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9. Tagung der II Landessynode der EKM Bischofwahl

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EKM Bischofwahl

Obwohl des Schwerpunktthema der Tagung „Ehrenamtliches Engagement in der EKM“ ist, überwiegen zwei andere Themen die Tagung.  Zum einen ist das ein Kommunikationsproblem zwischen LKR und Landessynode, das sich an einer Diskussion über die eingereichte Petition zu Tempo 130 auf Autobahnen entzündet hatte.  In der Aussprache zum Bischofsbericht  hat dies notwendiger Weise einen sehr breiten Raum  eingenommen. Der dankbare Rückblick auf die zehnjährige Amtszeit unserer Bischöfin Junkermann kam an dieser Stelle dadurch zunächst zu kurz.
Zum anderen beschäftigt die Wahl einer neuen Bischöfin oder eines neuen Bischofs der EKM die Synodalen.

Alle Unterlagen zur Tagung findenSie auf der Seite der EKM. In diesem Beitrag wird nicht auf alle Anträge und TOPs eingegangen.

EKM Bischofswahl

Zur Wahl standen drei Kandidaten Friedrich Kramer, Karsten Müller, Ulrike Weyer. Alle drei haben sich öffentlich (übertragen im MDR) vorgestellt. Auf der Synode hatte jeder von ihnen 20 Minuten Zeit, sich vorzustellen und in Kleingruppen wurde dann jeder 45 Minuten befragt.

Die Qual der Wahl?

Der Bischofswahlausschuß hatte 16 Personen (acht Frauen, acht Männer) in die nähere Auswahl genommen und angefragt, ob sie theoretisch zur Verfügung stehen könnten. Nicht alle haben zugesagt, es folgten Gespräche durch die Findungsgruppe und schließlich wurden die drei Kandidaten der Synode präsentiert. Eine vierte Kandidatin hatte ihre Bereitschaft zur Kandidatur zurückgezogen.


Ersten Wahlgang
83 Stimmen, davon 82 gültig

Enthaltungen: 10
Kramer: 40
Müller: 13
Weyer: 19
Herr Müller zieht nach der ersten Runde seine Kandidatur zurück.

Zweiter Wahlgang
84 gültige Stimmen

Enthaltungen: 10
Kramer: 53
Weyer: 21

Dritter Wahlgang
84 gültige Stimmen
Enthaltungen: 11
Kramer: 56 (2/3 Mehrheit erreicht!)
Weyer: 17

EKM Bischofwahl
Der designierte Bischof der EKM: Friedrich Kramer

Damit ist Friedrich Kramer im dritten Wahlgang zum neuen Bischof der EKM gewählt worden.

In seiner Vorstellung hatte Kramer auf „7 1/2 Ks“ der Kirche hingewiesen. Eine stichpunktartige Mitschrift können Sie im folgenden Artikel lesen.

 

TOP 2 Bericht der Landesbischöfin

„Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er Dir Gutes getan hat.“ (Ps. 103,2)

Neben der oben bereits erwähnten Spannung zwischen Landeskirchenrat und Landessynode, hat die Bischöfin auf ihre Amtszeit zurück und den weiteren Weg vorrausgeblickt. Nach der Diskussion im Plenum und anschließend in den Ausschüssen hat die Synode den folgenden Text verabschiedet:

Wir danken der Landesbischöfin für ihren offenen und ehrlichen Bericht und den gemeinsamen Weg in den vergangenen zehn Jahren. In besonderer Weise würdigen wir ihr Verdienst, das Zusammenwachsen zweier Landeskirchen mit unterschiedlichen Traditionen zu einer gemeinsamen Kirche befördert und begleitet zu haben. Dabei hat sie uns ermutigt, unsere Schätze wahrzunehmen und sich zuversichtlich den Herausforderungen zu stellen.
Wir danken ihr für das Engagement in der Reformationsdekade. Sie hat damit der neuen Kirche ein Gesicht gegeben.
Mit ihren Anstößen, wie beispielsweise zu den „Offenen Kirchen“ und zur selbstkritischen Auseinandersetzung mit unserer Geschichte, hat sie Wege gezeigt, auf denen wir als EKM weitergehen können – befreit durch Gottes Gnade.

