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7. Tagung der II. Landessynode

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Die 7. Tagung der II. Landessynode der EKM tagte vom 12. -14. April 2018 in Kloster Drübeck.

Umfangreichster Punkt auf der Tagesordnung der Landessynode war unter dem Thema: „Evangelisch – ein Kreuz für die Welt“ eine breite Diskussion und Standortbestimmung der Gemeinden in der EKM (TOP 4). Alle Synodenunterlagen finden Sie auf der Synodenseite der EKM.

TOP 2: Bericht der Landesbischöfin Junkermann

Traditionell ist der erste große Tagesordnungspunkt auf einer Landessynode der Bericht der Landesbischöfin. Sie betont darin die besondere Bedeutung von gemeinsamen Mahlfeiern für die Gemeinschaft. Ausdrücklich möchte sie das nicht auf liturgische Abendmahlsfeiern beschränken:

„Uns sind große Schätze anvertraut, lasst sie uns nicht vergraben, lasst uns mit ihnen wuchern! Ob es uns gelingt, den bestehenden Fokus allein auf die Erinnerung an Jesu letztes Mahl wieder zu erweitern um die vielerlei Mahlzeiten Jesu in Gemeinschaft mit vielen Verschiedenen und die nachösterlichen Mahlfeiern?… Grethlein plädiert dafür: „Das Mahlfeiern soll … als eine besondere Form der Kommunikation des Evangeliums verstanden werden … und für die drei grundlegenden Modi der Kommunikation (…) öffnen, die bereits das Wirken Jesu bestimmten: gemeinschaftliches Feiern, Lehren und Lernen sowie gegenseitiges Helfen zum Leben.“ Dabei soll es für alle (wirklich alle!) zugänglich sein.
Wie kann das aussehen in unserem Alltag in Gemeinde und Kirche? Und wird es wirklich kirchen- und gemeindegründend wirken?
Von den großen Mahlfeiern draußen haben wir nun viel gehört. Sie sind besondere Höhepunkte im Jahr. Ob sie auch Anregungen geben für die kleineren Mahlfeiern unter dem Jahr und auch innerhalb unserer Mauern. Den geschützten Raum braucht Gemeinschaft ja weiterhin, bei aller Wertschätzung des Umsonst und Draußen? Und wie sieht das in kleinen Gemeinden aus?“

In ihrer Antwort auf die Rückmeldungen zum Bericht weist Ilse Junkermann darauf hin, dass auch Jesus schon vorgeworfen wurde, er sitze bei den Säufern und Fressern (anstelle sich zu den Frommen zurückzuziehen).

TOP 3: Änderung der Verfassung der EKM
7. Tagung der II. Landessynode
geheime Abstimmung zur Veränderung der Verfassung der EKM

Die Überarbeitung der Verfassung in der Landessynode wäre eigentlich kein so wichtiger Punkt, aber mit der angestrebten Änderung in die geschlechtergerechte Sprache ist dieses Thema mit großen Emotionen belegt. Durch eine Eingabe Prof. Germanns, der an der ursprünglichen Verfassung maßgeblich mitgearbeitet hatte, fühlten sich etliche Synodale angesprochen und lehnen eine gegenderte Sprache der Verfassung ab. Ein Diskussionsbeitrag versuchte sich auf satirische Weise mit dieser Eingabe auseinanderzusetzen. Diese Ausführungen hat, so schätze ich das ein, die Unsicheren eher auf die Seite Prof. Germans gebracht haben, als gegen ihn. Das Gegenteil von „gut“ ist „gut gemeint“! Daneben gab es auch sachliche und bedenkenswerte Beiträge für die geschlechtergerechte Sprache in der Verfassung und dagegen. Neben einigen Argumenten, die sich hauptsächlich auf die Lesbarkeit bezogen, waren die meisten Bedenken bei einer theologischen Frage: „Christen“ waren schon immer Frauen und Männer (ähnlich wie Menschen), sie bilden eine Einheit. Durch die Formulierung in Christinnen und Christen wird diese Einheit in zwei Gruppen aufgespalten.
Die Vorlage wurde in die Ausschüsse verwiesen.

