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Ostern: Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!

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Ostern: Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!

Liebe Gemeinde,

Wenn ich mir dieses Jahr zur Fastenzeit vorgenommen hätte häufiger zu spazieren, wäre ich damit sehr erfolgreich gewesen. So oft wie in den letzten Wochen war ich noch nie spazieren. Ich versuche dadurch mich von meinen fehlenden sozialen Kontakten abzulenken.

Die Fastenzeit war dieses Jahr wirklich eine Zeit des Verzichtes. Wenn an diesem Sonntag die Fastenzeit zu Ende geht, dann sollte doch das Leben von neuem erblühen. Vorbei der Verzicht.

Es wird aber nicht so schnell vorbei sein. Die Fastenzeit, sie dauert an.

Ostern möchte uns dabei helfen. Auch wenn die Zeit des sozialen Verzichtes fortdauert, gilt die Botschaft bereits jetzt. Zu Ostern feiern wir, dass der Herr auferstanden ist. Dass die Krise überwunden werden wird. Wie der Herr auferstanden ist, gilt dies auch für uns. Doch Ostern stärkt die Gewissheit: Wir werden diese Krise überstehen. Ostern sagt, dass das Leben stärker als der Tod ist. Momentan erahnen wir es nur. Doch es wird ein Leben danach geben. Und das feiern wir zu Ostern, wie an keinem anderen Tag im Jahr.

Bis dahin können wir spazieren gehen.

Vor der Kirche in ihrem Ort hängen einige Texte an einer Leine. Diese Texte höre wir sonst auch zu Ostern im Gottesdienst. Es sind Texte voll Hoffnung. Es sind Texte über das Unglaubliche, das zu Ostern geschehen ist.

Nehmen Sie sich einen Text mit auf ihren Osterspaziergang.

Vielleicht hilft er Ihnen heute. Vielleicht müssen sie bei diesem Text an einen anderen Menschen denken. Rufen Sie ihn doch heute einmal an und erzählen von diesem Tag. Und vielleicht auch von der Hoffnung, von der uns Ostern erzählt.

Ihr Pfarrer Aaron Rogge

 

Ostern: Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!

www.coronagebet.de

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Aus der EKM:

Das Corona-Virus verhindert in diesen Tagen weitgehend, dass Menschen zu einem gemeinsam Gebet zusammen kommen. Dabei tut es gerade jetzt gut, zu wissen, dass auch andere für einen glimpflichen Ausgang der Pandemie eintreten.

evangelisch.de ruft ab sofort eine Online-Gebetsgruppe ins Leben. Unter dem Motto „Du bist nicht allein!“ wird auf www.coronagebet.de rund um die Uhr mindestens eine Person beten: Für die Kranken, für die, die besonders viel Arbeit haben, für die, die von wirtschaftlicher Not bedroht sind, für die Hilflosen, für die Helfenden, für die Sterbenden, für die, die gesund werden. Füreinander und miteinander zu beten, ist elementarer Ausdruck christlichen Lebens. So werden Sorgen und Ängste, aber auch Glück und Dank vor Gott gebracht.

In einem Stundenplan können sich engagierte Beterinnen und Beter eintragen, die sich bereit erklären, mindestens eine halbe Stunde lang zu beten. Diese loggen sich dann zu der entsprechenden Zeit auf der Seite ein. So wird immer mindestens eine Person sichtbar sein, die gerade betet. Die in diesem virtuellen Raum Betenden haben die Möglichkeit, im Sinne eines Live-Blogs, Inhalte ihres Gebets zu veröffentlichen.

So können Mitbetende jederzeit auf der Seite vorbeischauen und wissen sich in dem, was sie vor Gott bringen wollen, nicht allein. Ein Zähler zeigt an, wie viele Menschen sich aktuell im virtuellen Gebetsraum befinden. Wer möchte, kann einfach still mitbeten oder sich in einer zusätzlich eingerichteten Facebook-Gruppe mit anderen austauschen. Im Gebetsraum selbst bleibt es – bis auf die Worte der Beterinnen und Beter – still.

Wer sich daran beteiligen möchte, vielleicht auch zu ungewohnten Zeiten, kann sich per E-Mail an coronagebet@evangelisch.de wenden. Ab sofort soll der Gebetsraum online rund um die Uhr besetzt sein.

Andacht vom 18. März 2020

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Andacht vom 18. März 2020

Fürbittenwünsche können Sie uns mailen:

fuerbitten@kirche-apolda.de

 

Autofasten der Schludrian bei der PVG

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Diesmal kam das „Fastenbrechen“ von ganz unerwarteter Seite; jedenfalls für mich als in Deutschland sozialisiertem Menschen!

