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Nur im Dunkeln leuchten Dir Sterne

Nur im Dunkeln leuchten Dir Sterne: Buchlesung mit Dr. Leibrock in Herressen

Felix Leibrock stellte in seiner Lesung am 26. Oktober 2019 in Herressen sein neuestes Buch „Nur im Dunkeln leuchten Dir Sterne“ vor. Er verstand es meisterhaft, wie immer in seinen gern besuchten Lesungen, auf den Roman neugierig zu machen. Das Leben in der Bayrischen Landeshauptstadt München mit seinen Licht, aber auch Schattenseiten, und eigene Erlebnisse bilden die Grundlage der Geschichte, die den Leser nachdenklich macht. Im Anschluß konnte sich, wer wollte „sein Buch“ signieren lassen und in netter Runde noch ein wenig plauschen . . .Nur im Dunkeln leuchten Dir Sterne

Der GKR der Kirchengemeinde Herressen hatte zu einer Buchlesung mit dem ehemaligen Apoldaer Pfarrer Dr. Felix Leibrock am 26.10. eingeladen. Trotz oder wegen des herrlichen Herbstnachmittages fanden sehr viele Interessierte den Weg in unsere kleine frisch renovierte Kirche.

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei allen bedanken, die uns mit der Bereitstellung von Leckereien und ihrer tatkräftigen Hilfe unterstützt haben. Auch dem Ortsteilbürgermeister Dank für seine Mithilfe in Vorbereitung und Durchführung.

Somit wurde dieser Nachmittag für alle in der Kirche Anwesenden ein besonderes Erlebnis.

Uta Lobenstein für den GKR Herressen

390 Jahre Kirche Herressen

Jesus meine Liebe ist gekreuzigt

haben die beiden Kirchenältesten Michael Lobenstein & Hans Russelt 1629 in eine Tafel gravieren lassen, die in der Mauer der Kirche Herressen eingelassen ist. Heute, am 15. 09. 2019, haben wir einen fröhlichem Gottesdienst gefeiert: 390 Jahre Kirche Herressen. Die Predigt war eine gedankliche Wanderung durch die Kirchengeschichte: 1629, mitten im dreißigjährigen Krieg gebaut; ein erdrückendes schwarzes Kreuz auf dem Gedenkstein. Was hat die Menschen damals geängstigt, was haben sie gehofft?
Nun ein Zeitsprung über 200 Jahre: Im Jahr 1867 haben die Herressener die Orgel durch den Blankenhainer Orgelbaumeister Adalbert Förtsch eingebaut. Im selben Jahr wurde der norddeutsche Bund gegründet, Aufbruchstimmung. Und wieder die Frage, was haben die Menschen in Herressen damals von der Zukunft erwartet?
Die nächsten Meilensteine waren 1925 & 1963, als die beiden Glocken gegossen wurden. Es kamen Weltkriege, Diktaturen, alles im Umbrauch. Genau so wie auch die Jahrzehnet & Jahrhunderte davor.
Und dann die Sanierung des Turmes, der Außenhaut und in diesem Jahr die Innensanierung. Alles fertig? Vielleicht vorerst.

Im Anschluß an den Abendmahlsgottesdienst wurde bei einem kleinen Empfang über die Kirche, was sie bedeutet und mit welchen Herausforderungen ihr Unterhalt verbunden war und ist diskutiert.

Mehr zur Kirchen- & Dorfgeschichte gibt es hier.

 und auf Wikipedia

390 Jahre Kirche Herressen – was für eine lange Zeit!

Hätte der Hund nicht…

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Hätte der Hund nicht…

Sie kennen, liebe Leserinnen und Leser, diesen Spruch vom Hund und seiner Notdurft: Hätte der Hund nicht… hätte er den Hasen gehabt. Früher, als wir selber noch keinen Dackel hatten, konnte ich mir das nicht vorstellen: dass ein Hund auf der Jagd plötzlich innehält und sein Geschäft verrichtet. Nun weiß ich es besser. Bei unserer Frieda ist es tatsächlich so, dass sie nach wenigen Metern Rennen erstmal innehält. Hätte der Hund nicht… hätte er den Hasen gehabt.

