sanierung der Kirche in Kapellendorf

Nachdem uns einige ihre Hilfe zugesichert haben und die Kirche komplett beräumt und mittels großen Rollgerüsten eingerüstet wurde, galt es zunächst, den Deckenputz sowie das darunter angebrachte Material abzutragen. Dies erwies sich als sehr kraftintensive, aufwendige und staubige Angelegenheit. Nachdem der Abbruch zur Erleichterung aller Beteiligten beseitigt wurde, nutzte man die sich gebotene Gelegenheit um den Blasebalg der ehemaligen Kapellendorfer Orgel in den Kirchenraum herunterzulassen. Dieser wurde dem Museum der Wasserburg Kapellendorf als Leihgabe übergeben. Anschließend haben wir die Kirchendecke mit einer Unterspannbahn und Ausgleichslattung versehen. Die angelieferten Dielenbretter konnten nun in altweiß angestrichen und zu Beginn des Sommers endlich angebracht werden. Jede freie Minute waren die Helfer tatkräftig am Werk. Nach neun Monaten unermüdlichen Einsatzes konnten Anfang Dezember die Arbeiten an der Kirchendecke abgeschlossen werden. Eine Woche vor heilig Abend wurden die Gerüste abgebaut und das Gebäude von einer Gebäudereinigerfirma einer kompletten Grundreinigung unterzogen. Nur wenige Tage vor Weihnachten haben wir die Bestuhlung wieder einräumen und für den festlichen Gottesdienst schmücken können.

Was für eine Herausforderung…‘ – schießt mir gedanklich in den Kopf – ‚…wir haben sie gemeistert‘. Und plötzlich fällt die ganze Anspannung des letzten Jahres von den Schultern.

Ich möchte gern diese Gelegenheit noch einmal nutzen und mich vor allem persönlich und als Gemeindekirchenrat im Namen der Kirchengemeinde Kapellendorf bei allen fleißigen Helfern und Ehrenamtlichen ganz herzlich für ihre Unterstützung, ihr Engagement und ihr fachliches Know-how bedanken. Ich weiß nicht mehr wie viel Zeit, Energie, Ideen und Kraft sie alle in diesem vergangenen Jahr eingebracht haben. Ein herzliches DANKESCHÖN dafür!

DANKE auch an alle, die uns mittels Spenden bei unserem Vorhaben unterstützt haben sowie DANKE an alle Aufbauer, Abbauer, Aufräumer und auch diejenigen, die uns mit Kaffee und kleinen Stärkungen motiviert haben.

Und DANKE auch an unser aller Schutzengel, der, bis auf ein paar Kratzer und Prellungen, seine schützende Hand stets über uns gehalten hat.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit.

Ihre Erika Frankenhäuser

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