Ich stand pünktlich am Bus, eine ältere Dame aus Kapellendorf kam dazu. Wir haben über die Pflege ihres Mannes geplaudert; zunächst aber über meinen Plan, möglichst viel mit dem öffentlichen Nahverkehr und wenig mit dem eigenen Auto zu fahren. Das brachte sie dazu, mir zu berichten, wie schwierig es manchmal ist, wenn man täglich den Bus benutzen muss und dann auch noch umsteigen. „Manchmal laufe ich dann ach einfach über´s Feld“, berichtete sie. „Aber ein bißchen komisch ist mir da schon!“,  kann ich mir denken. So plätscherte das Gespräch dahin, doch irgendwann kam es uns doch eigenartig vor, dass der Bus nicht pünktlich war. Wie kann man von Frankendorf bis Kapellendorf 10 Minuten Verspätung haben?
„Vielleicht parkt einer die Straße zu?“ Nur eine vage Hoffnung, während die Gewissheit immer mehr Gestalt annahm.
Schließlich der Anruf bei der PVG in Apolda. Die Bitte, kurz zu warten; dann: „Ja, der Bus ist heute ausgefallen.“
„Das finde ich aber nicht lustig!“
„Beschweren Sie sich gleich in Weimar, die sind zuständig.“
„Hm.“
„Wenn da einer seinen Dienstplan nicht lesen kann…“, hörte ich noch brummeln.

Dass der Bus ausgefallen ist,  war scheinbar erst durch unseren Anruf überhaupt aufgefallen. An die PVG & die Dachorganistaion VMT habe ich geschrieben & meinen Unmut darüber geäußert, dass der o.g. Bus  nicht gefahren ist.

Wenn man wirbt, muss man auch das Produkt liefern!

Die PVG  beteiligt sich als Mitglied des VMT an der Aktion Autofasten (https://www.vmt-thueringen.de/aktion-autofasten-2019/) & wollen Menschen zum Umsteigen auf den öffentlichen Personennahverkehr ermutigen und animieren. Zumindest während des Aktionszeitraumes sollte dann aber auch die nötige Professionalität gegeben sein & alles klappen. Von dieser Seite hatte ich jedenfalls eigentlich keine Probleme erwartet.

Ich habe schließlich das Auto geholt und die Frau nach Apolda gefahren und dann meine Dinge erledigt.

 

PS: Bis jetzt habe ich übrigens noch keine Antwort auf meine Mail bekommen, weder von der PVG noch von VMT

 

Autofasten – Ungleichzeitigkeiten

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Mit einigen Schwierigkeiten beim Verzicht auf´s Auto hatte ich ja schon gerechnet: Gottesdienste und Passionsandachten. Auch der ganz private Wocheneinkauf gehörte schon zu den Ereignissen, bei denen ich von vornherein gar nicht die Illusion hatte, ich würde das Auto stehen lassen.

Doch gestern mußte ich zur Verwaltungsgemeinschaft nach Mellingen. Das gab unerwartete Probleme.

07:19 der Schulbus wäre eine günstige Verbindung gewesen, aber vor der Verwaltungsgemeinschaft hätte ich dann knapp 1 1/2 Stunden bis zur Öffnung selbiger warten müssen.Sie können sich vorstellen, dass ich dazu keine Lust & auch nicht die nötige Zeit hatte.

Mit einer „passenden“ Verbindung  wäre meine Reise mit drei Mal Umsteigen über Jena gegangen und hätte (nur Hinfahrt!) etwas über zwei Stunden gedauert. In dieser Zeit wäre ich locker die zehn Kilometer gelaufen und es wäre auch noch Luft für ein Picknick gewesen. Diese Variante kam also auch nicht in Frage. Zumal jede Strecke mit zehn Euro alles andere als günstig ist.

Erfreulicherweise muss man in dieser Behörde selten lange warten, der Besuch mit dem Nahverkehr wäre trozdem eine gute Halbtagesreise geworden. Das hat dann meine Motivation ausgebremst & ich bin die insgesamt 20 km mit dem Auto gefahren; nach weniger als einer Stunde war alles erledigt.