TOP 4 Der ehrenamtliche Dienst in der EKM

Wie bereits oben geschrieben, war dies als wichtigstes Thema der Synodaltagung geplant. Umfangreich wurde eine Bestandanalyse präsentiert. Darin u.a. was motiviert zum ehrenamtlichenEngagement, welche Rolle spielt Geld oder wie ist das Verhältnis von Ehrenamtlichen zu Hauptamtlichen. Die verschiedenen Schwerpunkte sind dann ausführlich in Ausschüssen diskutiert und beraten worden. So hat sich der Haushalts- & Finanzausschuß vor allem mit dem Thema Geld & Ehrenamt beschäftigt. Dass es nicht überall selbstverständlich ist, dass Ehrenamtliche ihre Auslagen möglichst unbürokratisch ersetzt bekommen, stieß auf großes Unverständnis. Wichtig ist auch eine klare Abgrenzung von Nebenamt und Ehrenamt.
Am Sonnabend wurden die umfangreichen Ergebnisse wieder ins Plenum eingespeist. Allerdings wurde recht schnell deutlich, dass eine sinnvolle Aufarbeitung das Plenum jetzt überfordert. Deswegen hat die Synode beschlossen, sich auf der nächsten Tagung erneut mit dem Thema ehrenamtlicher Dienst zu befassen. Bis dahin ist das Landeskirchenamt gebeten, die Ergebnisse der Ausschüsse so aufzuarbeiten, dass damit eine synodale Weiterarbeit möglich ist.

TOP 6.3 Antrag zum Umgang mit historisch wertvollen Bibliotheken

Der Kirchenkreis Erfurt hat einen Antrag zum Umgang mit wertvollen alten Bibliotheken gestellt. Hintergrund sind die oft erheblichen Kosten, die mit einem sachgerechten, verantwortlichen Umgang verbunden sind.
Die Landessynode beschließt, die Situation und Perspektive der historischen theologischen Bibliotheken auf dem Gebiet der EKM und in Trägerschaft bzw. Besitz von Einrichtungen innerhalb der Landeskirche zu thematisieren. Die Landessynode bittet das Landeskirchenamt, der Herbstsynode 2020 erste konzeptionelle Überlegungen zur Sicherung, Betreuung und Bereitstellung der Bestände der historischen theologischen Bibliotheken auf dem Gebiet der EKM vorzulegen. Ziel ist, diese historisch einzigartigen Schätze langfristig zu sichern, zugänglich zu machen und wo möglich Kooperationspartner einzubinden.
EKM Bischofwahl

TOP 6.5  Antrag des Synodalen Prof. Dr. Vogel an die Landessynode
betreffend der Vergabe von Räumen kirchlicher und diakonischer Häuser

Prof. Vogel hat aufgrund eines entsprechenden Vorkommnisses außerhalb der EKM beantragt, dass Veranstaltungen der AfD (und auch der Untergruppierung Christen in der AfD) nicht in kirchlichen Räumen stattfinden sollen. In der Diskussion wurde deutlich, dass es entsprechende gesetzliche Grundlagen bereits gibt. Damit diese auch bekannt sind und angewendet werden können, wurde der folgende Beschluß gefaßt:
Die Landessynode hält fest, dass landeskirchliche Räume nicht an menschenfeindliche und demokratieverachtende Parteien und Gruppen, wie z.B. die AfD und ihre Gruppierungen, vergeben werden und empfiehlt den Kirchenkreisen, Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen entsprechend zu verfahren. Sie ermutigt diese, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.
Ausgangspunkt hierfür sind der kirchliche Auftrag zum Einsatz gegen alle Formen von Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit (Art. 2 Abs. 10 Kirchenverfassung) und die Verpflichtung, kirchliche Räume nicht im Widerspruch zu ihrem kirchlichen Zweck zu nutzen (§ 20 Vermögensverwaltungs- und Aufsichtsgesetz, Nr. 20 Vermögensverwaltungs- und Aufsichtsverordnung).

TOP 7.1: Sachstandbericht zur gleichgeschlechtlichen Partnerschaft

Der JugendsynodaleHuhn hat in der Frühjahrstagung der Landessynode 2017 Gleichstellung eingetragener Partnerschaften mit der Ehe beantragt. Mit ihrem Beschluss bat die Landessynode den Landeskirchenrat, „ein geeignetes Format zu finden, in dem dieses Gespräch in absehbarer Zeit weitergeführt werden kann“. Ein Zwischenbericht liegt vor. Der Ausschuß für Theologie und Kirche soll bis  zur nächsten Tagung eine Beschlußvorlage erstellen. Die Synode soll dann eine Entscheidung dazu treffen, ob in der kirchlichen Praxis und ggf. wie gleichgeschlechtliche Ehen bedacht werden.

