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online Gottesdienst am 24.5.2020 aus Kapellendorf

Inzwischen können Sie in Apolda auch wieder „Präsenz“gottesdienste besuchen, zu unserem online Gottesdienst am 24.5.2020 aus Kapellendorf möchte ich Sie aber ebenso herzlich einladen.  Die musikalische Leitung hat Kreiskantor Mike Nych. Sie hören  u.a. den Apoldaer Posaunenchor auf dem Sperlingsberg. Es predigt Pfr. Th.-M. Robscheit.

Der Gottesdienst ist ab Sonntag, 24.5.2020; 10:00 abrufbar.

online-Gottesdienst aus Kapellendorf

 

 

online Gottesdienst am 24.5.2020 aus Kapellendorf

Corona-Pandemie: Landeskirchenamt erlässt Rundverfügung

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Handlungsempfehlungen für Kirchengemeinden

 

Das Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat mit Blick auf die Lockerung der Beschränkungen im Verlauf der Corona-Pandemie eine Rundverfügung mit verbindlichen Vorgaben für die Kirchengemeinden erlassen. Der Beschluss beinhaltet Regelungen für Gottesdienste, kirchliche Veranstaltungen und Seelsorge. Grundlage sind die Richtlinien des jeweiligen Bundeslandes, der Landkreise und zuständigen Gesundheitsämter.

So sollen für Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen kurze Formate genutzt werden, die nicht länger als 30 Minuten dauern. Der Einlass soll durch Ordnerinnen und Ordner geregelt werden. Die Höchstgrenzen für die Teilnehmerzahlen sind je nach Vorgaben der Bundesländer einzuhalten. Zur Kontakt-Nachverfolgung im Fall einer COVID-19-Erkrankung sind Teilnehmerlisten zu führen. Die Sitzplätze werden so markiert, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern sichergestellt wird. Familien und Angehörige eines Haushalts können selbstverständlich zusammensitzen. Alle Gottesdienst- und Veranstaltungsteilnehmer sollen eine Mund- und Nasenbedeckung mitbringen und während des Gottesdienstes tragen. Auf gemeinsames Singen, Musik von Blasinstrumenten sowie das Abendmahl soll verzichtet werden. 

Gerade im Frühjahr und Sommer seien Open-Air-Gottesdienste eine gute Alternative, empfiehlt das Landeskirchenamt. Auch hier sind Größenvorgaben zu beachten und Abstands- und Hygieneregeln zu wahren. Wo möglich, sollten Übertragung und Aufzeichnung von Gottesdiensten beibehalten werden. Es sei auch nach der Lockerung von Beschränkungen damit zu rechnen, dass viele Gemeindeglieder weiterhin freiwillig aus Sorge zu Hause bleiben. 

Taufen und Trauungen sind im Rahmen der Zulässigkeit von Gottesdiensten möglich. Trauerfeiern sollen ebenfalls im kleinen Kreis und wieder in den Kapellen stattfinden können, sofern die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Derzeit gibt es in Bundesländern mitunter unterschiedliche Regelungen für Gottesdienste und Trauerfeiern. 

Die gesamte Rundverfügung steht unter: www.ekmd.de/asset/UnlO5GWXTZ6ewxtVQFkHOA/rundverfuegung-landeskirchenamt-27042020.pdf

 
Bei Rückfragen:Christian Fuhrmann, 0163-8915575

Gottesdienste in Thüringen ab Mai wieder möglich

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In Thüringen tritt die neue Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus am Montag (20. April) in Kraft.

Danach sind Gottesdienste in Thüringen ab Mai wieder möglich.  In geschlossenen Räumen dürfen dann maximal 30 Menschen zusammenkommen, unter freiem Himmel höchstens 50. Die Bestimmung gilt für Kirchengebäude, Moscheen und Synagogen sowie in Kulträumen anderer Religionsgesellschaften und Weltanschauungsgemeinschaften.

Über die Termine der Gottesdienste in Thüringen ab Mai in unserem Kirchspiel werden Sie auf dieser Seite informiert. Der ersten Gottesdienste werden vorraussichtlich direkt am 3. 5. stattfinden

Taufen und  Hochzeiten fallen auch unter die genannte 30er Regel. Allerdings muss den beteiligten Familien klar sein, dass eine ggf. im Anschluss stattfindende Feierlichkeit außerhalb des Kirchenraums nicht unter Religionsfreiheit zu verbuchen ist!!!