Autofasten – der lange Schatten

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Autofasten – der lange Schatten

Heute mußte ich schon ziemlich mit meinem inneren Schweinehund kämpfen. Zwei Besuche in Hammerstedt und einer in Frankendorf standen außer der bequemen Büroarbeit auf dem Vormittagsprogramm. Damit ich 09:00 in Hammerstedt sein kann, bin ich kurz nach 08:00 los. Eigentlich hätte ich da noch getrost eine gute halbe Stunde am Schreibtisch arbeiten und Mails beantworten können. Mir kamen unglaublich viele gute Gründe in den Sinn, warum es heute bei dem vollen Terminkalender auf alle Fälle besser sei, mit dem Auto zu fahren. Aber irgendwie ist es mir dann doch gelungen, Schuhe anzuziehen, den kleinen Rucksack zu packen und loszulaufen.

Der anbrechende Tag belohnt mit leuchtenden Farben und zwitschernden Vögeln. In der aufgehenden Sonnen dann mein langer Schatten: sieben Wochen!

Letztendlich hat alles gar nicht so lange gedauert, wie ich gedacht hatte. Der Weg über die Felder ist erheblich kürzer als die Straße; knapp 8 km dauern wenn man zügig läuft auch keine Ewigkeit.

Autofasten

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Autofasten

– geht das, wenn man auf dem  Dorf lebt? Und was ist das überhaupt: Autofasten? Nun, in Tagen, in denen Hinz & Kunz populistisch auf den Zug nach einem Autobahn-Tempolimit aufspringt, geht es mir nicht um irgendwelche Symbolpolitik, sondern darum die Emmission von klimaschädlichen Gasen zu vermeiden. Das geht am besten, wenn ich gar nicht Auto fahre (am zweitbesten wäre möglichst viel auf der Autobahn zu fahren; selbst bei 150 km/h, denn da verbrauche ich pro hundert Kilometer immernoch deutlich weniger als mit den Fahrten hier über die Dörfer). Es ist klar, dass ich nicht gänzlich ohne PKW auskommen werde. Die Sonntagsgottesdienste erreiche ich ohne Auto nicht, vor allem ist die Zeit zwischen den Gottesdiensten zu knapp, um mit dem Rad zu fahren. Zu Terminen nach 16:00 könnte ich in Apolda auch nur mit dem Rad. Schwierig ist es auch, einige der acht Dörfer zu erreichen. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nur Richtung Apolda. Manches kann ich vielleicht laufen, anderes mit dem Rad fahren; aber es wird auch Grenzen geben. Mein Ziel ist es, möglichst häufig auf das Auto zu verzichten. Ich bin gespannt, wie gut das gelingt und an welchen Stellen ich scheitern werde.

Autofasten
Mein neuer Begleiter: der Busfahrplan.

Heute, am Aschermittwoch bin ich zur Dienstberatung nach Apolda mit dem Schulbus gefahren. Dann durch die Stadt gelaufen und vorhin wieder zurück. Während ich sonst mit dem Auto etwa 20 min einplanen muss, hatte ich nun einen Hinweg von gut 45 Minuten (& da fuhr der Bus schon zu einer für mich perfekten Zeit!). Nachmittags will ich zu einem Geburtstagsbesuch nach Frankendorf, die vier Kilometer werde ich wohl zu Fuß gehen. Der Reisezeit-Aufwand wird ganz erheblich steigen!

Nachtrag:

in Frankendorf war ich nun auch. In der leider falschen Hoffnung, ein mitleidiger Autofahrer könnte mich ein Stück mitnehmen, war ich an der Straße entlang gelaufen.

Kirche – was wünschen Sie sich?

Wir ändern uns, die Welt und auch die Kirche. Diese Veränderungen sollten sich möglichst in die Richtung gehen, die Sie sich wünschen. Deswegen hat der GKR die Idee einer Mitgliederbefragung aufgegriffen. Das Ergebnis wird in die weitere Entwicklung unserer Gemeinde einfließen. Es wäre schön, wenn Sie sich beteiligten! Diesen Abschnitt bitte bis zum 31. Mai  per Mail, Fax oder Post zurücksenden, oder ihn ihren Vertretern im GKR geben.

Fragebogen Kirche

Taize – Gottesdienste

Diesen Sonntag (17.07.2016) wird in Sulzbach (9 Uhr) und Herressen (10 Uhr) Taizé-Gottesdienste gefeiert. Das Kloster Taizé ist eine ökumenische Gemeinschaft von Christen aus Ländern der Erde. In ihren Gottesdiensten legen sie Wert auf eine ruhige, meditative Stimmung, die Botschaft von der Liebe Gottes und einfache, schöne Lieder. In diesem Geist wollen auch wir Gottesdienst feiern, die Lieder aus Taizé singen, und an beiden Orten das Abendmahl mit Weintrauben und Brot teilen.

Lehmann

This entry is part 56 of 106 in the series geistliches Wort

Teil 1) – die beiden Beiträge erschienen an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden.