 

 

Mitarbeiter sofort eingestellt

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Mitarbeiter sofort eingestellt

In diesem Jahr hatte ich mir in der Passionszeit vorgenommen, sooft wie möglich das Auto stehen zu lassen. Ich bin überrascht, wie unvorhergesehen und interessant die Wege dadurch werden. Manchmal bin ich gelaufen, oft nehme ich den Bus (oder versuche das zumindest). Neulich stand ich mit einer älteren Dame allerdings vergeblich in Kapellendorf; wir plauderten ganz anregt. Die Zeit verging, der Bus kam nicht. Scheinbar hatte jemand seinen Dienstplan nicht richtig gelesen. Ein paar Tage später erzählte ich das einem Busfahrer. Als hätte man in einen Ballon mit Wasser gestochen, sprudelte er los: wie schwierig es sei; viel zu wenig Personal, dauernd ändert sich der Dienstplan, unzählige Überstunden & wenn dann noch jemand krank wird… Der oft beschworene drohende Fachkräftemangel hat längst Einzug gehalten! An verschiedensten Autos kleben Hinweise, dass Mitarbeiter sofort eingestellt würden.

Viel Arbeit und zu wenige, die diese Arbeit stemmen können. Mir kommen ähnliche Sorgen und Probleme in unserer Kirche, dem Gesundheitswesen und Schulen in den Sinn. Doch da fällt nicht ein Bus aus oder ein Haus wird erst später fertig. Da hängt das Wohl und Wehe anderer Menschen oft ganz existentiell vom Engagement derjenigen ab, die da sind, die durchhalten, die eigene Interessen hinten an stellen und denen das dann in aller Regel nicht gedankt wird.

Wie gehen wir, liebe Leserinnen und Leser mit dieser Beobachtung um? Ist das etwas Neues? War das vor 20 Jahren, als es eine hohe Arbeitslosigkeit gab anders? Oder vor 2000 Jahren? Wohl eher nicht: „Und als Jesus das Volk sah, jammerte es ihn; denn sie waren geängstigt und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben. Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende.“ Wenn sollte Gott senden? Als grüne Damen oder als Schulbegleiter? Wenn sollte er schicken, an der Bushaltestelle anzuhalten & vergeblich Wartende mitzunehmen?Wer hört das Rufen? Fühlen sie sich, liebe Leserinnen und Leser angesprochen?

Ihr Th.-M. Robscheit

 

Erschienen als geistliches Wort am 06.04. 2019  in der Apoldaer Ausgabe der Thüringer Allgemeinen.

Was für eine Herausforderung! Sanierung der Kirche in Kapellendorf

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Was für eine Herausforderung! Sanierung der Kirche in Kapellendorf

Stehe ich jetzt im Schiff der Kapellendorfer Kirche, muss ich das vergangene Jahr immer noch einmal Revue passieren lassen: Was für eine Herausforderung! Sanierung der Kirche in Kapellendorf!

Nachdem alle Beschlüsse gefasst, Sanierungs- und Fördermittelanträge gestellt und Begehungen mit dem Kreiskirchen- und Denkmalamt erfolgt waren, haben wir am 10. März 2018 mit der Sanierung der Kirchendecke im Schiff der Kapellendorfer Kirche begonnen. Die Sanierung sollte weitestgehend im ehrenamtlichen Engagement erfolgen. Unermüdliche Unterstützung war hier also gefragt.