Nein, hätte er trotzdem nicht! Aber er läßt sich natürlich trefflich darüber diskutieren, was alles wäre, wenn die Umstände anders gewesen wären. Sie kennen das aus den verschiedensten Lebensbereichen: Hätte ich andere Lehrer gehabt, dann… oder: wäre ich wegen meines Hauses nicht ortsgebunden, dann wäre ich…; wäre der Gottesdienst nicht 10:30, dann …

Was bringt das, dieses „Wenn“ & „Hätte“? Gar nichts! Im Gegenteil! Es lähmt uns. Wir verbeißen uns (wieder ein Hundebild!) in Belanglosigkeit und verlieren das Ziel aus den Augen. Nichts anderes meint Jesus: „Wer die Hand an den Pflug legt und schaut zurück, der ist nicht gemacht für das Reich Gottes.“ Blicke nach vorn und mach das Beste aus Deiner jetzigen Situation, ganz gleich, wie sie entstanden ist! Dir ist Lebenszeit geschenkt, Du bist verantwortlich dafür, laß Dich von Widrigkeiten und Rückschlägen nicht entmutigen! Das Reich Gottes ist vor dir! Dein Leben hat ein Ziel, verliere es nicht aus den Augen!

Und Frieda? Frieda ist entspannt, sie weiß wie der Hase läuft: „Den Hasen bekomme ich sowieso nicht; aber ich rieche ganz genau, ob er von links nach rechts oder umgekehr gehoppelt kam!“ Und fröhlich bellend zeigt sie mir die Richtung und folgt unbeirrbar ihrem Ziel.

Ein spannendes Wochenende wünscht Ihnen Ihr Pfr. Th.-M. Robscheit

Erschienen in leicht gekürzter Version als geistliches Wort am 22. 03. 2019  in der Apoldaer Ausgabe der Thüringer Allgemeinen.

Jetzt reicht´s!

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Jetzt reicht´s!

Jetzt reicht´s!“, diesen Ausspruch, liebe Leserinnen und Leser, kennen sie sicherlich alle. wahrscheinlich kommt er auch gelegentlich über Ihre Lippen. Heute, zwei Tage vor heilig Abend, vielleicht? Eigentlich kommt erst noch der vierte Advent, Besinnlichkeit; aber dafür fehlt einfach der Nerv. Es reicht!

Die selben Äußerungen hören wir auch immer wieder von aufgeregten Bürgern; kürzlich z.B. von den Apoldaer Gelbwesten. Und natürlich soll die Parallele zur Wende 89 hergestellt werden. Doch das ist nur leere Hülse. Denn abgesehen davon, dass die Wende im Gebet für Frieden, weltweite Gerechtigkeit und Umweltschutz begonnen hatte, ist der gravierende Unterschied, dass wir damals nicht gegen alles mögliche waren, was uns nicht gepaßt hat (& das war eine Menge!), sondern für eine offene, freie und demokratische Gesellschaft. Und selbst als die eigentliche „Wende“ vollzogen war, haben Menschen nicht gegen die DDR-Mark aufbegehrt, sondern für eine einheitliche Währung, die D-Mark. Nur gegen etwas zu sein, bringt die Gesellschaft nicht voran, im Gegenteil! Dort wo Menschen Visionen, Träume und Ziele haben und dafür eintreten, verändern sie die Welt. Es hilft einen von Hartz IV betroffenen Kind oder einem vereinsamten alten Menschen nicht, über ungerechte Verteilung zu lamentieren; sich bei der Tafel zu engagieren, Pakete zu packen oder Besuche zu machen, dagegen schon.