Am Samstag wurde das Thema nachdem  die überarbeitete Verfassung in den Ausschüssen beraten worden ist, erneut aufgerufen:

Es gab einigen inhaltlichen Präzisierungen wie der Stärkung der gewählten Synodalen im Landeskirchenrat (sie haben dort jetzt kein Vetorecht mehr, sondern ihre mehrheitliche Zustimmung ist Vorrausetzung. Das bedeutet, das nun mögliche Enthaltungen als „Nein“ gezählt werden, bei der bisherigen Variante waren Enthaltungen „Ja“ Stimmen, weil sie an der erforderlichen Mehrheit für das Veto nicht unterstützen.

Im Plenum wurde die Verfassung dann nur inhaltlich diskutiert, die Frage der gegenderten Version wurde nicht noch einmal erörtert. Ein Antrag auf zwei Abstimmungen, einen zum Text und eine weitere zur geschlechtergerechten Sprache wurde als nicht praktikabel abgelehnt. Auch konnte sich der Vorschlag, „Reformatoren“ durch „Männer und Frauen der Reformation“ nicht durchsetzen. Dies hatte wohl vor allem damit zu tun, dass ein Unterschied zwischen Menschen, die der Reformation angehört haben wie Lieschen Müller & ihr Mann, und den Verfasseren reformatorischer Schriften gemacht werden soll.

Ergebnis: 70 gültige Stimmen

Ja: 46
Nein: 22
Enthaltung: 2

Damit ist die 2/3 Mehrheit um eine Stimme nicht erreicht und die geänderte Verfassung tritt nicht in Kraft. Die oben gemachten Änderungen sind damit auch nicht im Text enthalten.

TOP 7 Umsatzsteuergesetz

Für die Kirchengemeinden, die bisher ihre Kirchrechnung noch selber geführt haben, ist ein Anschlußzwang vorgesehen, sobald ihr Jahresumsatz die Kleinunternehmergrenze  übersteigt. Diese mehrheitlich getroffene Gesetzesänderung ist sinnvoll, weil die Kompetenz für eine gesetzeskonforme Steuerabrechnung bei den ehrenamtlichen oder professionellen Steuerberatern, die nicht im kirchlichen Bereich spezialisiert sind, nach auffassung der Synode nicht im nötigen Maße gegeben ist.

TOP 5: Verlängerung der Amtszeit von Probst Hackbeil

Die Synode hat die Amtszeit von Probst Hackbeil bis zu seinem Ruhestand mit sehr großer Mehrheit beschlossen.

TOP 4: Gemeindekirche

7. Tagung der II. LandessynodeHauptthema der Tagung der Landessynode ist „Evangelisch – ein Kreuz für die Welt“. Dem ist heute fast der ganze Tage gewidmet. Der Diskussion zu grunde liegen die Thesen von Prof. Domsgen. Sie wurden  durch jeweils ein ehrenamtliches und ein hauptamtliches Mitglieder der Synode interpretiert. Es ist erstaunlich, wie klar Probleme und mögliche Lösungen in der Theorie gesehen werden und wie wenig davon in der Vergangenheit in der Praxis umgesetzt worden ist.

Zunächst wurde in mehreren Runden in verschiedenen Arbeitsgruppen dazu gearbeitet und diskutiert. Am Samstag wurden die Ergebnisse der gestrigen Arbeitsgruppen zum Gemeinde- & Kirchenbild vorgestellt. Die Arbeitsgruppen waren für die Teilnehmer sicherlich in jedem Fall anregend und wichtig. Es wird in unseren Gremien viel zu selten darüber diskutiert, was & warum & wie Kirche oder Gemeinde sein soll. Wenn aber jemand die Erwartung hatte, dass die Synode mit übertragbaren Handlungsanweisungen für die einzelnen Kirchengemeinden abschließt, so wird er zwangsläufig enttäuscht sein.