Familienfeiern im Anschluss an einen Gottesdienst können nur von einer häuslichen Gemeinschaft und einer (!) weiteren Person begangen werden. Die 30er Regel gilt allein für das liturgische Miteinander. Ansonsten gelten die üblichen Kontaktverbote.

Infos unsere Landeskirche: EKM

online Gottesdienst 19.04.2020

Herzliche Einladung zum online-Gottesdienst aus der Martinskirche in Apolda

 

Hier können Sie den Gottesdienst auch als Hörfassung herunterladen.

 

Ostern: Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!

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Ostern: Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!

Liebe Gemeinde,

Wenn ich mir dieses Jahr zur Fastenzeit vorgenommen hätte häufiger zu spazieren, wäre ich damit sehr erfolgreich gewesen. So oft wie in den letzten Wochen war ich noch nie spazieren. Ich versuche dadurch mich von meinen fehlenden sozialen Kontakten abzulenken.

Die Fastenzeit war dieses Jahr wirklich eine Zeit des Verzichtes. Wenn an diesem Sonntag die Fastenzeit zu Ende geht, dann sollte doch das Leben von neuem erblühen. Vorbei der Verzicht.

Es wird aber nicht so schnell vorbei sein. Die Fastenzeit, sie dauert an.

Ostern möchte uns dabei helfen. Auch wenn die Zeit des sozialen Verzichtes fortdauert, gilt die Botschaft bereits jetzt. Zu Ostern feiern wir, dass der Herr auferstanden ist. Dass die Krise überwunden werden wird. Wie der Herr auferstanden ist, gilt dies auch für uns. Doch Ostern stärkt die Gewissheit: Wir werden diese Krise überstehen. Ostern sagt, dass das Leben stärker als der Tod ist. Momentan erahnen wir es nur. Doch es wird ein Leben danach geben. Und das feiern wir zu Ostern, wie an keinem anderen Tag im Jahr.

Bis dahin können wir spazieren gehen.

Vor der Kirche in ihrem Ort hängen einige Texte an einer Leine. Diese Texte höre wir sonst auch zu Ostern im Gottesdienst. Es sind Texte voll Hoffnung. Es sind Texte über das Unglaubliche, das zu Ostern geschehen ist.

Nehmen Sie sich einen Text mit auf ihren Osterspaziergang.

Vielleicht hilft er Ihnen heute. Vielleicht müssen sie bei diesem Text an einen anderen Menschen denken. Rufen Sie ihn doch heute einmal an und erzählen von diesem Tag. Und vielleicht auch von der Hoffnung, von der uns Ostern erzählt.

Ihr Pfarrer Aaron Rogge

 

Ostern: Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!

online-Gottesdienst am 22.03.2020 aus der Martinskirche

Feiern Sie mit uns Gottesdienst!

 

Die Lieder und Gebete des Gottesdienstes können Sie hier herunterladen (pdf).

Wenn sie den Gottesdienst nur hören möchten, können Sie ihn hier als mp3 downloaden.

Gott segne Sie! Ihr Pfarrer Th.-M. Robscheit

Corona-Einschränkungen

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Corona-Einschränkungen

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sagen die Ev. Kirchengemeinde Apolda und Kapellendorf alle Veranstaltungen, Konzerte sowie Proben der Kirchenmusik bis einschließlich 19.04. ab. Das betrifft u.a. die Johannespassion und die Verabschiedung von Vikar Rätz & Pfr. Robscheit aus Kapellendorf.  Gottesdienste werden in Abstimmung mit dem Landesverwaltungsamt jeweils sonntags um 10.00 Uhr in der Martinskirche gefeiert. Im Carolinenheim finden bis auf weiteres keine Gottesdienste statt. Auf den Dörfern finden die Gottesdienste mit kleiner Teilnehmerzahl wie geplant statt. In der Seitenleiste sehen Sie den aktuellen Gottesdienstkalender.

Es wird ab Mittwoch, dem 18.03., wochentags jeden Abend um 18.00 Uhr in der Martinskirche sowie in der Kirche Niederroßla eine Fürbitt-Andacht geben. Fürbittenwünsche können über info@kirche-apolda.de übermittelt werden. auch stehen die Kirchen in Sulzbach und Kapellendorf für das Gebet offen.

Da sich Gottesdienste aufgrund der Verordnungen ändern können, informieren die Samstagsausgabe der Thüringer allgemeinen und die Internetseiten der Kirchgemeinden (www.kirche-apolda.de, https://.kirchspiel-kapellendorf.de und https://pfarrbereich-niederrossla.jimdofree.com/ ).

Von den Corona-Einschränkungen sind auch die Geburtstagsbesuchen betroffen. Bis auf Weiteres sehen die Mitarbeitenden davon ab.

Trauerfeiern finden mit den Auflagen des Landesverwaltungsamtes statt (möglichst im Freien mit einer Teilnehmerzahl von maximal 49 Personen und einer Teilnehmerliste). Das Kirchenbüro ist besetzt, aber nicht geöffnet (Tel. 03644 – 562650).
Unsere Pfarrer und Pfarrerinnen stehen unter folgenden Telefonnummern zur Verfügung:

Pfarrer Robscheit 036425 – 22352

Pfarrerin Dr. Böhm 03644 – 6517720

Pfarrer Walter 03644 – 554946

Pfarrerin Bärwald 03644 – 555713.

Melancholie

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Melancholie

„Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin…“

Sie kennen, liebe Leserinnen und Leser vermutlich das Gedicht, dem diese Zeilen entstammen. Wahrscheinlich kennen Sie auch das beschriebene Gefühl: Melancholie, Traurigkeit, vielleicht sogar Schwermut. Aber erinnern Sie sich auch, wann Sie das letzte Mal melancholisch waren? Ich meine nicht tief traurig, weil Sie enttäuscht wurden oder Ihnen das Leben übel mitgespielt hat. Ich meine jene hereinschleichende Melancholie, für die wir oft keine konkrete Ursache benennen können. Die sich wie ein Nebel auf unser Gemüt legt? Vielen wird es wahrscheinlich schwerfallen, sich zu erinnern: „Wann war ich das letzte Mal melancholisch, habe die Stirn ans kalte Fenster gepresst oder vor dem Ofen gesessen und einfach nur vor mich hingestarrt?“ Unsere Zeit, unsere Umwelt, ja unser eigenes Inneres sträuben sich dagegen! Einfach rumsitzen und die Gedanken treiben lassen, ziellos im Meer der Wehmut? Dabei Weltschmerz spüren & keine Lösung in Sicht? Nein, das wollen wir nicht! Schnell sind wir dabei, jede aufkeimenden Melancholie zu vertreiben. Mit Geschäftigkeit oder im oberflächlichen Rausch des TV. Das ist schade! Solche melancholische Seelenreise ist keineswegs vergeudete Zeit! Wir können die Tiefen unseres Lebens erspüren die sich unter der Alltagsoberfläche erstrecken, etwas erahnen von der Größe, von der Göttlichkeit,die uns umgibt.

Melancholie, nein, das ist nicht nur traurige Schwere, das ist der Weg der tiefen Gedanken im Meer der inneren Ruhe! In den Wochen vor Ostern sind Sie eingeladen, sich auf diese Reise zu begeben: zu Hause, allein in einer Kirche, oder auch zur Passionsandacht. Heute zum Beispiel (18:00 Martinskirche) wird die Melencholia von Dürer uns inspirieren. Eines kann ich Ihnen schon verraten: sie ist keineswegs tränenverschwommene Traurigkeit!

Ihr Pfr. Th.-M. Robscheit

 

Melancholie

Der Artikel erschien erstmals in der Wochenendausgebe der Thüringer Allgemeinen am 07. März 2020

Die Passionsandachten 2020 in Apolda beschäftigen sich mit Stichen A. Dürers, die auch in der derzeitigen Ausstellung des Kunsthauses in Apolda zu bewundern sind.

Gott sei Dank!

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Gott sei Dank!

Das Schienenbein ist bläulich-rot, der halbe Fuß ebenso. Es schmerzt, aber bei weitem nicht so, wie es aussieht! Der Sturm hatte ein Eisentor aus seiner Verankerung gerissen. Beim Versuch es wieder zu lösen, gibt es plötzlich nach. Das Bein ist im Weg. Schmerz schießt ins Hirn, im Bauch wird´s flau. Erstmal setzen! Ruhig atmen! Dann vorsichtig auftreten: es geht, nichts gebrochen! Gott sei Dank!

