Alle Beiträge von th.-m. robscheit

Eitel

Eitel

Liebe Leserinnen und Leser, sind Sie eitel? Oder sollte ich besser fragen: wie eitel sind Sie? Ich gebe unumwunden zu, dass ich durchaus ein bißchen eitel bin und es mich sehr freut, wenn mir etwas gut gelingt und ich dafür gelobt werde. Eine Predigt zum Beispiel oder ein gelungenes Essen. Dann gibt es aber auch Bereiche, da bin ich (fast) völlig uneitel.: Ob ich Markenkleidung trage oder welches Auto ich fahre. Auch wenn ich entgegen der protokollarischen Gepflogenheiten nicht begrüßt werde, verstimmt mich das kaum.

Bei anderen Menschen ist das manchmal ganz anders und sicherlich ist das einer der Gründe, warum ich ungern öffentlich begrüße: Wen begrüßt man in welcher Reihenfolge? & vor allem: Wird auch keiner vergessen? Oder: wie weit in der Hierarchie geht man nach „unten“? Ist es richtig, einen Repräsentanten namentlich zu begrüßen und die vielen, die die eigentliche Arbeit gemacht haben nicht?

Wie froh bin ich da, dass Gott so uneitel ist! Am Beginn eines Gottesdienstes wird kein Landrat und kein Wissenschaftler extra begrüßt. Der Friedensgruß gilt allen! Gott spricht: „Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen; Du bist mein!“ Die menschliche Würde ist nicht an ein Amt oder besondere Geburtsumstände gebunden! Jeder hat vor Gott seinen Namen & seine Ehre – und mehr bedarf es nicht!

Alles andere ist nur menschliche Eitelkeit.

Aber sie ist menschlich und deswegen auch ein bißchen liebenswert. Also freuen Sie sich über Anerkennung & geizen Sie anderen gegenüber damit nicht!

Ihr Th.-M. Robscheit

 

Erschienen als geistliches Wort „Eitel“ am 12.01.2019  in der Apoldaer Ausgabe der Thüringer Allgemeinen.

Jetzt reicht´s!

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Jetzt reicht´s!

Jetzt reicht´s!“, diesen Ausspruch, liebe Leserinnen und Leser, kennen sie sicherlich alle. wahrscheinlich kommt er auch gelegentlich über Ihre Lippen. Heute, zwei Tage vor heilig Abend, vielleicht? Eigentlich kommt erst noch der vierte Advent, Besinnlichkeit; aber dafür fehlt einfach der Nerv. Es reicht!

Die selben Äußerungen hören wir auch immer wieder von aufgeregten Bürgern; kürzlich z.B. von den Apoldaer Gelbwesten. Und natürlich soll die Parallele zur Wende 89 hergestellt werden. Doch das ist nur leere Hülse. Denn abgesehen davon, dass die Wende im Gebet für Frieden, weltweite Gerechtigkeit und Umweltschutz begonnen hatte, ist der gravierende Unterschied, dass wir damals nicht gegen alles mögliche waren, was uns nicht gepaßt hat (& das war eine Menge!), sondern für eine offene, freie und demokratische Gesellschaft. Und selbst als die eigentliche „Wende“ vollzogen war, haben Menschen nicht gegen die DDR-Mark aufbegehrt, sondern für eine einheitliche Währung, die D-Mark. Nur gegen etwas zu sein, bringt die Gesellschaft nicht voran, im Gegenteil! Dort wo Menschen Visionen, Träume und Ziele haben und dafür eintreten, verändern sie die Welt. Es hilft einen von Hartz IV betroffenen Kind oder einem vereinsamten alten Menschen nicht, über ungerechte Verteilung zu lamentieren; sich bei der Tafel zu engagieren, Pakete zu packen oder Besuche zu machen, dagegen schon.

Aber darum geht es ja in diesem geistlichen Wort gar nicht! Sondern darum, dass Ihnen der Streß vor Weihnachten reicht und sie zu keiner Besinnlichkeit finden. Darüber, liebe Leserinnen und Leser, können Sie zu recht heftig klagen. Sie könnten aber auch etwas für Ihre Seele tun: heute 17:00 in die Lutherkirche gehen, der Advents- & Weihnachtsmusik lauschen, vielleicht ein bißchen mitsingen & Ihrer gehetzten Seele eine Stunde Adventsbesinnung gönnen.