Aber darum geht es ja in diesem geistlichen Wort gar nicht! Sondern darum, dass Ihnen der Streß vor Weihnachten reicht und sie zu keiner Besinnlichkeit finden. Darüber, liebe Leserinnen und Leser, können Sie zu recht heftig klagen. Sie könnten aber auch etwas für Ihre Seele tun: heute 17:00 in die Lutherkirche gehen, der Advents- & Weihnachtsmusik lauschen, vielleicht ein bißchen mitsingen & Ihrer gehetzten Seele eine Stunde Adventsbesinnung gönnen.

Einen besinnlichen vierten Advent wünscht Ihnen Ihr Pfr. Th.-M. Robscheit

Erschienen als geistliches Wort „Durch die Zeit treiben“ am 22. 12.  2018  in der Apoldaer Ausgabe der Thüringer Allgemeinen.

Durch die Zeit treiben

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durch die Zeit treiben

Oft, liebe Leserinnen und Leser, oft haben wir gar kein richtiges Zeitgefühl. Zwar können wir abschätzen, ob es etwa zehn ist, oder nachmittags um fünf. Doch fällt es uns schwer, das Verrinnen der Zeit dazwischen zu fassen. Manchmal rennt sie nur so dahin, manchmal schleicht sie quälend langsam. Und wie oft fragen wir uns nach einer Woche, einem Monat oder Jahr, wo denn die ganze Zeit geblieben ist. Sie rinnt durch die Finger, nichts bleibt.

Und manchmal erleben wir die beglückenden Momente, in denen Zeit gar keine Rolle spielt. Wir sitzen am Strand, blicken auf Wellen. Unaufhörlich rollen sie heran, bäumen sich leicht auf, vergehen. Steine poltern leise grollend in den Wogen hin und her, der Wind weht. Zeit steht still. Und doch sehen wir Bewegung: Felsen am Ufer sind von Wind und Wetter zu skurrilen Denkmalen geschliffen. Welcher unvorstellbar langen Zeiträume hat es bedurft, Sediment am Meeresboden abzulagern, zu verfestigen, dann anzuheben und schließlich wieder zu zerbröseln! Der Zahn der Zeit hat sichtbar genagt, doch wir sind frei. Unsere Seele treibt leicht durch die Zeiten, Millionen Jahre mit jeder kleinen Welle. So unendlich viel.

Ganz objektiv, liebe Leserinnen und Leser, vergeht auch in solchen Momenten unsere Lebenszeit, aber wir verlieren nichts! In solchen Momenten spüren wir etwas von der Ewigkeit, die Gott uns Menschen in Herz gelegt hat und wir bewahren sie vielleicht bis zum Ende unserer Tage.

Ihr Pfarrer Th.-M. Robscheit

 

Erschienen als geistliches Wort „Durch die Zeit treiben“ am 22. 09.  2018  in der Apoldaer Ausgabe der Thüringer Allgemeinen.

Alles hat seine Zeit

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Alles hat seine Zeit

Vermutlich werden sie, liebe Leserinnen und Leser, auch zu den Menschen gehören, die sich über diese regnerischen Tage freuen. „Das war ja kein Zustand, diese Trockenheit!“ Bei allen Gemeindebesuchen in den letzten Wochen war das das Thema gewesen. Und nun: „Endlich etwas Regen!“ – obwohl, wird mancher vielleicht sagen: „Es hätte ja nicht gerade am Wochenende sein müssen! Wir wollte eigentlich grillen…“ – Sie kennen das. Irgendetwas könnte immer noch besser oder anders sein: beim Wetter, bei den Kindern, Eltern, Arbeit, Hobby. So sind wir Menschen. Meistens ist uns das gar nicht bewusst, wie schnell wir ins meckern und Nölen verfallen. Das war auch schon immer so.

Das Volk Israel war in Ägypten versklavt. Nichts war erstrebenswerter als die Freiheit. Endlich nicht mehr der Willkür der Ägypter ausgesetzt sein, einer Willkür, die nicht nur im Arbeitsalltag schwer zu ertragen war, sondern bis in die Familienplanung hineinreichte und das Töten von männlichen Babies forderte. Endlich frei sein!