Hier finden Sie die grafisch aufgearbeiteten Arbeits- & Ergebnispapiere der Gemeindesynode.

Prof. Domsgen
These 1
These 2
These 3
These 4
These 5
These 6

 Mit einer Abendmahlsfeier endete die Landessynode am Samstag Mittag.

 

Sanierung Kirche Kapellendorf II

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In der Woche und am Samstag wurde weiter gearbeitet.Die Firma Schlöffel aus kapellendorf hat ein zweites rollgerüst bereitgestellt, so dass zügig der Putz von der Decke entfernt werden konnte.
Am Sonnabend haben sich die Helfer sehr über eine kräftige Soljanka und heißen Kaffee zur Mittagspause gefreut!

In dieser Woche und der Karwoche werden die Arbeiten ruhen, dann nach Ostern soll es weitergehen.

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Helfer gesucht: Sanierung der Kirche in Kapellendorf

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Sanierung der Kirche Kapellendorf

Die Sanierungsarbeiten – zunächst der Abbruch der Decke im Kirchenschiff- haben begonnen.
Diese Arbeiten werden ehrenamtlich erledigt. Die Kirchengemeinde braucht dabei dringend Helfer!

Bitte melden Sie sich wenn Sie Interesse haben bei J. Elstermann (Tel. 0177/ 2783677) oder E. Frankenhäuser (Tel. 0177/ 6980575) und hinterlassen bitte Ihre Telefonnummer.

Da die Arbeitseinsätze (in der Regel samstags) kurzfristig organisiert werden, werden die Helfer dann per Handy über die Termine informiert. Der erste Einsatz soll kommenden Donnerstag geschehen. Hier sollen zunächst Vorbereitungsarbeiten erledigt werden (Abkleben des Chorraumes, Orgel, etc.).

Natürlich freuen sich die Arbeiter auch über Verpflegung…
Bitte unterstützen Sie uns im Rahmen Ihrer Möglichkeiten!

Ihre

Erika Frankenhäuser & Thomas Robscheit

6. Tagung der II. Landessynode der EKM

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Vom 22. -25. November 2017 war die 6. Tagung der II. Landessynode der EKM  in Erfurt. Diese Synode hatte mehrere gewichtige Themen. Die Tagesordnung und alle Unterlagen sind auf der Webseite der EKM unter Landesynode zu finden.

6. Tagung der II. Landessynode der EKM

Die gesamte Tagung hier zusammenzufassen ist natürlich nicht möglich, deswegen nur einige Streiflichter.

Amtszeit der Landesbischöfin Ilse Junkermann

Obwohl gar nicht Thema der 6. Tagung der II. Landessynode, fand das in zwei Jahren anstehende Ende der Amtszeit der Landesbischöfin Ilse Junkermann breites Medienecho. Darauf hat die Landesbischöfin Junkermann mit einem Wort an die Gemeinden reagiert.
Die Amtszeit aller Leitungsämter der EKM ist auf 10 Jahre begrenzt; Wiederwahl ist möglich. Wenn der Ruhestand weniger als fünf Jahre nach dieser 10-Jahres-Frist eintritt, kann auf Antrag des Landeskirchenrates die Synode eine Verlängerung der Amtszeit beschließen. Diesen Antrag hat der Landeskirchenrat nicht gestellt. Damit beginnt das übliche Prozedere um eine neue Bischöfin bzw. einen neuen Bischof zu finden. Zunächst wird der Bischofswahlausschuß berufen.
Über die Hintergründe des Nichtstellens dieses Antrages könnte nur spekuliert werden. Da Ilse Junkermann die erste Bischöfin der EKM ist, gibt es auch keine „historischen“ Erfahrungen oder Normalitäten.