Einen besinnlichen vierten Advent wünscht Ihnen Ihr Pfr. Th.-M. Robscheit

Erschienen als geistliches Wort „Durch die Zeit treiben“ am 22. 12.  2018  in der Apoldaer Ausgabe der Thüringer Allgemeinen.

8. Tagung der II Landessynode der EKM: Wahl des Regionalbischofs des Propstsprengels Gera-Weimar

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Obwohl der Bericht der Landesbischöfin eigentlich an erster Stelle kommen sollte, so sind bei dieser Synodaltagung zwei andere Themen im Vordergrund. Das ist zum einen der Personalbericht (dazu unten mehr) & vor allem des Wahl des Regionalbischofs für den Propstei Gera-Weimar.  Alle Synodenunterlagen finden Sie auch auf den Seiten der EKM.

Wahl des Regionalbischofs des Propstsprengels Gera-Weimar

Zur Wahl haben sich Superintendent Kristóf Bálint aus Bad Frankenhausen und Pfarrerin Dr. Friederike Spengler aus Bad Berka gestellt. Am Donnerstag konnten sich beide Kandidaten vorstellen. Es fand eine Aussprache in geschlossener Sitzung statt. Dann hatten die Synodalen die Möglichkeit ihre Entscheidung eine Nacht zu überschlafen. Am Freitag fand dann die Wahl in geheimer Abstimmung statt.
Im ersten Wahlgang hat Dr, Friederike Spengler mit 56 Stimmen bereits die nötige 2/3 Mehrheit (55 Stimmen) erreicht, so dass es zu keinem weiteren Wahlgang kam. Nach der Wahl äußere sich sie sich live:

Weitere Hintergrundinformationen finden Sie auch in der Pressemeldung der EKM.

Wahl zum Stellvertreter der Landesbischöfin

Probst Stawenow wurde mit sehr großer Mehrheit zum ständigen Vertreter der Landesbischöfin gewählt. Dies ist nötig, weil Propst Kamm am 1. Advent in den Ruhestand verabschiedet wird.

Bericht der Landesbischöfin

Traditionell bringt die Bischöfin ihren Bericht als ersten ein.  Bischöfin Junkermann bezieht sich auf die Emmausgeschichte: „Sie gingen und sie redeten miteinander.“ Es ist nötig und zielführend, sich auf den Weg zu machen bzw. zu bleiben und dabei miteinander im Gespräch zu sein. Sie bezieht dies auf verschiedenste Bereiche des kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens. (Dass während des Gehens und Redens in der Emmausgeschichte Christus nicht erkannt wurde, spielte aber keine Rolle.) Schwerpunkt ist der Erfahrungsbericht zur neuen Visitationsordnung. Möglicherweise wird sich eine Form der „Kurzvisitation“ durchsetzen können. Dieses Modell des Kirchenkreises Naumburg sieht eine Visitation von Freitag Abend bis Sonntag Mittag vor. Die EKM betrachtet dies zwar als unschädlich, aber nicht als richtige Visitation. Es wird aber darüber nachgedacht, ob dies zukünftig dennoch ein möglicher Weg sein könnte. Für die Mitglieder der Visitationsgruppe wäre das eine erhebliche Arbeitseinsparung!Wahl des Regionalbischofs für den Propstei Gera-Weimar

Personalbericht

Zu den zentralen Themen auf der Tagung gehört der sehr umfangreiche Personalbericht. In zwölf Unterberichten wurden alle Felder der Personalsituation in der EKM beleuchtet und anschließend durch die Synodalen diskutiert. Dabei wurde u.a. auch die Frage nach  der Residenzpflicht der Pfarrer diskutiert und die damit verbundenen Schwierigkeiten: „Welche Größe sollte eine Dienstwohnung haben?“ Die Familien der Pastorinnen und Pfarrer können sehr unterschiedlich groß sein. Außerdem wurde eine Studie zu Gesundheit der Pfarrerinnen und Pfarrer vorgestellt. Es wurde deutlich, dass die in den letzten Jahren ständig gestiegenen Anforderungen durchaus negative Auswirkungen auf den Gesundheitszustand und die Belastbarkeit der Stelleninhaber haben. Die Ergebnisse werden aufbereitet und können dann nachgelesen werden. Wahl des Regionalbischofs für den Propstei Gera-WeimarEin weiteres Thema war das kürzlich gefallene Urteil nach dem nicht mehr grundsätzlich die Kirchenmitgliedschaft bei Einstellungen vorrausgesetzt werden darf. „Wie können Einrichtungen damit dennoch ihr christliches Gepräge behalten?“