Was für eine Herausforderung! Sanierung der Kirche in Kapellendorf

Nachdem uns einige ihre Hilfe zugesichert haben und die Kirche komplett beräumt und mittels großen Rollgerüsten eingerüstet wurde, galt es zunächst, den Deckenputz sowie das darunter angebrachte Material abzutragen. Dies erwies sich als sehr kraftintensive, aufwendige und staubige Angelegenheit. Nachdem der Abbruch zur Erleichterung aller Beteiligten beseitigt wurde, nutzte man die sich gebotene Gelegenheit um den Blasebalg der ehemaligen Kapellendorfer Orgel in den Kirchenraum herunterzulassen. Dieser wurde dem Museum der Wasserburg Kapellendorf als Leihgabe übergeben. Anschließend haben wir die Kirchendecke mit einer Unterspannbahn und Ausgleichslattung versehen. Die angelieferten Dielenbretter konnten nun in altweiß angestrichen und zu Beginn des Sommers endlich angebracht werden. Jede freie Minute waren die Helfer tatkräftig am Werk. Nach neun Monaten unermüdlichen Einsatzes konnten Anfang Dezember die Arbeiten an der Kirchendecke abgeschlossen werden. Eine Woche vor heilig Abend wurden die Gerüste abgebaut und das Gebäude von einer Gebäudereinigerfirma einer kompletten Grundreinigung unterzogen. Nur wenige Tage vor Weihnachten haben wir die Bestuhlung wieder einräumen und für den festlichen Gottesdienst schmücken können.

Was für eine Herausforderung…‘ – schießt mir gedanklich in den Kopf – ‚…wir haben sie gemeistert‘. Und plötzlich fällt die ganze Anspannung des letzten Jahres von den Schultern.

Ich möchte gern diese Gelegenheit noch einmal nutzen und mich vor allem persönlich und als Gemeindekirchenrat im Namen der Kirchengemeinde Kapellendorf bei allen fleißigen Helfern und Ehrenamtlichen ganz herzlich für ihre Unterstützung, ihr Engagement und ihr fachliches Know-how bedanken. Ich weiß nicht mehr wie viel Zeit, Energie, Ideen und Kraft sie alle in diesem vergangenen Jahr eingebracht haben. Ein herzliches DANKESCHÖN dafür!

DANKE auch an alle, die uns mittels Spenden bei unserem Vorhaben unterstützt haben sowie DANKE an alle Aufbauer, Abbauer, Aufräumer und auch diejenigen, die uns mit Kaffee und kleinen Stärkungen motiviert haben.

Und DANKE auch an unser aller Schutzengel, der, bis auf ein paar Kratzer und Prellungen, seine schützende Hand stets über uns gehalten hat.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit.

Ihre Erika Frankenhäuser

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Eitel

Eitel

Liebe Leserinnen und Leser, sind Sie eitel? Oder sollte ich besser fragen: wie eitel sind Sie? Ich gebe unumwunden zu, dass ich durchaus ein bißchen eitel bin und es mich sehr freut, wenn mir etwas gut gelingt und ich dafür gelobt werde. Eine Predigt zum Beispiel oder ein gelungenes Essen. Dann gibt es aber auch Bereiche, da bin ich (fast) völlig uneitel.: Ob ich Markenkleidung trage oder welches Auto ich fahre. Auch wenn ich entgegen der protokollarischen Gepflogenheiten nicht begrüßt werde, verstimmt mich das kaum.

Bei anderen Menschen ist das manchmal ganz anders und sicherlich ist das einer der Gründe, warum ich ungern öffentlich begrüße: Wen begrüßt man in welcher Reihenfolge? & vor allem: Wird auch keiner vergessen? Oder: wie weit in der Hierarchie geht man nach „unten“? Ist es richtig, einen Repräsentanten namentlich zu begrüßen und die vielen, die die eigentliche Arbeit gemacht haben nicht?

Wie froh bin ich da, dass Gott so uneitel ist! Am Beginn eines Gottesdienstes wird kein Landrat und kein Wissenschaftler extra begrüßt. Der Friedensgruß gilt allen! Gott spricht: „Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen; Du bist mein!“ Die menschliche Würde ist nicht an ein Amt oder besondere Geburtsumstände gebunden! Jeder hat vor Gott seinen Namen & seine Ehre – und mehr bedarf es nicht!

Alles andere ist nur menschliche Eitelkeit.

Aber sie ist menschlich und deswegen auch ein bißchen liebenswert. Also freuen Sie sich über Anerkennung & geizen Sie anderen gegenüber damit nicht!

Ihr Th.-M. Robscheit

 

Erschienen als geistliches Wort „Eitel“ am 12.01.2019  in der Apoldaer Ausgabe der Thüringer Allgemeinen.

Tag des offenen Denkmales 2018

Tag des offenen Denkmales 2018

Großen Zulauf hatte die Kapellendorfer Kirche zum Tag des offenen Denkmals 2018. In der Zweit von 14:00 – 16:00 Uhr konnte man sich bei Kaffee und Kuchen stärken und an einer der zahlreichen Führungen zur Kirchen-Bau-Geschichte und den derzeitigen Sanierungsarbeiten besuchen. tag des offenen Denkmales 2018Der Förderverein Kapellendorf hat dieses „open air Kaffeetrinken“ organisiert. Im Laufe des Nachmittages dürften deutlich über 100 Besucher da gewesen sein. Insgesamt gab es sechs Kirchenführungen durch Pfr. Robscheit.

tag des offenen Denkmales 2018tag des offenen Denkmales 2018Der Höhepunkt des Nachmittages war der Auftritt des Kapellendorfer Kinderchores. Weit mehr als 50 Besucher hatten sich vor dem Westeingang der Kirche eingefunden. Die Stufen diensten den Kindern als Bühne für Lieder und die Aufführung der Vogelhochzeit. Der ehrenamtlich von E. Frankenhäuser und J. Heurtel geleitete Chor probt wöchentlich dienstags im Pfarrhaus Kapellendorf.

Inklusionsfest in Apolda

Inklusionsfest in Apolda

Am 6. Mai 2018 fand das Inklusionsfest in Apolda statt. In einem bunten Gottesdienst in der Lutherkirche wurde die Gemeinschaft in aller Verschiedenheit der Menschen gefeiert. Vikarin Bärwald ist es sehr gut gelungen, die unterschiedlichesten Gruppen für den Gottesdienst zu begeistern.   Das war übrigens auch das Thema: ich bin begeistert – und du?

So sang der Chor der Lebenshilfe und Bewohner aus dem Haus Felsengrund wirkten bei der Lesung mit. Es gab eine Band unter Leitung von Herrn Kissmann, die Konfirmanden halfen an vielen Stellen im und vor dem Gottesdienst mit.

Nach der Predigt wurde aus unzähligen kleinen Plexiglas-Täfelchen, ein großes buntes Bild zusammengesetzt. Jeder Besucher hatte ein solches Täfelchen erhalten & war gebeten,  etwas malen oder schreiben.  Durch das bunte Bild wurde schließlich deutlich: wir sind eine Gemeinschaft. Dass einige wenige freie Stellen auf der Scheibe geblieben sind, ist ein gutes Symbol: unsere Gemeinschaft ist noch nicht „voll“!

Nach dem Gottesdienst warteten im Lutherkirchgarten bereist Kaffee und Kuchen und der Duft von leckeren Bratwürsten hing in der Luft…

Alle waren sich einig: nächstes Jahr brauchen wir eine Fortsetzung!

Arbeitseinsatz im Kirchgarten Oberndorf

Kirchgarten Oberndorf

Nachdem der Kirchgarten Oberndorf nun wieder komplett durch die Kirchengemeinde genutzt werden kann, sind etliche Stunden Arbeit nötig, um das Gelände wieder herzurichten! Wolfgang Winter koordiniert diese Arbeit nicht nur, sondern packt auch heftig mit an!

Vielen Dank an alle, die sich an den Arbeitseinsätzen beteiligen!

7. Tagung der II. Landessynode

This entry is part 6 of 9 in the series Landeskirche
Die 7. Tagung der II. Landessynode der EKM tagte vom 12. -14. April 2018 in Kloster Drübeck.

Umfangreichster Punkt auf der Tagesordnung der Landessynode war unter dem Thema: „Evangelisch – ein Kreuz für die Welt“ eine breite Diskussion und Standortbestimmung der Gemeinden in der EKM (TOP 4). Alle Synodenunterlagen finden Sie auf der Synodenseite der EKM.

TOP 2: Bericht der Landesbischöfin Junkermann

Traditionell ist der erste große Tagesordnungspunkt auf einer Landessynode der Bericht der Landesbischöfin. Sie betont darin die besondere Bedeutung von gemeinsamen Mahlfeiern für die Gemeinschaft. Ausdrücklich möchte sie das nicht auf liturgische Abendmahlsfeiern beschränken:

„Uns sind große Schätze anvertraut, lasst sie uns nicht vergraben, lasst uns mit ihnen wuchern! Ob es uns gelingt, den bestehenden Fokus allein auf die Erinnerung an Jesu letztes Mahl wieder zu erweitern um die vielerlei Mahlzeiten Jesu in Gemeinschaft mit vielen Verschiedenen und die nachösterlichen Mahlfeiern?… Grethlein plädiert dafür: „Das Mahlfeiern soll … als eine besondere Form der Kommunikation des Evangeliums verstanden werden … und für die drei grundlegenden Modi der Kommunikation (…) öffnen, die bereits das Wirken Jesu bestimmten: gemeinschaftliches Feiern, Lehren und Lernen sowie gegenseitiges Helfen zum Leben.“ Dabei soll es für alle (wirklich alle!) zugänglich sein.
Wie kann das aussehen in unserem Alltag in Gemeinde und Kirche? Und wird es wirklich kirchen- und gemeindegründend wirken?
Von den großen Mahlfeiern draußen haben wir nun viel gehört. Sie sind besondere Höhepunkte im Jahr. Ob sie auch Anregungen geben für die kleineren Mahlfeiern unter dem Jahr und auch innerhalb unserer Mauern. Den geschützten Raum braucht Gemeinschaft ja weiterhin, bei aller Wertschätzung des Umsonst und Draußen? Und wie sieht das in kleinen Gemeinden aus?“

In ihrer Antwort auf die Rückmeldungen zum Bericht weist Ilse Junkermann darauf hin, dass auch Jesus schon vorgeworfen wurde, er sitze bei den Säufern und Fressern (anstelle sich zu den Frommen zurückzuziehen).

TOP 3: Änderung der Verfassung der EKM
7. Tagung der II. Landessynode
geheime Abstimmung zur Veränderung der Verfassung der EKM

Die Überarbeitung der Verfassung in der Landessynode wäre eigentlich kein so wichtiger Punkt, aber mit der angestrebten Änderung in die geschlechtergerechte Sprache ist dieses Thema mit großen Emotionen belegt. Durch eine Eingabe Prof. Germanns, der an der ursprünglichen Verfassung maßgeblich mitgearbeitet hatte, fühlten sich etliche Synodale angesprochen und lehnen eine gegenderte Sprache der Verfassung ab. Ein Diskussionsbeitrag versuchte sich auf satirische Weise mit dieser Eingabe auseinanderzusetzen. Diese Ausführungen hat, so schätze ich das ein, die Unsicheren eher auf die Seite Prof. Germans gebracht haben, als gegen ihn. Das Gegenteil von „gut“ ist „gut gemeint“! Daneben gab es auch sachliche und bedenkenswerte Beiträge für die geschlechtergerechte Sprache in der Verfassung und dagegen. Neben einigen Argumenten, die sich hauptsächlich auf die Lesbarkeit bezogen, waren die meisten Bedenken bei einer theologischen Frage: „Christen“ waren schon immer Frauen und Männer (ähnlich wie Menschen), sie bilden eine Einheit. Durch die Formulierung in Christinnen und Christen wird diese Einheit in zwei Gruppen aufgespalten.
Die Vorlage wurde in die Ausschüsse verwiesen.

Am Samstag wurde das Thema nachdem  die überarbeitete Verfassung in den Ausschüssen beraten worden ist, erneut aufgerufen:

Es gab einigen inhaltlichen Präzisierungen wie der Stärkung der gewählten Synodalen im Landeskirchenrat (sie haben dort jetzt kein Vetorecht mehr, sondern ihre mehrheitliche Zustimmung ist Vorrausetzung. Das bedeutet, das nun mögliche Enthaltungen als „Nein“ gezählt werden, bei der bisherigen Variante waren Enthaltungen „Ja“ Stimmen, weil sie an der erforderlichen Mehrheit für das Veto nicht unterstützen.

Im Plenum wurde die Verfassung dann nur inhaltlich diskutiert, die Frage der gegenderten Version wurde nicht noch einmal erörtert. Ein Antrag auf zwei Abstimmungen, einen zum Text und eine weitere zur geschlechtergerechten Sprache wurde als nicht praktikabel abgelehnt. Auch konnte sich der Vorschlag, „Reformatoren“ durch „Männer und Frauen der Reformation“ nicht durchsetzen. Dies hatte wohl vor allem damit zu tun, dass ein Unterschied zwischen Menschen, die der Reformation angehört haben wie Lieschen Müller & ihr Mann, und den Verfasseren reformatorischer Schriften gemacht werden soll.

Ergebnis: 70 gültige Stimmen

Ja: 46
Nein: 22
Enthaltung: 2

Damit ist die 2/3 Mehrheit um eine Stimme nicht erreicht und die geänderte Verfassung tritt nicht in Kraft. Die oben gemachten Änderungen sind damit auch nicht im Text enthalten.