Kinder-, Jugend-und Familienarbeit in der EKM
Die Kinder-, Jugend-und Familienarbeit in der EKM nahm eine weiten Raum ein. Ausführlich wurden die Erfahrungen von drei Modellregionen, in denen in den letzten Jahren ein Schwerpunkt auf diese Arbeit gelegt worden war, vorgestellt. Daneben wurde auch ausführlich über die Schulseelsorge diskutiert.
Die Unterlagen sind unter TOP 6 zusammengefaßt
Überarbeitung der Verfassung der EKM
Die bisherigen Rückmeldungen zur Überarbeitung der Verfassung wurden vorgestellt. Es wurde darüber aber wenig inhaltlich diskutiert. Das wird seinen Raum in der Frühjahrssynode haben. Diesmal ging es um die Grundsatzentscheidung, ob der Verfassungstext in geschlechtergerechter Sprache verfaßt werden soll oder nicht. Dieses Thema wirkt oft wie ein rotes Tuch, bei Befürwortern ebenso wie bei Gegnern. Während die einen zu recht darauf hinweisen, dass Sprache Denken prägt und umgekehrt, sehen die anderen nur völlig unverständliche Texte vor ihrem geistigen Auge. Es war für die Meinungsbildung und Entscheidung der Synode sehr hilfreich, dass Frau Dr. Hallik von der Gesellschaft für Deutsche Sprache ein Einführungsreferat zur geschlechtergerechten Sprache in Gesetztestext hielt. Dadurch konnte die Diskussion sehr sachlich geführt werden. In geheimer Abstimmung votierte schließlich eine große Mehrheit für die Verwendung der geschlechtergerechten Sprache in der überarbeiteten Fassung der Verfassung der EKM.
Haushaltsplan 2019
Traditionell wird auf der Herbstsynode der Haushaltsplan beschlossen, ebenso die Höhe des von den Gemeindegliedern erbetenen Kirchgeldes und die Höhe der Kirchensteuer.
Das Kirchgeld ist eine Spende und daher freiwillig. Allerdings sind die Kirchengemeinden verpflichtet, ihre Gemeindeglieder um diese Spende zu bitten. Diese Bitte ist Voraussetzung für alle kirchlichen Fördermittel einer Kirchengemeinde.
Die Kirchensteuer wird von den Mitgliedern der Kirche auf Lohn- und Einkommenssteuer erhoben. Sie ist im folgenden Kalenderjahr steuerlich absetzbar. Die Kirchensteuer wird durch das Finanzamt einbehalten. Diese Dienstleistung wird den Finazämtern durch die Kirchen vergütet; es ist also kein Geschenk des Staates, wie gelegentlich kolportiert wird.
Die Höhe von Kirchgeld und Kirchensteuersatz sind seit Jahren unverändert.
Änderung der Perikopenordnung
Hinter diesem etwas ungebräuchlichen Begriff verbirgt sich die Auswahl der Bibeltexte, die an einem Sonntag gelesen werden, bzw. über die gepredigt werden soll. In der überarbeiteten Version (die derzeit gültige ist seit 1958 in Benutzung) ist der Anteil der alttestamentlichen Texte höher, außerdem gehören auch Psalmen und andere weisheitliche Texte zu den Predigttexten. Für die Gottesdienste werden nun zwei Wochenlieder zur Auswahl vorgeschlegen. Die neue Perikopenordnung tritt am ersten Advent 2018 in Kraft.

 

 

Wort der Landesbischöfin an die Gemeinden

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Wort der Landesbischöfin an die Gemeinden
vom 25. November 2017

Liebe Schwestern und Brüder in den Gemeinden!

Einige von Ihnen haben es möglicherweise bereits aus der Presse entnommen: Meine Amts­zeit als Landesbischöfin endet nach Ablauf der zehn Jahre, für die ich gewählt bin, Ende August 2019. Diese Nachricht hat in der Öffentlichkeit einige Unruhe hervorgerufen. Deshalb möchte ich Ihnen einige Erläuterungen dazu geben:

Die Verfassung unserer Landeskirche sieht die Möglichkeit vor, die Amtszeit zu verlängern, wenn das Ruhestandsalter nach der Ablauf der Amtszeit nicht weiter als fünf Jahre entfernt ist. Beschließen kann diese Amtszeitverlängerung die Landessynode, den Antrag hierfür muss der Landeskirchenrat stellen. Darüber hat der Landeskirchenrat im Oktober beraten. Er ist nach ausführlicher und sehr gründlicher Beratung zu dem Ergebnis gekommen, dass er einen solchen Antrag nicht stellt.

