Ehrenamt

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Liebe Leserinnen und Leser, bis zur Rente habe ich noch ein paar Jahre Zeit, trotzdem flattern mir regelmäßig Formulare ins Haus, mit denen ich meine Rentenansprüche nachweisen muss. Und obwohl ich mich für einigermaßen intelligent halte, ist mir das Ausfüllen ein einziges Grauen. Gott sei Dank gibt es Herrn T., der beim Ausfüllen hilft. Am Montag war ich dort, es hat alles nur ein paar Minuten gedauert. Schön! Was mich aber wirklich verblüfft hat war etwas ganz anders nämlich, dass Herr T.das alles ehrenamtlich macht: sich hinsetzen und für andere Leute in seiner Freizeit Formulare ausfüllen! Sicherlich bedingt durch mein eigenes Umfeld, habe ich ehrenamtliches Engagement bisher hauptsächlich im sozialen und kirchlichen Bereich gesehen. Und je mehr ich in dieser Woche darüber nachgedacht habe, desto mehr ist mir eingefallen, wo Menschen sich in ihrer Freizeit für andere engagieren: das beginnt beim Kinderfußball, der Pflege von historischen Gebäuden, Kirchen, Parks, große Teile des Umweltschutzes, Besuchsdienste, Vorlese- und Nachhilfekreise, im Bereich von Musik und Theater und hört mit der Hilfe bei Behördenangelegenheiten oder Rechnungsprüfungen noch lange nicht auf! Ich bin überzeugt davon, dass es für jeden Menschen ein solches Betätigungsfeld gibt, ganz seinen Neigungen und Talenten entsprechend. Und andersherum: wie ärmlich und nutzlos erscheint mir ein Leben, in dem nichts von der geschenkten Lebenszeit zum Wohle anderer geopfert wird!

Ich wünsche Ihnen und besonders Herrn T. ein gesegnetes Wochenende!
Ihr Th.-M. Robscheit aus Kapellendorf

März 2012

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