Dann war das geschehen und nach kurzer Zeit ging das Jammern wieder los: In Ägypten hatten wir wenigstens regelmäßig genug zu Essen.. Später dann das versprochene Land, doch auch da war nicht alles Gold, was glänzte. So ist das auf dieser Erde und in unserem Leben: Es ist immer mit Mühe und Vergänglichkeit verbunden. Alles hat seine Zeit und die vergeht auch wieder. Schon im Alten Testament hat sich Kohelet darüber Gedanken gemacht und fasst alles zusammen: Denn ein jeder Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.
Also sehen Sie gelassen auf das regnerische Wetter, prägen Sie sich die Kühle gut ein, denn es kommen auch wieder andere Tage, an denen Sie den Nieselregen herbeisehnen.

Ihr Pfr. Th.-M. Robscheit

Alles hat seine Zeit:
Erschienen zu 23. 06.  2018  in der Apoldaer Ausgabe der Thüringer Allgemeinen

Gute alte Zeit

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Gute alte Zeit

Liebe Leserinnen und Leser!
Erinnern Sie sich gerne? Die gute alte Zeit? Oder lassen Sie die Vergangenheit lieber vergangen sein und schauen nach vorn? Beides gibt es; beides ist wichtig! Wer immerzu nach hinten blickt, auf die vermeintlich gute alte Zeit, der verpasst die Chancen der Gegenwart. Denn der Blick ist dann eingeengt. Vieles, was früher gut funktioniert hat, klappt heute nicht mehr, weil sich viele andere Umstände geändert haben. In meiner Kindheit war es durchaus richtig, 20 Flaschen Ketchup zu kaufen, wenn es welches gab, heute macht das wohl niemand mehr. Es gab Zeiten, das war es sinnvoll, Geld in Lexika zu investieren…

Doch wer meint, die Vergangenheit spiele gar keine Rolle, der ist orientierungslos. Wir brauchen unsere Erfahrungen, unsere Wurzel um in die Zukunft hinein zu leben und die Gegenwart zu meistern. Deswegen ist es gut, ab und an innezuhalten und sich auch zu erinnern. So wie die Jugendlichen von einst, die heute ihre Goldene und Diamantene Konfirmation feiern. Da werden viele Erinnerungen wach, da wird über Lehrer und Mitschüler geplaudert, der eigene Lebensweg wir überdacht: was ist in diesen Jahren geschehen, welche finsteren Täler musste ich durchleben und über welche sonnigen Wiesen durfte ich gehen? Manch einer wird bei diesem Rückblick auch die Gewissheit haben, dass Gott ihn behütet hat, Tage, Wochen, Jahre und Jahrzehnte! Es ist gut, ab und zu an die gute alte Zeit zu denken.
Und, liebe Leserinnen und Leser, vergessen Sie nicht: die gute alte Zeit von morgen ist heute!

Ihr Th.-M. Robscheit

Erschienen am 28.04.2018  in der Apoldaer Ausgabe der Thüringer Allgemeinen

Verabschiedung von Conrad Neubert

2017-02-19 Conrad Neubert

Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner
Verabschiedung Conrad Neubert; (c) B. Rehder-Geßner

 

In einem sehr emotionalen Gottesdienst fand am letzten Sonntag, 19. 02. 2017, die Verabschiedung von Conrad Neubert, unserem Vikar statt. In den letzten 2 1/2 Jahren hat er das Vikariat in den Kirchengemeinde Apolda & Kapellendorf bei Pfr. Robscheit erfolgreich absolviert. Zu dem Gottesdienst in der Martinskirche in Apolda waren deswegen auch viele Besucher aus den Dörfern, in denen Herr Neubert gelernt & gewirkt hat, gekommen.