Er stellt damit nicht meinen bisherigen Dienst infrage, sondern verbindet diesen Beschluss ausdrücklich mit dem Dank für meinen Dienst, gerade in der Phase des Zusammenwachsens sehr unterschiedlicher geistlicher und struktureller Traditionen unserer noch jungen Kirche. Wort der Landesbischöfin an die Gemeinden

Ich war gerne zu einer Verlängerung meiner Amtszeit bereit. Ich tue meinen Dienst in unserer Kirche wirklich gerne. Insofern, das will ich nicht verschweigen, schmerzt mich diese Ent­scheidung. Zugleich respektiere ich sie.

Als erste Landesbischöfin der EKM stehe ich für den Wegabschnitt des Zusammenwachsens unserer beiden Vorgänger-Kirchen. So sehe ich diese Entscheidung auch unter dem Horizont, dass der Landeskirchenrat diese Phase als bald abgeschlossen sieht. Ich bin gewiss, der Landeskirchenrat hat seine Verantwortung mit Ernst und im geschwisterlichen Austausch wahrgenommen. Wir werden in den kommenden zwei Jahren gut zusammenarbeiten.

Liebe Geschwister, ich bitte Sie: Tragen Sie zu Nüchternheit und Respekt für diese Entschei­dung bei. Damit stärken Sie auch unser evangelisches Amtsverständnis. Die leitenden Dienste sind aus gutem Grund befristet.

Und ich bitte Sie: Tragen Sie mit dazu bei, dass wir im geschwisterlichen Dienst verbunden bleiben. Ich danke Ihnen für alle Verbundenheit im Gebet.

Das Wort Jesu aus Lukas 12,35 für die letzte Woche im Kirchenjahr mahnt uns an die Hoff­nung, die uns verbindet: „Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen.“

Mit herzlichen geschwisterlichen Grüßen und guten Wünschen für einen gesegneten Über­gang vom alten ins neue Kirchenjahr bin ich Ihre

Landesbischöfin

der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM)

EKM

Lesen sie auch den Bericht von der Tagung der Landessynode

Neuer Vikar im Kirchspiel Kapellendorf

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Christoph Rätz beginnt am 1. September seinen Dienst als neuer Vikar im Kirchspiel Kapellendorf

Am 10. 09. 2017 wurde Vikar Christoph Rätz für seinen Dienst in einem feierlichen Gottesdienst gesegnet. Dieser Gottesdienst der „Zu Gast in…“ Reihe wurde in Hammerstedt gefeiert. Außer Gästen und GKR Mitgliedern des Kirchspiels Kapellendorf war auch der GKR Apolda vertreten. Nach dem Gottesdienst gabe s bei Kaffee und reichlich Kuchen die Möglichkeit unseren neuen Vikar und seine Familie näher kennenzulernen. Bis zum Frühjahr 2018 wird Vikar Rätz vorrangig im Religionsunterricht tätig sein. Aber zu dem einen oder anderen Gottesdienst können Sie ihn auch jetzt schon erleben.

Liebe Gemeinde,
bald ist es soweit, dann beginne ich meine Arbeit – bei Ihnen!