Dankbarsein bei einem Unfall? Ja. Liebe Leserinnen und Leser, das kann man! Es hätte viel übler enden können. Nur ein paar Zentimeter weiter und der Schlag hätte das Gelenk getroffen, was möglicherweise ganz anders ausgegangen wäre. „Da hatte ich einen Schutzengel!“ – wann haben Sie sich das zum letzten mal gesagt? Meistens realisieren wir gar nicht, was alles hätte schief gehen können, welchen Gefahren wir entronnen sind. Am ehesten haben wir im Straßenverkehr noch ein Gefühl für das Risiko: Die Sonne blendet, Sprühwasser wird aufgewirbelt oder es ist bereits dunkel. Trotzdem wird zügig gefahren. Wie oft wurden wir da wohl schon behütet, weil ein Engel dem Reh, das wir gar nicht bemerkt hatten, im Weg stand?

Manchmal brauchen wir so einen sprichwörtlichen Tritt vor´s Schienbein, damit wir wach werden für die Geschenke unseres Lebens. Essen, Kleidung, Frieden – nichts ist selbstverständlich!

Und wenn Ihnen das nächste Mal beim Telefonieren plötzlich siedend heiß einfällt, dass da noch ein Topf auf dem Herd steht, dann meinen Sie es einfach mal ernst, wenn Sie murmeln „Gott sei Dank!“

 

„Gott sei Dank!“

Der Artikel erschien erstmals in der Wochenendausgebe der Thüringer Allgemeinen am 15. Februar 2020

Wunder gibt es immer wieder

This entry is part 102 of 106 in the series geistliches Wort
Wunder gibt es immer wieder…

Liebe Leserinnen und Leser, mal Hand auf´s Herz: Glauben Sie an Wunder? Man hört ja manchmal den Satz, Wunder gibt es immer wieder…Wie geht es Ihnen, wenn Sie Berichte über angebliche Wunder hören? Diesen zum Beispiel: Um das Jahr 30 sind zwei der Anhänger Jesu auf den Weg zum Tempel um dort zu beten. Es wird erzählt, dass vor dem Tor ein Bettler sitzt, der seit Geburt gelähmt ist. Die beiden Männer sprechen ihn an: „ Geld haben wir keins!“ Sattdessen ist er plötzlich gesund und kann laufen.

„Frommer Unsinn!“, werden manche von Ihnen denken. „Wird so gewesen sein!“, sind andere überzeugt und die meisten von Ihnen werden wahrscheinlich keine richtige Meinung dazu haben: „Vielleicht, vielleicht auch nicht. Ist ziemlich unwahrscheinlich, andererseits…“

Viel spannender als sich Gedanken darüber zu machen, ob oder wie diese Heilung geschehen ist, ist die Frage:

Warum wurde diese Geschichte aufgeschrieben?

Jesus ist bereits nicht mehr auf dieser Erde; die Geschichte taugt also nicht als „Beweis“ für seine besondere Rolle oder Fähigkeiten. Vom Bettler wird kein ein besonderer Glaube erwartet, die Geschichte ist also auch kein moralischer Zeigefinger nach dem Motto: Wenn du richtig glaubst, dann geschehen auch in Deinem Leben Wunder!

Warum wurde diese und viele andere Geschichten von Wundern überliefert? Warum gibt es an vielen Wallfahrtskirchen unzählige Tafeln, auf denen Menschen ihre wunderbare Heilung oder Rettung beschreiben? Ich bin überzeugt, dass wir Menschen uns Geschichten von Wundern zunächst aus Dankbarkeit weitererzählen. Aber auch, weil Wundergeschichten unseren Blick weiten: es gibt mehr als das, was plausibel und wahrscheinlich ist. Denn leider neigen wird dazu, uns in unserem Trott zu verkriechen & zu erwarten, dass alles klar und unveränderlich sei.

So wie der Bettler: er bettelt. Schon immer. Leute kommen und geben Almosen. So ist die Welt. So bleibt alles. Falsch! Es kann alles auch ganz anders werden. Damit wir das nicht gänzlich vergessen, damit wir Hoffnung behalten, sollten wir die Geschichten der kleinen und großen Wunder auch heute in der scheinbar so abgeklärten Zeit voller Staunen und dankbarer Freude weitererzählen. Auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, denn sicherlich haben Sie manches kleine oder große Wunder selber schon erleben dürfen. Wunder gibt es immer wieder!

Ihr Th.-M. Robscheit

 

Der Artikel erschien erstmals in der Wochenendausgebe der Thüringer Allgemeinen am 07.09. 2019