Wie ein roter Faden zog sich das Thema „Liebe“ wegen der Nähe zum Valentinstag durch den Gottesdienst. In seiner Abschiedspredigt gelang Conrad Neubert auf eindrückliche Weise das besondere (Liebes-) Verhältnis Gottes zu uns Menschen zu beschreiben: „Mit dem Alten Testament haben die Menschen Gott einen Brief geschrieben: Liebst Du mich? Ja / Nein / Vielleicht.
Und Gott hat darauf geantwortet! Mit einem dicken, fetten Kreuz bei : JA!“
Neubert zeigt dabei nach oben an die Wand zum Kruzifix!
In Texten und Gebeten wurde die Liebe immerwieder thematisiert. Musikalisch festlich ausgeschmückt wurde der Gottesdienst durch Dr. Schwarz an der Trompete und Kreiskantor Nych an der Orgel.

Nachdem für den (ehemaligen) Vikar gebetet worden war, bedankten sich Pfr. Robscheit, Kirchenälteste und Gemeindeglieder bei Conrad Neubert für die gemeinsame Zeit.

Symbolisch schloß Pfr. Robscheit seine „Akte Vikariat“: „Eigentlich hatte ich vor, Ihnen die Akte mitzugeben, aber das mache ich nun doch nicht.“, so Robscheit. „Ich binde sie mit diesem Faden zu & wenn ich mal sentimental werde, krame ich sie wieder hervor und lese aus der guten alten Zeit!“ Mit Blick auf die Handakte fuhr er fort: „Wenn man sich die Länge der Eintragungen ansieht, merkt man, dass es allmählich immer weniger geworden ist. Ein gutes Zeichen! Pfarrer kann man nicht lernen, das hat man in sich. Ungeschliffen und verborgen vielleicht. Wie ein Rohdiamant. Ein Talent, das man entwickeln muss. Und nun, nach zwei Jahren ist dieser Diamant gewiss noch nicht als Brilliant geschliffen -das ist vielleicht soweit, wenn Sie mal in den Ruhestand gehen, ich bin für lebenslanges Lernen!-, aber an den Protokollen unserer Besprechungen kann man sehr deutlich sehen, wie immermehr Schliff & Glanz entstanden ist.“

Die Kirchenältesten bedankten sich mit einer Fotomontage der Kirchen des Kirchspiels Kapellendorf; Frau Unger, Vorsitzende des GKR Apolda hatte ein „Notfall – Pfarrhaus – Startpaket“ mit allem möglichen, was man in einer neuen Pfarrstelle gebrauchen könnte zusammengestellt. Claudia Robscheit hatte eine Kerze mit allen zehn Kirchen gestaltet und die JG bedankte sich nicht nur mit einem Geschenk für die zwei Jahre gemeinsamen Weges, sondern wünschte mit einem besonders vorgetragenen Text Gottes Segen für den weiteren Weg.

Obwohl etwas über zwei Jahre keine so lange Zeit sind, gab es doch jedem Menge zu erzählen. Der endgültige Abschluß des Vikariates steht übrigens noch bevor: die Ordination!

Conrad Neubert wird am 23. April 2017; 10:00 in der Georgenkirche in Eisenach ordiniert werden. Unsere Gemeinden organisieren eine Busfahrt dorthin. Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte im Büro bei Frau Schubert.

Hier der Bericht vom Prüfungsgottesdienst im letzten Herbst

Übrigens: Wenn Sie alle Artikel, in denen Conrad Neubert vorkommt, lesen möchten, geben Sie den Namen einfach oben rechts ins Suchfenster ein. Sie erhalten dann eine Übersicht.

Zeit für einen Freund?

This entry is part 86 of 103 in the series geistliches Wort
Zeit für einen Freund?

Was machen Sie, liebe Leserinnen und Leser, wenn Ihr Alltag durch eine schlechte Nachricht plötzlich in Frage gestellt wird? Wie setzen Sie Prioritäten, wenn Sie erfahren, dass ein Freund schwer krank ist?

Gehört es sich da nicht, alles andere hinten an zu stellen und einen Besuch zu machen? Doch was sagt man da? Wie verhält man sich, wenn einem das Elend des anderen ins Gesicht springt? Ich habe gestern so eine schlechte Nachricht erhalten: M. Ist schwer krank. Noch habe ich nicht angerufen und bin auch noch nicht auf dem Weg zu ihm. Was ist jetzt richtig? Wenn Sie diese Zeilen lesen, werde ich seit Montag etwa 31 Stunden Sitzungen, Besprechungen und Verhandlungen hinter mir haben, 6 Stunden Gemeindebesuche, eine Trauerfeier und eine Hochzeit, ich werde diese und die Gottesdienste für Sonntag und Montag vorbereitet haben. Insgesamt etwa 60 Stunden „gute“ Gründe, sich um den schweren Gang zu drücken. Und jetzt am Wochenende? Jeden Tag mehrere Gottesdienste, keine Zeit, leider. Da kann ich nicht in den Thüringer Wald fahren um M. zu besuchen.

Merken Sie etwas, liebe Leserinnen und Leser? Es ist ganz einfach, sich um schwere Besuche herumzudrücken, einem Menschen nahe zu sein, dem das Leben übel mitspielt. Doch gerade da erweist sich Freundschaft, Liebe, Mitmenschlichkeit. Gerade da werden wir gebraucht, vielleicht  auch unser Glaube & unsere Hoffnung.

Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende und greife jetzt mit einem mulmigen Gefühl zum Telefon.

Ihr Th.-M. Robscheit

 

Erschienen am 30. 11. 2016 in der Thüringer Allgemeinen, Apolda

HAMSTERRAD-NEIN DANKE

This entry is part 9 of 103 in the series geistliches Wort

HAMSTERRAD-NEIN DANKE

Ein Hamsterrad sieht von innen auch aus wie eine Karriereleiter.“ Kennen Sie diesen Spruch? Ich habe ihn das erste Mal im Urlaub auf einer Internetseite gelesen und dachte bei mir: „Betrifft mich nicht und im Urlaub schon mal gar nicht“. Nun ist der Urlaub vorbei, die Kinder sind wieder in der Schule und ich merke, wie mein Rad sich wieder zu drehen beginnt. Die Termine häufen sich, die Aufgaben vervielfältigen sich und das Handy ist wieder mehr in der Hand als in der Jacke. Scheinbar betrifft mich dieser Spruch doch, obwohl ich gar keine Karriereleiter weiter besteigen möchte. Aber wenn ich aus der Karriere eine Alltagsleiter mache, dann stecke ich wohl mittendrin im Hamsterrad des Lebens. Kommt Ihnen das bekannt vor? Im Urlaub schwärmt man noch von der südländischen Gelassenheit und nimmt sich fest vor, diese beizubehalten. Man genießt die Ruhe in den Bergen oder am Meer und spürt wie sehr Körper und Seele diese Momente der Besinnung brauchen. Doch kaum ist der Alltag zurück, überfallen uns all die Verpflichtungen, Aufgaben und Alltagsarbeiten wieder. Eh man sich versieht, hat das Alltagshamsterrad einen fest im Griff. Der Wochenspruch für die kommende Woche lautet: „Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.“ (Jesaja 42, 3) Gott möchte nicht, dass unser Rad sich so schnell dreht, dass wir Schaden nehmen. Gönnen Sie sich doch ab und zu mal einfach eine Pause. In einer geöffneten Kirche zur Ruhe kommen, ein gutes Buch lesen (Ja, die Bibel ist zu empfehlen. Sie werden staunen wie viele gute Lebensweisheiten darin zu finden sind.) oder bei einem Spaziergang die Natur genießen. Halten Sie inne und sagen sich: HAMESTERRAD-NEIN DANKE. Gutes Gelingen wünscht

Ihr Torsten Christ (Lektor)

Der Beitrag erschien am 13. August 2016 in der Thüringer Allgemeinen, Ausgabe Weimarer Land

Anmerkung: Torsten Christ ist ehrenamtlicher Lektor in unserem Kirchspiel