Vikar Christoph Rätz
Vikar Christoph Rätz

Punktgenau am 1. September werde ich unter Anleitung von Pfr. Robscheit mein Vikariat beginnen, d.h. meine praktische Ausbildung zum Pfarrer. Das Ziel einer längeren Reise. Gebürtig stamme ich aus Halle, bin groß geworden in Berlin, Brandenburg und im Burgenlandkreis, habe in Jena, Straßburg und Genf Theologie studiert und zuletzt in Jena ein evangelisches Wohnheim geleitet. Nun bin ich bei Ihnen. Und will mein Bestes geben. Beim Halten von Gottesdiensten, in den Gemeindekreisen, im Gespräch und beim Kirchenputz. Was ich mitbringe? Ein offenes Ohr, viel Neugier und Lust am gemeinsamen Nachdenken über den Glauben. Auch eine kleine Familie habe ich im Gepäck: meine Frau, die gerade noch in Jena ihr eigenes Vikariat zu Ende führt, und meine beiden Töchter.

Zunächst werde ich noch etwas seltener zu sehen sein: Meine Ausbildung sieht es vor, dass ich mich bis ins kommende Frühjahr hinein vor allem mit dem Religionsunterricht an Schulen beschäftige. Bis dahin hoffe ich, dass wir uns bei Gelegenheit kennenlernen. Es würde mich freuen!

Herzliche Grüße,
Ihr Christoph Rätz

Läuterfest

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Zum ersten Mal waren am 26. August 2017 alle Läuter des Kirchspiels Kapellendorf zu einem Läuterfest nach Kapellendorf eingeladen. 18:00 hatten sie noch in den einzelnen Dörfern den Sonntag eingeläutet. Gegen 18:15 eröffnete Pfr. Robscheit die Runde und erklärte Details zur Läuteordnung von 1979. Damals hatte der GKR sich ausgiebig mit dem Thema beschäftigt und unter anderem festgelegt, mit welchen Glocken beispielsweise bei einem Sterbefall wie geläutet werden soll. Sehr schnell entwickelte sich ein Gespräch unter den Läutern, was denn eigentlich in welchem Dorf üblich sei. Es wurde gefachsimpelt über das richtige Anschlagen und die Vor- & Nachteile des elektrischen Läutens. Derweil hatte Pfr. Robscheit den Rost angezündet. Mit einem Tischgebet begann das gemeinsame Abendessen, bei dem das Thema Glocken natürlich alles beherrschte. „Das war eine gute Idee!“, verabschiedeten sich die Ehrenamtlichen und nahmen dem Pfarrer das Versprechen ab, auch im nächsten Jahr wieder so ein kleines Fest für sie zu organisieren.

Kinderchor Kapellendorf

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Der Kinderchor Kapellendorf hat am 26. August 2017 ein Sommerkonzert gegeben. Unter Leitung von J. Heurtel und E. Frankenhäuser hatten die Kinder das Programm einstudiert. Zur Aufführung begeleitete B. Burkert sie auf dem Klavier. Zu Gehör kamen in der liebevoll geschmückten Kapellendorfer Kirche geistliche und weltliche Kinderlieder. Besonders beeindruckend waren Soloeinlagen der einzelnen Kinder.

Nach dem Konzert mit gebührendem Beifall waren alle in der Kapellendorfer Kirche zum Kaffee (& Kuchen) eingeladen. „Mich hat auch gefreut,“ so Pfr. Robscheit, „dass der Einladung zum Konzert nicht nur Eltern und Großeltern gefolgt waren, sondern auch ganz „normale“ Gemeindeglieder aus den verschiedenen Orten des Kirchspieles.“

In diesem Jahr hatte es bereits kleinere Auftritte in Gottesdiensten gegeben. Die nächsten Höhepunkte werden der Martinstag (11.11.; 17:00) und das musikalische Krippenspiel am 24. 12.; 17:30 jeweils in Kapellendorf sein.

hier gibt´s mehr zum Chor!

 

Kunstgutarchiv ist aus der Martinskirche ausgezogen

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Kunstgutarchiv ist aus der Martinskirche ausgezogen

Nach etlichen Jahrzehnten ist das Kunstgutarchiv der Landeskirche aus der Martinskirche ausgezogen. Im ehemaligen Kirchenschiff wurden Altarteile, Gemälde und andere sperrige Kunstgüter zwischengelagert. In aller Regel geschah dies während Kirchen saniert worden sind, damit bei den Bauarbeiten nichts beschädigt wird oder einen „neuen Besitzer findet“. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit war das Lagern in der Martinskirche aber immer auch problematisch gewesen. Beispielsweise sind zwei große Ölgemälde der Kapellendorfer Kirche durch Schimmelbefall stark beschädigt worden während sie in der Martinskirche lagerten. Glücklicherweise lies sich der Schaden beheben und seit 2010 sind sie wieder in der Kapellendorfer Kirche.