Wahl des Regionalbischofs für den Propstei Gera-Weimar

 

11. November

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Liebe Leserinnen und Leser,

die deutschen Schicksalstage werden die Tage vom 09. bis 11. November genannt. Sicherlich werden Sie gestern zahlreiche Beiträge in den Medien dazu gelesen, gehört oder gesehen haben. Welche dramatischen Ereignisse alles mit einem 9. November verbunden waren! Und wie ist das bei den beiden folgenden Tagen? Haben die für Sie eine Bedeutung? 11.11.; 11:11: Beginn der Faschingszeit? Oder der Martinstag? Oder das Ende der Kampfhandlunge vor 100 Jahren?

Vielleicht geht es Ihnen auch so ähnlich wie mir, dass ganz unterschiedliche Gedanken bei diesem Datum geweckt werden. Manchmal lese ich in einer Kirche die Namen der gefallenen Söhne, Brüder und Männer auf einer Gedenktafel. Wie jung & wie sinnlos! Wie war es möglich, dass sich so viele Menschen in ganz Europa haben manipulieren lassen und sind größtenteils mit Begeisterung in ihr schreckliches Ende aufgebrochen? Wie konnte es geschehen, dass das christliche Abendland seine eigenen ethischen und moralischen Werte so mit Füßen getreten hat? Dass andere zu Feinden und nicht zum möglicherweise hilfebedürftigen Nächsten wurden? Ich kann das nicht verstehen und ertappe mich bei dem Gedanken, dass ähnliches heute bestimmt nicht mehr denkbar ist. Wirklich nicht? Wabern nicht ganz ähnliche nationalistische Botschaften durch unsere Umwelt?

Dann bin ich froh, dass am 11.11. ganz wichtige abendländische Werte hochgehalten und gefeiert werden: Nächstenliebe und Barmherzigkeit. All das, was wir mit Martin von Tours verbinden, der aus der Vergangenheit gelernt und zum Pazifisten geworden ist. Martin der mit dem geteilt hat, der Hilfe brauchte. Es macht mich hoffnungsvoll und froh, dass jedes Jahr mehr Eltern und Großeltern mit ihren Kindern zu den Martinsumzügen gehen, teilen üben und so abendländische Werte weitergeben.

Ihr Pfr. Th.-M. Robscheit

 

Erschienen als geistliches Wort „Durch die Zeit treiben“ am 10.11.  2018  in der Apoldaer Ausgabe der Thüringer Allgemeinen.

11. 11. 2018: Martinstag in Kapellendorf

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11. 11. 2018: Martinstag

11. 11. 2018: Martinstag in Kapellendorf

Die Feier beginnt 17:00 an der Kirche. Von dort geht der Lampionumzug durch das Dorf in die Wasserburg. Dort wird ein Martinsspiel aufgeführt und der Kapellendorfer Kinderchor singt.
Anschließend sollen Hörnchen geteilt werden, es gibt Kinderpunsch & Glühwein zum Aufwärmen.

Hier ist die Unterstützung der Eltern nötig:

  • damit es Hörnchen zum Teilen gibt, müssen diese gebacken und mitgebracht werden.
  • Auch Kinderpunsch (alkoholfrei!), der in Thermoskannen mitgebracht wird, wird benötigt.
  • Für den Stand in der Burg werden noch Helfer gesucht (bitte bei Pfr. Robscheit melden!).

Am Stand in der Burg können – bitte vor dem Umzug – die Thermoskannen und die Hörnchen abgegeben werden.

Der Kinderchor gestaltet das Martinsspiel

Wahl des Superintendenten des Kirchenkreises Apolda-Buttstädt

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Wahl des Superintendenten des Kirchenkreises Apolda-Buttstädt

Zur Wahl des Superintendenten des Kirchenkreises Apolda-Buttstädt tagte am 2.11.  in Buttstädt die Sonderkreissynode unseres Kirchenkreises. Zur Wahl standen Pastorin Weber und Pfarrer Dr. Heidbrink. Die Kreissynode wählte den derzeitigen Pfarrer aus Finsterbergen, Dr. Gregor Heidbrink mit großer Mehrheit zum neuen Superintendenten ihres Kirchenkreises.

Wahl des Superintendenten des Kirchenkreises Apolda-ButtstädtDer 39 jährige setzte sich im zweiten Wahlgang durch. Dr. Gregor Heidbrink studierte in Halle an der Salle und in Greifswald Theologie und absolvierte sein Vikariat im Kirchenkreis Halle und wechselte dann nach Finsterbergen. Der Präses der Kereissynode, Hans-Jürgen Bauer, gratulierte Pfarerr Dr. Heidbrink und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit. Dr. Heidbrink sagte nach seiner Wahl „Ich bin sehr froh über das Vertrauen und freue mich schon jetzt darauf, die Menschen im Weimarer Land kennen zu lernen und mit ihnen zu leben.“

Dr. Heidbrink ist verheiratet und hat vier Kinder.

 

Durch die Zeit treiben

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durch die Zeit treiben

Oft, liebe Leserinnen und Leser, oft haben wir gar kein richtiges Zeitgefühl. Zwar können wir abschätzen, ob es etwa zehn ist, oder nachmittags um fünf. Doch fällt es uns schwer, das Verrinnen der Zeit dazwischen zu fassen. Manchmal rennt sie nur so dahin, manchmal schleicht sie quälend langsam. Und wie oft fragen wir uns nach einer Woche, einem Monat oder Jahr, wo denn die ganze Zeit geblieben ist. Sie rinnt durch die Finger, nichts bleibt.

Und manchmal erleben wir die beglückenden Momente, in denen Zeit gar keine Rolle spielt. Wir sitzen am Strand, blicken auf Wellen. Unaufhörlich rollen sie heran, bäumen sich leicht auf, vergehen. Steine poltern leise grollend in den Wogen hin und her, der Wind weht. Zeit steht still. Und doch sehen wir Bewegung: Felsen am Ufer sind von Wind und Wetter zu skurrilen Denkmalen geschliffen. Welcher unvorstellbar langen Zeiträume hat es bedurft, Sediment am Meeresboden abzulagern, zu verfestigen, dann anzuheben und schließlich wieder zu zerbröseln! Der Zahn der Zeit hat sichtbar genagt, doch wir sind frei. Unsere Seele treibt leicht durch die Zeiten, Millionen Jahre mit jeder kleinen Welle. So unendlich viel.

Ganz objektiv, liebe Leserinnen und Leser, vergeht auch in solchen Momenten unsere Lebenszeit, aber wir verlieren nichts! In solchen Momenten spüren wir etwas von der Ewigkeit, die Gott uns Menschen in Herz gelegt hat und wir bewahren sie vielleicht bis zum Ende unserer Tage.

Ihr Pfarrer Th.-M. Robscheit

 

Erschienen als geistliches Wort „Durch die Zeit treiben“ am 22. 09.  2018  in der Apoldaer Ausgabe der Thüringer Allgemeinen.

Tag des offenen Denkmales 2018

Tag des offenen Denkmales 2018

Großen Zulauf hatte die Kapellendorfer Kirche zum Tag des offenen Denkmals 2018. In der Zweit von 14:00 – 16:00 Uhr konnte man sich bei Kaffee und Kuchen stärken und an einer der zahlreichen Führungen zur Kirchen-Bau-Geschichte und den derzeitigen Sanierungsarbeiten besuchen. tag des offenen Denkmales 2018Der Förderverein Kapellendorf hat dieses „open air Kaffeetrinken“ organisiert. Im Laufe des Nachmittages dürften deutlich über 100 Besucher da gewesen sein. Insgesamt gab es sechs Kirchenführungen durch Pfr. Robscheit.

tag des offenen Denkmales 2018tag des offenen Denkmales 2018Der Höhepunkt des Nachmittages war der Auftritt des Kapellendorfer Kinderchores. Weit mehr als 50 Besucher hatten sich vor dem Westeingang der Kirche eingefunden. Die Stufen diensten den Kindern als Bühne für Lieder und die Aufführung der Vogelhochzeit. Der ehrenamtlich von E. Frankenhäuser und J. Heurtel geleitete Chor probt wöchentlich dienstags im Pfarrhaus Kapellendorf.

Abgehängt

This entry is part 1 of 95 in the series geistliches Wort
Abgehängt

Liebe Leserinnen und Leser,
„abgehängt“ ist in dieser Woche das Un-Wort in Apolda & das alles wegen eines schlecht recherchierten Beitrages eines dritten Programmes. Ich habe mir die Mühe gemacht und den Beitrag in der Mediathek angesehen. Interessant ist das Ende: da wird nämlich gefordert, dass die Bundespolitik agieren müsse (also die da oben – bloß sich nicht selber anstrengen), „damit sich… niemand abgehängt fühlt.“

Aber, fühlen Sie sich, liebe Leserinnen und Leser, überhaupt abgehängt? Wann kann einem das eigentlich passieren, dass man „abgehängt“ wird? Ich habe irgendwelches Rennen und Hetzen vor Augen. Ausdauerlauf im Stadion, bei denen irgendwann der Punkt erreicht ist, dass jemand nicht mehr mitkommt. Manch einer denkt vielleicht auch an das Hamsterrad in das Arbeit und Alltag ihn zwängen. Immer schneller und immer mehr, bis es nicht mehr geht.

Immer schneller, immer mehr, immer schöner, immer weiter, immer billiger. Wo noch so gedacht wird, wird Raubbau betrieben an Menschen und Ressourcen, werden Lebensqualität und Zukunft zerstört. Im privaten Umfeld, wie in der Wirtschaft erleben wir fast täglich, dass dies ein Irrweg ist. Es gibt kein grenzenloses Wachstum. Vielmehr ist das alles ein Rennen im Stadion: Runde um Runde kommt man an der selben Stelle vorbei. Ist es da nicht viel klüger, (sich) abzuhängen? „Es gibt nichts Neues unter der Sonne, alles ist eitel und Haschen nach Wind“, lesen wir schon im Alten Testament (Prediger 1) und die Erkenntnis, „dass es nichts Besseres gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben. Denn ein jeder Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes. “ (Prediger 3, 12+13).

So wünsche ich Ihnen ein Wochenende, bei dem Sie zur Ruhe kommen, Kraft schöpfen und fröhlich sind bei aller -auch vergeblicher- Mühe, die die Woche Ihnen gebracht hat. Und ob Ihr Wohnort abgehängt im Hetzen der Zeit oder eine lebendige und liebenswerte Heimat ist, liegt ganz in Ihrem Fühlen & Handeln.

Ihr Th.-M. Robscheit

 

Erschienen zu 04.08.  2018  in der Apoldaer Ausgabe der Thüringer Allgemeinen

Kandidaten für Wahl des Regionalbischofs Gera-Weimar

Wahl des Regionalbischofs Gera-Weimar

Seit Samstag, 23. 06.2018 stehen die Kandidaten für die Wahl des Regionalbischofs Gera-Weimar fest. In einem langen Verfahren hat der  Bischofswahlausschuss nominiert: Superintendent Kristóf Bálint aus Bad Frankenhausen und Pfarrerin Dr. Friederike Spengler aus Bad Berka. Auf der Herbsttagung der Landessynode der EKM wird das Amt des Regionalbischofs für den Propstsprengel Gera-Weimar neu besetzt werden. Der jetztige Propst D. Kamm wird am 30. 11. 2019 in den Ruhestand gehen.

Der Kandidat und die Kandidatin stellen sich im Vorfeld der Landessynode in einem Gottesdienst in Gera vor: Superintendent Bálint am 2. September um 10 Uhr in der Kirche St. Salvator und Pfarrerin Spengler am 23. September um 10 Uhr in der Kirche St. Johannis.

Hintergründe zum Wahlverfahren, dem Aufgabenbereich eines Propstes und der Biografie der beiden Kandiaten finden Sie in der Pressemeldung der EKM.