TOP 7 Umsatzsteuergesetz

Für die Kirchengemeinden, die bisher ihre Kirchrechnung noch selber geführt haben, ist ein Anschlußzwang vorgesehen, sobald ihr Jahresumsatz die Kleinunternehmergrenze  übersteigt. Diese mehrheitlich getroffene Gesetzesänderung ist sinnvoll, weil die Kompetenz für eine gesetzeskonforme Steuerabrechnung bei den ehrenamtlichen oder professionellen Steuerberatern, die nicht im kirchlichen Bereich spezialisiert sind, nach auffassung der Synode nicht im nötigen Maße gegeben ist.

TOP 5: Verlängerung der Amtszeit von Probst Hackbeil

Die Synode hat die Amtszeit von Probst Hackbeil bis zu seinem Ruhestand mit sehr großer Mehrheit beschlossen.

TOP 4: Gemeindekirche

7. Tagung der II. LandessynodeHauptthema der Tagung der Landessynode ist „Evangelisch – ein Kreuz für die Welt“. Dem ist heute fast der ganze Tage gewidmet. Der Diskussion zu grunde liegen die Thesen von Prof. Domsgen. Sie wurden  durch jeweils ein ehrenamtliches und ein hauptamtliches Mitglieder der Synode interpretiert. Es ist erstaunlich, wie klar Probleme und mögliche Lösungen in der Theorie gesehen werden und wie wenig davon in der Vergangenheit in der Praxis umgesetzt worden ist.

Zunächst wurde in mehreren Runden in verschiedenen Arbeitsgruppen dazu gearbeitet und diskutiert. Am Samstag wurden die Ergebnisse der gestrigen Arbeitsgruppen zum Gemeinde- & Kirchenbild vorgestellt. Die Arbeitsgruppen waren für die Teilnehmer sicherlich in jedem Fall anregend und wichtig. Es wird in unseren Gremien viel zu selten darüber diskutiert, was & warum & wie Kirche oder Gemeinde sein soll. Wenn aber jemand die Erwartung hatte, dass die Synode mit übertragbaren Handlungsanweisungen für die einzelnen Kirchengemeinden abschließt, so wird er zwangsläufig enttäuscht sein.

Hier finden Sie die grafisch aufgearbeiteten Arbeits- & Ergebnispapiere der Gemeindesynode.

Prof. Domsgen
These 1
These 2
These 3
These 4
These 5
These 6

 Mit einer Abendmahlsfeier endete die Landessynode am Samstag Mittag.

 

Sanierung Kirche Kapellendorf II

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In der Woche und am Samstag wurde weiter gearbeitet.Die Firma Schlöffel aus kapellendorf hat ein zweites rollgerüst bereitgestellt, so dass zügig der Putz von der Decke entfernt werden konnte.
Am Sonnabend haben sich die Helfer sehr über eine kräftige Soljanka und heißen Kaffee zur Mittagspause gefreut!

In dieser Woche und der Karwoche werden die Arbeiten ruhen, dann nach Ostern soll es weitergehen.

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Helfer gesucht: Sanierung der Kirche in Kapellendorf

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Sanierung der Kirche Kapellendorf

Die Sanierungsarbeiten – zunächst der Abbruch der Decke im Kirchenschiff- haben begonnen.
Diese Arbeiten werden ehrenamtlich erledigt. Die Kirchengemeinde braucht dabei dringend Helfer!

Bitte melden Sie sich wenn Sie Interesse haben bei J. Elstermann (Tel. 0177/ 2783677) oder E. Frankenhäuser (Tel. 0177/ 6980575) und hinterlassen bitte Ihre Telefonnummer.

Da die Arbeitseinsätze (in der Regel samstags) kurzfristig organisiert werden, werden die Helfer dann per Handy über die Termine informiert. Der erste Einsatz soll kommenden Donnerstag geschehen. Hier sollen zunächst Vorbereitungsarbeiten erledigt werden (Abkleben des Chorraumes, Orgel, etc.).

Natürlich freuen sich die Arbeiter auch über Verpflegung…
Bitte unterstützen Sie uns im Rahmen Ihrer Möglichkeiten!

Ihre

Erika Frankenhäuser & Thomas Robscheit