Kirche St Anna Oberndorf

Kirche St Anna Oberndorf

In der Kirche St Anna Oberndorf gibt es drei Glocken. In diesem Jahr wird eine der drei 500 Jahre alt. Diese Glocke wurde im Jahr 1517 vermutlich für die Kirche in Dieterstedt vom Erfurter Glockengießer Heinrich Ziegler gegossen. Nach der Auflösung des Ortes Dieterstedt wurde sie nach Oberndorf verbracht und hängt gegenwärtig als dritte Bronzeglocke an der südlichen Seite der Glockenstube. Als in den Kriegsjahren die anderen Glocken eingeschmolzen wurden, überdauerte sie.

2017-06-17 500 Jahre Diederstedter Glocke

Am  17. Juni 2017 fand das Glockenjubiläum der Kirche St. Anna Oberndorf statt.

14.00 Uhr begannen die Feierlichkeiten in der Oberndorfer Kirche mit einem festlichen Gottesdienst. Zumindest war das so geplant. Aber als es losgehen sollte schwieg -wie 1517 – die Orgel. Damals, weil sie noch nicht gebaut war, diesmal, weil der Organist nicht gekommen war. Der Gemeinde blieb nichts anderes übrig, als aus der Not eine Tugend zu machen und den Gottesdienst a capella zu gestalten. Das gelang den Besuchern in der sehr gut besuchten Kirche auch! Ab der Hälfte des Gottesdienstes war die Orgel dann doch zu hören. Das lag aber nicht daran, dass der Organist vielleicht später gekommen wäre, nein. Willi Wild hat sich spontan und zwangsläufig unvorbereitet auf die Orgelbank gesetzt und die Gemeinde begleitet!

In der Predigt erläuterte Pfr. Robscheit, bei welchen für Oberndorf wichtigen Ereignissen die Glocke geläutet hat: da waren Plünderungen und Massakrierungen der Bevölkerung in den verschiedensten Kriegen, aber auch hunderte Hochzeiten und Taufen. Die Glocke wurde zu mehreren tausend Gottesdiensten geläutet. Auch sicherlich am 11. 11. 1883, als die Luthereiche im Kirchgarten gepflanzt worden ist. Damit schließt sich auch der Bogen ins Reformationsjahr, denn damals bei Stotternheim hatte der junge Luther ebenfalls Anna um Hilfe angerufen.

Das Jubiläum wird zum Anlass genommen, der Kirche den Namen „Sankt Anna“ auch offiziell zu geben. Seit längerem ist er gebräuchlich, nun mit einem festen Datum versehen: 17. Juni oder 1. Sonntag nach Trinitatis.St Anna Oberndorf

Zu einem gemütlichen Zusammensein bei Kaffee und Kuchen war bei schönstem Sommerwetter anschließend in den Kirchgarten eingeladen worden. Ein großes Lob und Dankeschön geht an alle Helferinnen und Helfer, die sich um das Gelingen des Festes so sehr bemüht hatten.

Den Abschluss des Nachmittags bildete ein Konzert für vier Saxophone. „Da muss man so alt werden, um dann sowas Schönes zu erleben!“, schwärmte noch zwei Tage später eine 92-jährige Frau. Das Pruck-Quartett brachte neben Musik aus der Renaissance und einigen Pop-Balladen vor allem Jazz und Swing Klassiker zu Gehör, und zwar sehr beeindruckend!

Zum Abschluss des gelungenen Festes gab es das Thüringer Abendbrot: Bratwurst.

Am 19. Juni berichtete die Thüringer Allgemeine: