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online-Gottesdienst zum Ostermontag

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Am Ostermontag sind Sie herzlich nach Mattstedt zum Gottesdienst eingeladen:

Ostern 2020 online-Gottesdienst aus der Martinskirche in Apolda

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Frohe Ostern! Herzliche Einladung zum Gottesdienst in die Martinskirche nach Apolda:

 

Als Hörversion können sie den Gottesdienst hier herunterladen.

Ostern: Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!

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Ostern: Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!

Liebe Gemeinde,

Wenn ich mir dieses Jahr zur Fastenzeit vorgenommen hätte häufiger zu spazieren, wäre ich damit sehr erfolgreich gewesen. So oft wie in den letzten Wochen war ich noch nie spazieren. Ich versuche dadurch mich von meinen fehlenden sozialen Kontakten abzulenken.

Die Fastenzeit war dieses Jahr wirklich eine Zeit des Verzichtes. Wenn an diesem Sonntag die Fastenzeit zu Ende geht, dann sollte doch das Leben von neuem erblühen. Vorbei der Verzicht.

Es wird aber nicht so schnell vorbei sein. Die Fastenzeit, sie dauert an.

Ostern möchte uns dabei helfen. Auch wenn die Zeit des sozialen Verzichtes fortdauert, gilt die Botschaft bereits jetzt. Zu Ostern feiern wir, dass der Herr auferstanden ist. Dass die Krise überwunden werden wird. Wie der Herr auferstanden ist, gilt dies auch für uns. Doch Ostern stärkt die Gewissheit: Wir werden diese Krise überstehen. Ostern sagt, dass das Leben stärker als der Tod ist. Momentan erahnen wir es nur. Doch es wird ein Leben danach geben. Und das feiern wir zu Ostern, wie an keinem anderen Tag im Jahr.

Bis dahin können wir spazieren gehen.

Vor der Kirche in ihrem Ort hängen einige Texte an einer Leine. Diese Texte höre wir sonst auch zu Ostern im Gottesdienst. Es sind Texte voll Hoffnung. Es sind Texte über das Unglaubliche, das zu Ostern geschehen ist.

Nehmen Sie sich einen Text mit auf ihren Osterspaziergang.

Vielleicht hilft er Ihnen heute. Vielleicht müssen sie bei diesem Text an einen anderen Menschen denken. Rufen Sie ihn doch heute einmal an und erzählen von diesem Tag. Und vielleicht auch von der Hoffnung, von der uns Ostern erzählt.

Ihr Pfarrer Aaron Rogge

 

Ostern: Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!

Weihnachten – immer länger als man denkt

„Schade, dass Weihnachten schon vorbei ist!“ sagt der kleine Junge an der Supermarktkasse. Wehmütig schaut er auf die Lebkuchenhaufen, die jetzt zum Sonderpreis verkauft werden.
Und es stimmt. Wir haben uns angewöhnt, dem Weihnachtsfest vor allem vom 1. bis zum 24. Dezember, höchstens noch bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Historisch gesehen entspricht das aber nicht der Tradition: die Zeit des Advents ist – ganz streng genommen – eine Zeit der Erwartung, der Hoffnung – und auch der Buße. Eine Fastenzeit, die auf das Eigentliche vorbereiten soll: das Kommen Gottes in die Welt als Kind, das ab dem 25.12. mit einer langen Freudenzeit gefeiert wird. Sie erstreckt sich weit in das neue Jahr hinein.
Was ihr Ende betrifft, gibt es unterschiedliche Bräuche und regionale Gewohnheiten. Klassischerweise bildet der 2. Februar den Schlusspunkt: An Mariä Lichtmess kommt der Weihnachtsfestkreis an sein Ziel. Der Blick wendet sich dann Richtung Passions- und Osterzeit.

 

PS: Neuerungen im liturgischen Kalender, die erst seit 2019 gelten sind sehr übersichtlich hier aufgelistet: Kirchenjahr

Henne oder Ei

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Henne oder Ei

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Was war zuerst da, Hase oder Ei?, ach nein, es muss ja Henne oder Ei heißen! Bei Hase oder Ei ließe sich die Frage recht einfach beantworten. Das Ei war zuerst da! Das Ei als Symbol für das Leben stammt bereits aus vorchristlicher Zeit, ein Blick nach Eisenach zum Sommergewinn erinnert uns daran. Der Hase als Ostersymbol ist erst mit dem Christentum aufgetaucht. Hin und wieder hört man auch, dass der Hase wegen seiner Fruchtbarkeit auch im Germanentum ein Symbol für Leben gewesen sei, doch da werden wohl Hasen und Kaninchen verwechselt. Denn nur Letztere vermehre sich außerordentlich stark. Aber was hat der Hase mit Ostern dann zu tun? In der Antike war man der fälschlichen Meinung, Hasen würden nie schlafen, weil sie angeblich immer die Augen geöffnet haben (Schlaf ist der Bruder des Todes, wenn der eine nicht kommt, dann der andere auch nicht). Dadurch wurden sie zum Symbol des Lebens und der Auferstehung.

Beim Ei hat sich übrigens eine interessante Bedeutungsverschiebung durch die christliche Interpretation ergeben. Es gilt nicht mehr nur als Symbol des Lebens, sondern des neuen Lebens, der Auferstehung: Das Ei ist in einer Schale, die an den Felsen des Grabes Jesu erinnert. Sie scheint wie aus Stein zu sein, auch ist das Ei zunächst kalt. Doch wie durch ein Wunder kann darin Leben wachsen und den Felsen zerbrechen. Wenn man das streng zu Ende denkt, müßten Ostereier eigentlich zerbrochene Eier sein, die bunten Eier, die jetzt schon an manchen Sträuchern hängen, sind dann vorösterliche Eier; Eier der Hoffnung, aber noch nicht des neuen Lebens!

Und was ist mit Henne und Ei? – davon, liebe Leserinnen und Leser, können Sie am nächsten Sonnabend lesen. Bis dahin wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Osterfest!

Ihr Th.-M. Robscheit

Teil II (erschienen eine Woche später):

Liebe Leserinnen und Leser!

Vielleicht haben Sie auch am letzten Wochenende das geistliche Wort gelesen und warten darauf, was ich zum Henne-Ei-Problem schreibe. Was war eher da? Henne oder Ei? Das Ei, werden manche rufen. Aus ihm entsteht schließlich neues Leben! Nein, die Henne, denn sie muss das Ei ja gelegt haben. Ja, aber: wenn eine einzelne Henne auch dutzende Eier legt, wird daraus nicht ein einziges Küken schlüpfen, so ganz ohne Hahn!

Man kann dieses Spiel, liebe Leserinnen und Leser noch weiter treiben. Uns allen ist klar, dass diese Frage völlig falsch gestellt ist: keins von beiden war zuerst da! Aber trotzdem bewegt uns diese (sinnlose) Diskussion. Das liegt vielleicht daran, dass wir die Welt als unveränderlich wahrnehmen. Es gibt Hühner und Eier, eines geht aus dem anderen hervor. Das war schon immer so!, denken wir weit häufiger unbewusst als bewusst. Aber nur ganz wenig war tatsächlich schon immer, oder wenigstens sehr lange so, wie wir das kennen. Das meiste verändert sich, doch wir tragen Scheuklappen und können oder wollen das nicht wahrhaben. Wir haben unsere Vorurteile und was da nicht hineinpasst, wird negiert. Das beginnt ganz klein im Alltag, wenn wir unseren Schlüssel nicht finden, der Mitten auf dem Tisch liegt oder die Butter, die uns im Kühlschrank fast ins Gesicht springt. Das geht weiter dort, wo wir mit Klimaveränderung oder Migration konfrontiert werden und hört bei unserem Unverständnis für das Osterfest, der Auferstehung Christi, noch lange nicht auf! Nur hin und wieder gelingt es uns staunend wie ein Kind die Welt zu sehen und ihre alltäglichen Wunder: Henne oder Ei? Beides! Schauen Sie über den Tellerrand Ihrer alltäglichen Erfahrungen!

Ein wundervolles Wochenende wünsche ich Ihnen!

 

Erschienen zu Ostern 2018  in der Apoldaer Ausgabe der Thüringer Allgemeinen

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche

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Vom Eise befreit sind Strom und Bäche,
durch des Frühlings holden belebenden Blick,
im Tale grünet Hoffnungsglück

Ostern wird von uns oft in Verbindung gebracht mit dem Aufwachen der Natur nach dem Winter: Die Vögel sind eifrig dabei alles für den Nachwuchs vorzubereiten, Die ersten Blumen blühen, in den Weidenkätzchen summen die Hummeln. Im Tale grünet Hoffnungsglück.
Ostern meint aber weitaus mehr, als nur das sichbare Erwachen der Natur zu neuem Leben. Ostern feiern Christen als das Fest: Der Sieg des Lebens über den Tod. Mühselig verpackt ist diese Botschaft, zu groß um sie in menschliche Worte fassen zu können. Das Leben.

Damals am Karfreitag in Jerusalem waren am Kreuz mit Jesus alle Hoffnungen jämmerlich zu Grunde gegangen. Lähmung, Trauer, Tod. Und schon hatte man sich damit abgefunden, der Leichnam sollte balsamiert werden.
Doch dann hat sich das Leben, die Hoffnung als viel stärker erwiesen, als alles Nierderträchtige dieser Welt, das Böse und der Egoismus: Jesus lebt!

Jesus lebt? Wo denn, werden Sie fragen, wo denn in einer Welt voller Ungerechtigkeit, Hunger, Not, Lüge, Bosheit und Selbstsucht. Wo ist denn der Sieg des Lebens?
Er ist mittendrin: dort wo Menschen diese Hoffnung leben, wo sie sich vom Schlechten nicht erdrücken lassen, ankämpfen, dort grünt im Tale Hoffnungsglück.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Osterfest.

Ostergottesdienst in Kapellendorf

Ostergottesdienst in Kapellendorf

Trotz der Zeitumstellung auf die Sommerzeit waren alle rechtzeitig zum Ostergottesdienst in Kapellendorf in die Kirche gekommen.

Dieser Gottesdienst war etwas Besonderes: „So sehr hat mich noch nie ein Ostergottesdienst berührt!“, bedankt sich eine Besucherin gleich am Ausgang. „Das war ganz toll!“, freut sich ein junger Mann. Was war anders oder außergewöhnlich? In seiner Grundstruktur war der Gottesdienst aufgebaut wie jeder andere auch, doch die fest geschliffenen, für viele aber unverständlichen liturgischen Teile waren in unsere Zeit, Sprache und Denken „übersetzt“. Die Eingangsliturgie beispielsweise fand sich in einer Einführung mit Gebet zum Thema Angst wieder. Sehr behutsam und für Kinder (& damit auch Erwachsene) verständlich, wurde der Bogen von den Ereignissen in Gethsemane bis zum Ostersonntag gespannt. Große oder kleine Ängste wurden leise in ein Tuch gesprochen, verknotet und neben dem Kreuz befestigt. Es war erfahrbar -nein: es wurde erlitten-, was es bedeutet, gefesselt zu sein.

Der Weg zum Grab, die Sorgen, Gedanken und Hoffnungen der Frauen wurden als Osterspiel aufgeführt. Der drch einen Vorhang verhüllte Altarraum wurde erst geöffnet, als die Frauen vor dem offenen Grab standen.

Neben den Darstellern und Sprechern wirkte auch der kapellendorfer Kinderchor bei der Ausgestaltung des Gottesdienstes mit.

In einer kurzen Predigt wurde deutlich, dass mit Ostern etwas gänzlich neues angebrochen war. Den ersten Christen und Paulus war es gelungen, dieses Neue in ihre Welt zutragen und Menschen zu begeistern. Auch dadurch, dass sie sich von Traditionen gelöst haben. Könnte das nicht auch für uns gelten?
Die ausführliche Predigt, die aber nicht in diesem Gottesdienst gehalten wurde, finden Sie bei den „Göttinger Predigten im Internet“.

Schließlich haben sich allen in dem großen Altarraum versammelt und miteinander beim Brotbrechen und Wein / Saft trinken Gemeinschaft erlebt. Auf dem Weg vom Altar zurück zum Platz bekam jeder eine Rose. Auch die wurde wie die o.g. „Angstknoten“ neben dem Kreuz befestigt. Aus dem trostlosen Bild des  Anfangs war das bunte Bild des Lebens geworden.

Nach dem Ostergottesdienst in Kapellendorf waren alle zum Osterfrühstück ins Pfarrhaus eingeladen. Manche Ängste, es könne nicht reichen, wurden schnell zerstreut: Es gab heiße Suppe zum Aufwärmen, Kuchen , Brot und Baquettes, dazu allerlei Belag….
Während sich die Ersten schon den heißen Kaffee schmecken ließen, suchten die Kinder selbstgefärbte Ostereier im frischen Grün.

Angespornt von diesem gelungenen Ostergottesdienst wollen T. Christ & Th. Robscheit auch die „Zu Gast in…“ – Gottesdienste lockerer und bunter gestalten.

Hier ein paar Bilder. Wenn Sie ein Bild anklicken wird es vergößert, es erscheinen Pfeil-Tasten, mit denen Sie durch das Album navigieren können.

 

Terror und Schmerz

This entry is part 81 of 106 in the series geistliches Wort
Terror und Schmerz

 

„Soll man sich jetzt an den Terror gewöhnen?“, diese Frage, liebe Leserinnen und Leser wird angesichts der Ereignisse gestellt. „Werden Ungerechtigkeit, absichtlich zugefügtes Leiden und egoistische Willkür denn niemals aufhören?“ Dabei hatten doch alle gehofft, jetzt würde endlich eine friedlichere Zeit anbrechen, noch vor wenigen Tagen wurde laut gejubelt, jetzt steht man am Grab. Völlig sinnlos, unschuldig zu Tode gekommen. Die Freunde Jesu waren verzweifelt. „Müssen wir uns an den Terror gewöhnen?“, fragen sie. Ja, das mussten sie. Es brach kein Friedensreich auf dieser Erde an. Über die Jahrhunderte bis in unsere Tage werden Menschen niedergemetzelt von Verblendeten, Egoisten, Größenwahnsinnigen und Ignoranten. In Kriegen, Anschlägen und imperialen Strukturen. Oft schauen wir weg, verstecken uns oder wollen das Elend nicht wahrhaben. Den Jüngern ging das damals ebenso, nur wenige haben den Schmerz getragen und sind am Kreuz geblieben.

Doch trotz allen Schmerzes, aller Trauer, aller Unsicherheit und aller Angst sind sie nicht verzagt, denn sie haben erfahren, dass das Leben stärker ist als der Tod, dass Ideale nicht durch Gewalt vernichtet werden können und die Idee einer friedlichen und gerechten Welt trotzig aus jedem Trümmerhaufen mit neuer Kraft hervorbricht.

Diese österliche Lebenskraft wünsche ich Ihnen gerade angesichts des Schmerzes dieser Welt

 

Ihr Th.-M. Robscheit
Karfreitag 2016

 

Der Beitrag erschien am Karsamstag 2016 in der Thüringer Allgemeinen, Ausgabe Weimarer Land

Karwoche und Ostern – Gottesdienste

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Karwoche und Ostern – Gottesdienste
Gründonnerstag, 24.03.

19:00 Tischabendmahlsfeier; Martinskirche; Sie sind herzlich eingeladen, zu diesem Gottesdienst Speisen mitzubringen, die Sie mit anderen gerne teilen möchten

Karfreitag, 25.03.

15:00 Kantatengottesdienst zur Sterbestunde, Lutherkirche; Es kommt der Choral »O Haupt voll Blut und Wunden« von Max Reger zur Aufführung

Ostersonntag, 27.03.

06:00 Osternacht Wormstedt

09:30 Kapellendorf (Kirche) mit Osterspiel & Hlg. Abendmahl im Anschluss gemeinsames Osterfrühstück im Pfarrhaus & Ostereiersuchen. Sie sind herzlich eingeladen, zu diesem Gottesdienst Speisen mitzubringen, die Sie mit anderen gerne teilen möchten.

Ostermontag, 28.03.

09:00 Kleinromstedt

10:00 Herressen mit Hlg. Abendmahl

Kirchenputz 2016

Kirchenputz 2016

Wie heute in Kapellendorf werden in diesen Tagen überall im Kirchspiel die Kirchen für das bevorstehende Osterfest vorbereitet. Vielen Dank an die fleißigen Helferinnen und Helfer!

In Kapellendorf sind seit Weihnachten keine Gottesdienste in der Kirche gefeiert worden. Während der kalten Jahreszeit wird dafür der Gemeinderaum mit seinem besonderen Altar genutzt.

Am Ostersonntag, 09:30 wird dann der nächste Gottesdienst hier in der Kirche gefeiert werden. Dieser besondere Ostergottesdienst richtet sich vor allem an Familien. In ihm wird es ein Osterspiel geben und der Kapellendorfer Kinderchor wird auftreten.

Übersicht der Gottesdienste im Pfarramt Apolda: Ostergottesdienste

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Kirchenputz
TA: 21.03. 2016, S. 21