Liebe Leserinnen und Leser,
„Herr Lehmann“, klingelt da was bei Ihnen? Kommt Ihnen der Name bekannt vor? „Lehmann? Ja, da war doch was!“, werden manche von Ihnen denken. „Herr Lehmann“ jener sehr lesenswerte Roman von Sven Regener, ein Stimmungsbild der Jugend in Westberlin kurz vor und zur Wendezeit! Richtig, aber diesen Herrn Lehmann meine ich nicht.
„Ach, Herr Lehmann!“, jetzt kommen die von Ihnen zum Zug, die beim Neujahrsempfang dabei waren und sich an die Rede von G. Unger erinnern: „DER Herr Lehmann, den niemand zu kennen scheint, weil er nicht im Licht der Öffentlichkeit steht!“ – aber auch diesen Herrn Lehmann meine ich nicht. „Nun machen Sie es nicht so spannend, es gibt noch Dutzende Herr Lehmänner!“, werden manche jetzt genervt stöhnen.
Genau, das ist das Problem. Dutzende. Alle mit dem gleichen Namen, für uns verschwinden sie in der grauen Masse der unzähligen Lehmänner. Und oft kommen wir uns selber so vor: Anhand unseres Namens, Wohnortes, Berufes, Autos oder Einkaufverhaltens werden wir in Schubladen gesteckt und mit einem Etikett versehen: „Lehmann?, noch einer?! Der Nächste bitte!“ Ganz anders vor Gott: „Ich habe Dich mit DEINEM Namen gerufen, Du bist mein!“ verspricht er uns. Im Leben und im Tod sind wir für ihn einzigartig, verschwinden nicht namenlos in der grauen Masse oder auf der grünen Wiese, ganz gleich, ob wir nun Schulze, Müller oder eben Lehmann heißen.

Ihr Th.-M. Robscheit

PS: Welchen Herrn Lehman ich nun eigentlich meine, wollen Sie wissen: Nächste Woche an dieser Stelle mehr dazu!

 

Teil 2)

Also wieder Herr Lehmann. Erinnern Sie sich, liebe Leserinnen und Leser? Letztes Wochenende die Geschichte mit den Lehmännern und um welchen es eigentlich geht? Manche von Ihnen haben mich im Lauf der Woche angesprochen: „Sie meinen bestimmt Jens Lehmann, den Fussballer!“ Aber auch den meinte ich nicht. Es geht um DEN Herrn Lehmann, den Sie als treue TA-Leser kennen: der Drahthaardackel Herr Lehmann (diese Vermutung hatten übrigens auch manche von Ihnen). Nun ist es so, dass bei uns eine Dackeldame lebt und diese wird immerzu für Herrn Lehmann gehalten! „Guck mal, da ist Herr Lehmann!“ so hörten wir letztes Jahr auf dem Töpfermarkt in Weimar gleich dutzende Mal. Wenn wir in Apolda unterwegs sind, ist es nicht viel anders.
Wie ist das bei uns Menschen? Wenn wir verwechselt werden, dann ist das irgendwo zwischen lustig und peinlich. Aber wenn man uns dauernd für jemanden hält, der wir nicht sind, ja wenn genau das gar erwartet wird, sind die Probleme schon vorprogrammiert! Frust, Enttäuschung, Krankheit womöglich. Das kann auf Arbeit sein, weil der Chef aus Bequemlichkeit, mangelnder Kompetenz oder schlechter Menschenkenntnis gar nicht darauf achtet, was für Arbeitsklima und Motivation wichtig wäre: „Sie können das doch gut, machen Sie das mal“ oder man hört ganz verwundert: „Ihnen macht das doch Spass!“
Aber ebenso passiert das im ganz Privaten: eine alleinerziehende Mutter sucht all das, was sie an Liebe, Zuneigung und Unterstützung braucht bei ihrem Kind und überfordert den Jugendlichen damit. Ein junger Mann kennt seine Freundin ganz genau und weiss, wie lustig sie seine Spässe findet. Doch dann fällt er aus allen Wolken, wenn die Frau sich eines Tages frustriert verabschiedet.
Wir selber machen uns Bilder von Menschen projezieren unsere Erwartungen auf andere und sind dann enttäuscht, wenn unsere Vorstellungen nicht erfüllt werden. Ich möchte Ihnen Mut machen, ent-täuschen Sie selber, vor allem sich! Schauen Sie genau hin und fragen nach, damit für Sie nicht jeder Dackel Herr Lehmann ist.

Ihr Th.-M. Robscheit